Mal wieder in Aschaffenburg

Als ich in Aschaffenburg auf dem Wohnmobilstellplatz in Aschaffenburg ankomme, steht das Wasser in großen Pfützen. Es muss wohl die letzten Stunden ganz ergiebig geregnet haben. Ich mache mich über meine Linsen und Spätzle her und begebe mich in die Waagrechte. 

In Seligenstadt wartet die Fähre auf Kundschaft...
In Seligenstadt wartet die Fähre auf Kundschaft...

In der Nacht wache ich nicht oft auf... aber wenn, dann höre ich die Regentropfen wie sie monotom an mein Dachfenster klopfen. 

 

Morgens gibt es lecker Kaffee, dann steht ein kleiner Stadtrundgang an. Mein Magen verlangt noch nach einem Leberkäswecken, den ich mir in einer Metzgerei erstehe. Auf dem Weg zum Bus treffe ich einen alten Arbeiskollegen. Von dem erfahre ich, dass der doch sehr unbeliebte Geschäftsführer meines früheren Arbeitgebers gefeuert wurde. Das tut mir doch in der Seele gut.


Ich gehe wieder zu meinem Wohnmobil und schlüpfe in meine Radklamotten. Laut Wetterbericht sollte ja die Sonne vom Himmel lachen - leider ist es noch kein Stück blauer Himmel auszumachen... was solls...

 

Da auf dem Wohnmobilstellplatz noch immer die Wasserpfützen stehen, will ich für heute die Waldwege meiden. Die sind mir heute einfach zu nass und zu dreckig. Ich nehme also den schön geteerten Radweg über Seligenstadt in Richtung Offenbach.

Seligenstadt - heute menschenleer...
Seligenstadt - heute menschenleer...

Hier gönne ich mir einen Riegel - dann wende ich...
Hier gönne ich mir einen Riegel - dann wende ich...
Ein Blick über den Main...
Ein Blick über den Main...

Der Herbst überzieht mit seinen Farben die Natur...
Der Herbst überzieht mit seinen Farben die Natur...
Auf dem Rückweg werfen die Bäume schon lange Schatten...
Auf dem Rückweg werfen die Bäume schon lange Schatten...

Sieht man selten - ein nagelneues Schiff...
Sieht man selten - ein nagelneues Schiff...
Mein früherer Arbeitgeber - "UTA" wurde geändert in "edenred"
Mein früherer Arbeitgeber - "UTA" wurde geändert in "edenred"
Geich habe ich fertig - ein Blick zurück auf Schloss Johannisburg
Geich habe ich fertig - ein Blick zurück auf Schloss Johannisburg


Ein Stück Egerradweg... leider wieder mit reichlich Regen

Der Radweg an der Eger ist frisch geteert und echt eine helle Wonne...
Der Radweg an der Eger ist frisch geteert und echt eine helle Wonne...

Die Massage heute morgen war wieder einmal mehr sehr entspannend. Also beschließe ich, eine kleine Radtour entlang der Eger zu machen. Bewusst verzichte ich auf den Blick ins Regenradar - der macht dich nur unsicher und am Ende trifft die Vorhersage ja doch nicht ein.

 

Gerne würde ich ja hier Bilder einstellen mit blauem Himmel - leider habe ich seit Tagen keinen mehr gesehen. In der Zwischenzeit gebe ich mich ja schon mit den trockenen Abschnitten zufrieden.


Und so packe ich mich warm ein - zumindest für Anfang Oktober - Radüberschuhe sind Pflicht. Auch kommt meine Langlaufmütze, die meinen Kopf in den kalten Monaten wärmt, zum Einsatz. Die passt super unter den Helm. Heute nehme ich 2 Unterhemden, das kann auch nicht schaden. 

 

Den Schlüssel für die überdachte Radbox nicht vergessen. Handy und GPS Gerätchen sind sind auch mit dabei. Den Blick zum Himmel spare ich mir - ich will einfach nicht wissen, wie das Wetter über mir aussieht. 

Ab und zu wird die Eder überquert...
Ab und zu wird die Eder überquert...

Es gibt jede Menge Pferde... und immer viel Platz...
Es gibt jede Menge Pferde... und immer viel Platz...
Meinem GPS-Gerätchen habe ich mal sicherheitshalber ein Verhüterli übergezogen...
Meinem GPS-Gerätchen habe ich mal sicherheitshalber ein Verhüterli übergezogen...

Idyllisch - auch bei Sauwetter...
Idyllisch - auch bei Sauwetter...
Es geht ja auch mal mit wenig Teer - eine prima Lösung...
Es geht ja auch mal mit wenig Teer - eine prima Lösung...

Und nun war der große Regen angesagt... Bin vollkommen durchnässt. Möchte noch ein Bild machen, jedoch ist mein Handy in meiner Regenjacke abgesoffen und versagt mir jeglichen Dienst. Mit meinen Handschuhen versuche ich es trocken zu wischen. Die sind jedoch so nass, dass ich das Trockenwischen aufgebe... 

Im Hotel angekommen lässt der Regen langsam nach...  


Windige Rundfahrt um Franzensbach mit Abstecher an die Eger...

Kleine Teiche gibt es zuhauf in dieser Gegend...
Kleine Teiche gibt es zuhauf in dieser Gegend...

Ich habe das nochmals nachgeschaut... wie das ist mit den Regentagen im September in Frantiskovy Lazny. Es sind durchschnittlich 10 Regentage - ich vermute, dass ich den Urlaub genau in diese 10 Tage gelegt habe.

 

Aber was soll´s - das vergangene Wochenende war gratis (gewonnener Gutschein) und das nächste Wochenende ist ebenfalls gratis (gewonnener Gutschein). Die 4 Tage zwischen den beiden Wochenenden sind ein Schnäppchen (4 Tage zum 3 Tagespreis). Und bei den Konditionen will ich mal nicht meckern.


Ein Blick auf das Regenradar - nach der Massage, die zum Kurprogramm gehört - sagt mir, dass ab 11:30 Uhr Petrus erst wieder seine Gießkanne füllen muss und so eine Pause entsteht, die ich für eine kleine Radtour nutzen will. In der Nähe ist der See Amerika, ein Naherholungsgebiet mit einem kleinen Zoo, Campingplätzen,  Quellen und vielen Wanderwegen. Nicht zu vergessen die vielen Brutplätze für Wasservögel und die Fischzucht. 

Blick auf der Hotel Pawlik (kann man mit ruhigen Gewissen empfehlen)...
Blick auf der Hotel Pawlik (kann man mit ruhigen Gewissen empfehlen)...
Bevor wieder der Regen kommt... schnell noch an die Eger...
Bevor wieder der Regen kommt... schnell noch an die Eger...

Die Eger - und an der will ich ja (irgendwann) noch ein Stück entlang fahren - zieht sich 316 km durch Deutschland und Tschechien. Sie entspringt im Fichtelgebirge bei Weißenbach und fließt bei Libochovice in die Elbe.

 

Nach einem Sprung ins Aquaforum und einem Drink in der obigen Hotelbar beende ich den heutigen Tag....
Nach einem Sprung ins Aquaforum und einem Drink in der obigen Hotelbar beende ich den heutigen Tag....


Fichtelgebirge, Luisenbrunnen, Felsenlabyrinth

Das Wetter ändert immer noch ganz geschmeidig sein Gesicht. Also ist heute erst mal die Gegend um die Luisenburg angesagt - nein, nicht mit dem Rad - die Wanderschuhe wollen ja auch mal wieder bewegt werden. 

Das Felsenlabyrinth bei Wunsiedel ist ein Felsenmeer aus Granitblöcken von mehreren Metern und Teil des Naturschutzgebietes "Großes Labyrinth". Lange Zeit wurde angenommen, dass mächtige Naturereignisse wie Erdbeben und Überflutungen für die Entstehung verantwortlich wären. Heute weiß man, dass schlussendlich lang andauernde Vorgänge wie Erosion und Verwitterung das Felsenlabyrinth gebildet haben.

Der untere Teil ist noch flach und einfach...
Der untere Teil ist noch flach und einfach...

Die gerundeten Formen der einzelnen Granitblöcke entstanden durch Wollsackverwitterung im feuchtwarmen Klima des Tertiärs. Im Laufe der Zeit wurden sie durch Erosion gebildet. Da sie in ihrer Lage instabil waren begannen sie sich zu verlagern und daraus ergaben sich die wildromantischen Wege durch enge Spalten und steile Treppen, die im Laufe der Jahre geschaffen wurden, um den Touristen diese einmalige Attraktion erwanderbar zu machen. Einige Eindrücke...


Frantiskovy Lazny - wenn nur das Wetter besser wäre...

Die Vorhersage auf den nächsten Tage ändert sich permanent. Das Wetter ist wie im April. Ich stehe auf, schaue aus dem Fenster und sehe - zumindest teilweise - den blauen Himmel. Nach dem Frühstück, und das dauert jetzt nicht Stunden, ziehen dunkle Wolken genau da vorbei, wo noch vor dem Frühstück das dunkle Blau zu mir herunter lachte. 

Ja und dann der Regen - er kommt immer - man weiß nur nicht, wann genau. Aber er kommt - immer heftig prasselnd - und er verschwindet so wie er kam. Hört einfach auf, ohne ne Nachricht zu hinterlassen, wann er die nächste Schüttung für uns parat hat...

Das imposante Kaiserbad in Franzensbad...
Das imposante Kaiserbad in Franzensbad...

Der kleine Park vor dem Hotel...
Der kleine Park vor dem Hotel...
Cheb ist grösser, Franzensbad liegt darüber...
Cheb ist grösser, Franzensbad liegt darüber...
Einer der wenigen, die sich durch den Regen nicht stören lassen...
Einer der wenigen, die sich durch den Regen nicht stören lassen...

Den wollte ich kaufen - aber bei dem Wetter...
Den wollte ich kaufen - aber bei dem Wetter...

Ok, die geplante Radtour ist erst mal gestrichen. Dafür ist ein kleiner Rundgang durch das durchaus sehr hübsche Franzensbad angesagt.

 

Da gibt es doch einen schönen Wanderweg zur Natalie-Quelle...

Eine schöne Gedenkstätte am Wegesrand...
Eine schöne Gedenkstätte am Wegesrand...

Zamecek, Burg und Cafe... jedoch noch nicht geöffnet...
Zamecek, Burg und Cafe... jedoch noch nicht geöffnet...
Hier konnte ich von einer netten Dame 2 Gutscheine für Kaffee und Kuchen  erschwatzen...
Hier konnte ich von einer netten Dame 2 Gutscheine für Kaffee und Kuchen erschwatzen...
Was das ist? Frag einfach mal die Tante Google...
Was das ist? Frag einfach mal die Tante Google...

Nun suche ich mal wieder ein Dach über dem Kopf, lange bleibt´s bestimmt nicht mehr trocken...
Nun suche ich mal wieder ein Dach über dem Kopf, lange bleibt´s bestimmt nicht mehr trocken...

Das erste Lokal - eine große Tafel auf der Straße machte mir eine Ente schmackhaft - war hoffnungslos überfüllt. Normalerweise ja ein Zeichen, dass das zubereitete Essen auch wirklich genießbar ist. Also wieder raus aus dem Lokal.

 

Schon klopften die ersten Regentropfen auf meinen Kopf. Schnell ins nächste bedachte Cafe. Ich sehe Spaghetti auf der Tafel - und bestelle sie auch noch. Leider eine glatte Fehlinvestition... ok, andere Länder, andere Sitten und Kochgewohnheiten. Im Krieg gegen die Italiener hätte man diese (Italiener) mit diesen lummeligen und geschmacklosen Nudeln in einen nicht befristeten Hungerstreik getrieben. 

 

Übrigens ist der Nackedei rechts der kleine Franzl. Jede Frau - so die Legende - die den kleinen Fischfranzl berührt, sieht in naher (oder auch ferner) Zukunft Mutterfreuden entgegen. Ich möchte dir überlassen, zu erkennen, welche Körperstelle wohl die ist, die berührt werden sollte, um bald schwanger zu werden...

Franzl gilt als das mächtigste aller Wundermittel, die das Kurstädtchen gegen weibliche Sterilität zu bieten hat.

 

Ja - beim Franzl  glänzen nicht nur die zehn Zehen...
Ja - beim Franzl glänzen nicht nur die zehn Zehen...


Schnell ne Runde biken, bevor es wieder regnet...

Wie jetzt - gerade strahlte doch noch die Sonne...
Wie jetzt - gerade strahlte doch noch die Sonne...

Der Wetterbericht zeigt sich momentan ja auch nicht von seiner besten Seite. Auf den Nachmittag sind bereits die ersten Regentropfen angesagt - ich warte noch, bis das Thermometer 14 Grad anzeigt. Schnell noch Überschuhe in den Rucksack geschoben, die Regenjacke ebenso und dann nix wie weg. 

 

Plan habe ich nicht - am ersten Abzweig will ich links, aber da kommt mir gerade ein LKW (nicht der mit Leberkäse) entgegen... dann also geradeaus. Erst später wird mir bewusst, dass ich ins schlechte Wetter fahre...


Ein Blick auf Wiesensteig (auf der Fahrt nach Westerheim eine willkommene Pause)...
Ein Blick auf Wiesensteig (auf der Fahrt nach Westerheim eine willkommene Pause)...
Ich war stets bemüht... aber es kam heute kein einziges "Hallo" zurück. Vielleicht liegt´s ja am Wetter...
Ich war stets bemüht... aber es kam heute kein einziges "Hallo" zurück. Vielleicht liegt´s ja am Wetter...

Die heutige Albrunde...
Die heutige Albrunde...


So ist´s recht - Blauer Himmel und angenehme Temperaturen

Nachts lag die Temperatur bei 2 Grad - das ist nicht gerade besonders warm. Aber nun zeigt mein  Thermometer bereits wieder 13 Grad und es ist gerade mal 9 Uhr. Das Frühstück macht sich in meinem Bauch breit - und ich hoffe, dass die gerade gewonnene Energie sofort in meiner Oberschenkelmuskulatur zur Verfügung steht. 

Trotz der guten Vorhersagen streife ich mir meine Arm- und Beinlinge über. Ich will ja erst mal runter ins Lechtal und auf der Abfahrt ist es sicherlich noch ziemlich frisch. Auch ein wärmendes Tüchlein zwischen Hirnschale und Helmhartschale kann nicht falsch sein... los gehts.

Direkt am Lech gibt´s nen schönen Bikeweg... Blick auf die Gaichtspitze...
Direkt am Lech gibt´s nen schönen Bikeweg... Blick auf die Gaichtspitze...

Der Säuling in Hintergrund (ls)
Der Säuling in Hintergrund (ls)

Heute verzichte ich mal auf die knackige Abfahrt auf der alten Gaichtpaß-Straße, die im Jahre 1550 erbaut wurde, um Salz und Wein Zwischen dem Allgäu und Tirol zu transportieren. Flott und ohne eine Pedalumdrehung lasse ich mich die gut ausgebaute Teerstraße hinunter rollen. 

 

In Weissenbach fahre ich über den Lech und nehme dann einen holprigen Karrenweg entlang des Lechs. Gut durchgeschüttelt kann ich mir das einzigartige Panorama zu Gemüte führen.


Über Reutte und Pflach geht es in Richtung Vils...
Über Reutte und Pflach geht es in Richtung Vils...
Bei Vils überquere ich die Vils...
Bei Vils überquere ich die Vils...

Kurz vor Reutte mache ich noch einen kleinen Abstecher in die Tränkesiedlung. Dort habe ich doch einige Jahre meiner Kindheit verbracht und ich erinnere mich gerne zurück. Allerdings ist die damalige Siedlung kaum wieder zu erkennen. Alle freien Wiesen und Felder zwischen der Tränkesiedlung und Reutte und am Lech entlang wurden zugebaut. 

Blick auf die Burgruine Vilseck...
Blick auf die Burgruine Vilseck...
Die Kalbelealm liegt hinter mir...
Die Kalbelealm liegt hinter mir...

Von Reutte geht es nach Pflach, dann über den Kniepass, der mich - vorbei am Judenbichl - nach Oberpinswang bringt. Dort geht es über den Lech bis zum Ortseingang von Musau. In Richtung Vils radle ich am Hundsarschbach entlang, dessen Wasser im Lech verschwindet. Von Vils bis Pfronten begleitet mich ein schöner Schotterweg. 

 

Eigentlich wollte ich über das Achtal ins Tannheimer Tal fahren. Da ich jedoch gut im Zeitplan liege, nehme ich den Abzweig ins Vilstal... über die Vilstalsäge und den Kalbelehof gelange ich wieder nach Schattwald. Schon bald ergießt sich die Dusche auf dem Campingplatz über meinen erhitzten Körper und bringt diesen wieder auf Normaltemperatur...

Der Campingplatz ist schon in Sicht - besser zu sehen... der Gimpel und die Rote Flüh...
Der Campingplatz ist schon in Sicht - besser zu sehen... der Gimpel und die Rote Flüh...


Almabtrieb in Tannheim (Fotostrecke)

Hier heißt es ja "Alpfahrt" - seltsam... normalerweise heißt es doch Almabtrieb oder Viehscheid. Für die Touristen immer eine heiße Attraktion...


Flachetappe entlang der Aisch - von Bad Windsheim nach Gerhardshofen und zurück...

Frühstück im Freien - das ist doch mal wieder Labsal für meine alte Seele. Der "Wohnmobilhafen" von Bad Winsheim ist riesig - und so ist viel Platz, um sich auszubreiten.

 

Da durch Bad Winsheim ein kleines Flüsschen fließt, die Aisch, beschließen wir, genau diesem entlang zu radeln. Wobei "fließen" nicht der richtige Ausdruck ist. Die Aisch scheint sich nicht von der Stelle zu bewegen. Wer sich nun die Aisch als klaren Gebirgsbach vorstellt, der befindet sich auf dem Holzweg... ich denke, dass "Brühe" dem sehr nahe kommt, was sich da in 

Das Rathaus von Neustadt an der Aisch (der Porsche ist für ein Brautpaar, das sich gerade das Ja-Wort gegeben hat)...
Das Rathaus von Neustadt an der Aisch (der Porsche ist für ein Brautpaar, das sich gerade das Ja-Wort gegeben hat)...

Richtung Regnitz schlängelt. Immerhin beansprucht sie 83 km für ihre Windungen, bis sie mit der Regnitz verschmilzt. Diese ergießt sich in den Main, der in den Rhein... 

Einer der über Zweitausend Weiher - viele davon sind mit Karpfen gefüllt - die am Radweg liegen...
Einer der über Zweitausend Weiher - viele davon sind mit Karpfen gefüllt - die am Radweg liegen...

Das Land der Aisch ist nicht nur mit Karpfen gesegnet, auch Störche fühlen sich hier sauwohl. Fast in jeder Gemeinde brütet ein Paar - also ein Storchenpaar. 

 

Das liegt ja auch daran, dass die Störche häufig nicht mehr nach Afrika fliegen, um dem Winter zu entgehen. Das Klima in Spanien reicht in den letzten Jahren durchaus, um den Störchen einen angenehmen Winterurlaub zu bieten. Und so profitieren wir (und auch die Störche) von der Klimaerwärmung...

 

Vor ca. 2.500 Jahren wurden die Gebiete der Aisch bereits von den Kelten besiedelt. 


Eine Bank von einer Bank gestiftet...
Eine Bank von einer Bank gestiftet...
Bei verloren gegangenen Kalorien hilft ein Fränkisches Vesper...
Bei verloren gegangenen Kalorien hilft ein Fränkisches Vesper...

Die heutige Tour...
Die heutige Tour...

Mal wieder den Thaneller umkreisen...

Andenken bei der alten Ga(i)chtpass-Straße
Andenken bei der alten Ga(i)chtpass-Straße
Warst du schon mal auf dem Gimpelhaus (Bildmitte oben=)?
Warst du schon mal auf dem Gimpelhaus (Bildmitte oben=)?

Ich war nun  schon länger nicht mehr im Tannheimer Tal. Eigentlich wartet das Gras auf meinem Wohnwagenstellplatz - es will gekürzt werden. Aber an diesem sonnigen Tag muss ich jedoch die Prioritären ändern.

Der Riedener See ist immer wieder Labsal für das Auge...
Der Riedener See ist immer wieder Labsal für das Auge...

Also schiebe ich mein frisch geputztes Bike aus dem Vorzelt, drücke meine grasgrüne Radflasche - mit leckerem Sirup gefüllt - in die Halterung und klicke meine Schuhe in die Pedale ein.


Die Fahrt geht den alten Gaichtpass runter - leider wurde der steile Karrenweg nach dem letzten Felssturz verbreitert und geglättet, so dass auch mutige nichtösterreichische Flachlandbiker mit Akkupack und Flüstermotorantrieb die Abfahrt mit einem Angstpuls von 195 bewältigen können. Meist sind es Männer - die Frauen - vernünftigerweise - schieben ihr Rädchen tapfer bis ins Lechtal.

Der Heiterwanger See...
Der Heiterwanger See...
Blick auf den Thaneller... leider in Wolken...
Blick auf den Thaneller... leider in Wolken...

Langsam geht es wieder nach oben - das Berwangertal,,,
Langsam geht es wieder nach oben - das Berwangertal,,,
Nun rechts halten... in Richtung Rotlechstausee...
Nun rechts halten... in Richtung Rotlechstausee...

Der Rotlechstausee ist voll - im Gegensatz zu 2018
Der Rotlechstausee ist voll - im Gegensatz zu 2018

Der Weg durch den Klausenwald ist kühl - und das ist gut so - denn es geht nach oben. Am Heiterwanger See hat der Wind zugelegt. Eigentlich wollte ich am Kiosk "Wienerle" vernichten - aber aufgrund der Temperatur beschloss ich, den Wind während der Fahrt zu genießen. 

In Berwang - nach dem Aufstieg - griff ich dann doch zum geliebten wärmenden Kittel. Überwiegend ist ja nun kraftloses Rollen ohne Pedalumdrehungen angesagt.


Ok - die Auffahrt ins Tannheimer Tal kostet mich schon noch einige Schweißtropfen. Aber dann war ich wieder voll im Saft... Auf dem Campingplatz schnell geduscht - ein Bier und auf den Liegestuhl (windgeschützt).


U_Tag_23: Von Wageningen nach Emmerich

Der heutige Zielort ist Emmerich, die erste größere Stadt nach der Grenze auf deutscher Seite. Gleich nach dem Frühstück haben wir schon unser Zimmer gebucht - direkt an der Rheinpromenade. 

Vor 4 Jahren waren wir schon einmal in Emmerich, nach unserer Flandernrundfahrt. Morgen werden wir dann mit dem Zug bis nach Düsseldorf fahren und dann mit dem IC bis nach Stuttgart. Ein Bummelzug wird uns dann bis nach Amstetten bringen. Die restlichen 9 km treten wir dann noch in die Pedale.

Rast im Park Hartensteyn in Oosterbeek
Rast im Park Hartensteyn in Oosterbeek

Im Park Hartensteyn kann das Airborne Museum besichtigt werden. Oosterbeek ist bekannt durch seine Beteiligung bei der Schlacht um Arnheim, das nur einige Kilometer entfernt liegt. Die Schlacht war Mitte bis Ende September 1944. 

Innerhalb von nur 5 Tagen wurden über 39.000 Soldaten der Alliierten abgesetzt und war und ist somit das größte Luftlandeunternehmen, das jemals durchgeführt wurde. Jedoch wurde schlussendlich die Einnahme der Brücke von Arnheim von den Deutschen erfolgreich vereitelt.


Heute führt durch Arnheim eine große moderne Brücke. Neben der Fahrbahn für Autos gibt einen Radweg, dessen Breite das Vorstellungsvermögen eines deutschen Radler sprengt.

Der Bahnhof von Arnheim...
Der Bahnhof von Arnheim...
Ein Blick auf Arnheims Hochhäuser...
Ein Blick auf Arnheims Hochhäuser...


Huissen, ein kleines Städtchen bei Arnheim...
Huissen, ein kleines Städtchen bei Arnheim...
Vorne links gibts Mittagessen...
Vorne links gibts Mittagessen...
Hübsches Häuschen mit Vorgarten...
Hübsches Häuschen mit Vorgarten...

Zur Abwechslung eine Fahrt mit einer Gierfähre...
Zur Abwechslung eine Fahrt mit einer Gierfähre...
Die Anlegestelle...
Die Anlegestelle...
Das Ziel, die Uferpromenate in Emmerich ist erreicht...
Das Ziel, die Uferpromenate in Emmerich ist erreicht...

Ca. 7 km vor Emmerich ist die Grenze - dies zu erkennen ist überhaupt kein Problem. Waren in den Niederlande die Radwege noch schön glatt, ist der Radweg auf der deutschen Seite gepflastert - allerdings liegen nun sicher schon Jahrzehnte dazwischen. Die Geschwindigkeit muss ich reduzieren, damit das Geschaukel nicht zu hart wird. Naja - für Radler ist Deutschland wirklich kein Paradies - wenn man an die vielen Radwege in den Niederlande denkt. 

Eines der vielen Lokale am Rhein...
Eines der vielen Lokale am Rhein...
Blick von der Uferpromenade...
Blick von der Uferpromenade...


U_Tag_22: Von Gorinchem nach Wageningen

Nach einem leckeren Frühstück mit frischen Früchten und 2 netten Frauen, die uns und die anderen Gäste umsorgten, geht es weiter. Das Ziel ist heute Wageningen, ein historisches Städtchen mit ca. 37.000 Einwohnern. Davon jede Menge Studenten aus über 150 Ländern. Bereits im Jahre 828 wurde das Land hier besiedelt.

Nach dem Frühstück geht es aufs Rad...
Nach dem Frühstück geht es aufs Rad...
Über Brücken - aber gegen den Wind...
Über Brücken - aber gegen den Wind...
Der Niederrhein ist häufig im Blickfeld...
Der Niederrhein ist häufig im Blickfeld...
Hunger - soll ich meinen knitterfreien Hut essen?
Hunger - soll ich meinen knitterfreien Hut essen?
Abschliessbare Mietboxen für Räder - gute Idee...
Abschliessbare Mietboxen für Räder - gute Idee...

In Buren gibt es die notwendigen Kalorien in einem Pannekoekenbakker. Ich bestelle Pfannkuchen mit Gemüse und Bolognese, was sich allerdings als A-Karte entpuppt. Die Bolognese ist eine Pampe aus Mehl, Kartoffelbrei und etwas Fleisch, das von den Rotorblättern eines Hubschraubers gekratzt wurde - zumindest schmeckte es so.

Buren, ein nettes Städtchen...
Buren, ein nettes Städtchen...
Hier gibts Pfannkuchen...
Hier gibts Pfannkuchen...
Eine der vielen Schleusen...
Eine der vielen Schleusen...

Bei einer Fähre fragt ein Holländer - als wir eine Karte mit den Radwegen betrachten - wohin denn die Reise geht. Er rät uns dann von der Fähre ab- wir sollen den Radweg auf der Seite, auf der wir uns befinden einfach weiter fahren. Er sei sehr schön und zudem auch noch kürzer. Und diesen Rat befolgten wir auch.

In der Tat, das war ein guter Vorschlag. Wir hatten die ganze Zeit den Niederrhein im Blick. Ca. 5 km vor Wageningen überquerten wir dann den Fluss mit einer kleinen Fähre. Sie musste immer abwarten bis kein Frachtschiff mehr in der Nähe war - die Wellen hätten wohl zu große Probleme bereitet. Die Anlegestelle war naturbelassener Boden. Direkt an der Anlegestelle gab es auch ein nettes Lokal, das zum Verbleib einlud.

Ich fragte, ob es denn auch ein Eis gäbe. Die Bedienung verneinte und brachte mir die Speisekarte und verwies mich auf "Desserts". Da war aber nur Mousse au Chocolat aufgeführt. Ich versuche es bei der Bedienung noch einmal mit Icecream... Na, was soll ich sagen... Nach einiger Zeit kam sie mit 2 Kugeln Vanille und einem Schlag Mousse au Chocolat, garniert mit Erdbeeren und Heidelbeeren und einem leckeren Schokoblättchen. Die große Terrasse war brechend voll und ich habe sie sicherlich etwas genervt mit meinem Eis - aber sie war immer sehr freundlich und bemüht, mein nicht vorhandenes Niederländisch richtig zu interpretieren. Deshalb viel auch das Trinkgeld etwas üppiger aus...

Blick auf Rhenen
Blick auf Rhenen
Diese Fähre nimmt uns mit nach Rhenen...
Diese Fähre nimmt uns mit nach Rhenen...

Das Rathaus von Wageningen
Das Rathaus von Wageningen
Unsere Unterkunft in Wageningen
Unsere Unterkunft in Wageningen

Wageningen war der Ort der Kapitulation der deutschen Truppen in den Niederlanden Anfang Mai 1945. Im Hotel Wereld wurden die Übergabebedingungen ausgehandelt.


U_Tag_21: Von Hoek van Holland nach Gorinchem

Die Nacht auf dem Schiff war ruhig - nur ein leises Motorengeräusch ist zu hören. Die Kabine ist sauber und sehr gepflegt und ein Blick aus dem großen Bullauge verspricht einen schönen (wenn auch kühlen Tag). 

Gerade hat die Fähre in Harwich abgelegt...
Gerade hat die Fähre in Harwich abgelegt...
Ein Blick durchs Bullauge...
Ein Blick durchs Bullauge...

Der Radweg beginnt bereits 500 m nach der Anlegestelle in Hoek van Holland. Es ist flach und windig. Jedoch kommt der Wind aus West, so dass er meist schiebt - und das ist ja beim Radeln nicht gerade unerwünscht. Ehe ich mich versehe tauchen immer grössere Bauten vor mir auf. Rotterdam ist ja mit seinen knapp 650.000 Einwohnern hinter Amsterdam die 2.größte Stadt der Niederlande und immerhin der grösste Hafen Europas.

Warten auf die Passkontrolle...
Warten auf die Passkontrolle...
Eine Windmühle inmitten der Stadt...
Eine Windmühle inmitten der Stadt...
Ein Blick zurück auf die Fähre...
Ein Blick zurück auf die Fähre...
Die Pfeiler der Erasmus-Brücke sind höher als die Hochhäuser...
Die Pfeiler der Erasmus-Brücke sind höher als die Hochhäuser...

Hoppla, warum fühlt sich denn mein Hinterrad so schwammig an? Ich bremse bis zum Stillstand und betrachte mein Hinterrad: So ein

Käse - da ist wohl die Luft raus. Gott sei Dank drückt mich zum

Rotterdam...
Rotterdam...
Endlich mal wieder Plattfuß... aber das kostet mich ein müdes Lächeln...
Endlich mal wieder Plattfuß... aber das kostet mich ein müdes Lächeln...

gleichen Zeitpunkt auch noch meine Blase. Also schnell den Mantel runter, den Schlauch raus (nein, den Fahradschlauch) und dann das Loch gesucht. Das finde ich sofort - es steckt noch ein 


Metallsplitter drin. Flickzeug raus, Papper drauf, Schlauch wieder auf seine Position gebracht und den Mantel auf die Felge gefummelt... Hinterrad wieder rein und schon geht es weiter - nein erst noch schnell zur Toilette (die Gott sei Dank in der Nähe zu finden ist.

Von Slikkerveer nach Kinderdjk muss eine Fähre in Anspruch genommen werden. Es gibt einfach zu viel Wasser hier... Ein freundlicher Niederländer schickt uns netterweise auf das richtige Schiff.

Hier sind wir richtig...
Hier sind wir richtig...
Das wäre die falsche Fähre gewesen...
Das wäre die falsche Fähre gewesen...
Wieder auf Land...
Wieder auf Land...
Manche haben Probleme das Radewegenetz zu interpretieren...
Manche haben Probleme das Radewegenetz zu interpretieren...

Bevor wir an unserem Tagesziel Gorinchem eintreffen, müssen wir noch eine Fähre bemühen. Diese kosten immer so 1 Euro bis 1,50 Euro, das ist zu verkraften. Das kleine Hotel ist leicht zu finden - später finde ich heraus, dass der Besitzer nicht nur ein kleines Hotel sonder 5 solcher Häuser besitzt. Er nimmt uns auch gleich sehr freundlich und zuvorkommend in Empfang und schleppt sogar die 2 schwersten Radtaschen in den 1. Stock. Das nenne ich mal "Service". Er zeigt uns unser Zimmer - es gibt auch ne Flasche Sekt, Kaffee, Tee und Wasser gratis im Zimmer. Für die Räder gibt es schräg gegenüber ein weiteres Haus - vermutlich hat der Betreiber die ganze Strasse gekauft...

Hoek van Holland nach Gorinchem
Hoek van Holland nach Gorinchem