Nellinger Bärenpfad - Rad

Heute habe ich mal den neuen Nellinger Bärenpfad - eine kleine aber sehr interessante Radtour - in Augenschein genommen. An diversen Stationen, es sind insgesamt 10, sind Info-Tafeln mit lesenswerten Beschreibungen der einzelnen Lokalitäten angebracht. 

Ich starte bei der Nellinger Andreaskirche. Das große Tor ist geöffnet, ich halte mich halbrechts und entdecke sogleich meine erste Station: Der Schöpfungsgarten, der auf dem alten Friedhof angelegt wurde...

Hinter der Nellinger Andreaskirche befindet sich der Schöpfungsgarten...
Hinter der Andreaskirche befindet sich der Schöpfungsgarten...
Ein Paradies für Blumen und Schmetterlingen...
Ein Paradies für Blumen und Schmetterlingen...

Auch ein Ort der Ruhe und Einkehr...
Auch ein Ort der Ruhe und Einkehr...
Brunnen und Gießkanne erinnern an den alten Friedhof...
Brunnen und Gießkanne erinnern an den alten Friedhof...

Ich verlasse diesen Ort der Stille, folge dem Bärenpfad, den ich aus dem Internet heruntergeladen habe in Richtung Amstetten...

 

Die 2. Station ist das Biotop Geckenbuch. Auf der schwäbischen Alb gibt es nicht wirklich viele Biotope. Dies liegt wohl in der Beschaffenheit des Bodens, der Wasser schnell versickern lässt. Die Biotope müssen also sehr gut abgedichtet werden, meist mit Folie, um ein Entschwinden des nassen Elements zu verhindern.

Biotop Geckenbuch
Biotop Geckenbuch
Biotop Geckenbuch
Biotop Geckenbuch

Biotop Geckenbuch, Nellingen
Biotop Geckenbuch, Nellingen

Nach dem Biotop fahre ich links um das Wäldchen und nehme wieder Witterung in Richtung Amstetten auf.

 

Ich erreiche die 3. Station:

Einen historischen Wegweiser, in dessen Nähe auch eine Holzbank zum Verweilen lockt...

Historischer Wegweiser, bei Nellingen
Historischer Wegweiser

 

Diese Wegweiser hatten einen 8-eckigen Sockel, waren 3 Meter hoch und aus Gusseisen.



 

Nach weiteren 800 Metern bremse ich schon an Station Nummer 4: Eine historische Weidesäule. Erst habe ich diese jedoch nicht gesehen, da ich an den ersten Bäumen des auf der rechten Seite beginnenden Waldes an einem Baum ein Bärenpfadschild mit einem Pfeil nach rechts gesehen habe und diesem gefolgt bin. Jedoch bevor ich nach rechts in den Wiesenweg eingebogen bin, hätte ich noch 30 Meter weiter geradeaus fahren sollen... 

Nach einigen Metern - es mögen ca. 500 gewesen sein, habe ich dann begriffen, dass ich die Weidesäule doch verschlafen haben musste, drehte um und entdeckte sie schlussendlich doch noch.

Historische Weidesäule bei Nellingen
Historische Weidesäule bei Nellingen

Die Weidesäulen wurden aufgestellt, um die Weideflächen zwischen Gemeinden abzugrenzen. Durch ihre Höhe waren sie weithin sichtbar. So sollten Streitigkeiten unter den Viehhaltern vermieden werden.

 

Nachdem ich die Info-Tafel verinnerlicht habe, steige ich wieder aufs Rad, radle 30 Meter zurück und biege dann am Ende des Waldes nach links in den Wiesenpfad ein. Ich überquere das Segelfluggelände und erblicke auf der linkes Seite die Station 5: Oppinger Lehmgrube. Der Oppinger Lehm wurde an die Töpfer nach Schelklingen, Münsingen und Ulm verkauft.

Der Wiesenweg nach Station 4...
Der Wiesenweg nach Station 4...
Die ehemalige Oppinger Lehmgrube...
Die ehemalige Oppinger Lehmgrube...

 

Von der ehemaligen Lehmgrube bis zur Station 6: Eisenbahnlinie Amstetten - Laichingen ist es auch nicht mehr weit und ich befinde mich wieder auf geteertem Untergrund. Das Bahnhöfle Oppingen ist in Richtung Laichingen der letzte Bahnhof des Albbähnles. Ab hier wurden die Schienen in Richtung Laichingen (leider) entfernt.

Wenn die Dampflok pfeift, kommen die Zuschauer aus allen Löchern...
Wenn die Dampflok pfeift, kommen die Zuschauer aus allen Löchern...
Die Passagierwaggons sind abgekoppelt, der Lokführer kann nun die Lok  ans Zugende umsetzen...
Die Passagierwaggons sind abgekoppelt, der Lokführer kann nun die Lok ans Zugende umsetzen...


Im August 1985 wurde die Strecke stillgelegt, nachdem das Zügle 84 Jahre lang treue Dienste geleistet hatte. In strengen Wintern waren bis zu 160 Mann beschäftigt, die Schienen von Schnee frei zu schaufeln und den Zug flott zu machen.

 

Ich mach's mir wieder im Sattel bequem... es geht nun durch Oppingen schnurstracks geradeaus durch. An einer kleinen Baumgruppe weist ein Schild darauf hin, dass man nach links auf den Oppinger Spielplatz abbiegen kann. Ohne Kinder hält man sich am Besten rechts, da für Erwachsene einfach die Spielgeräte zu klein sind und dem Gewicht auch nicht standhalten würden. Nach dem 2. Windrad geht es auf einer Schotterpiste durch eine lang gezogene Senke. Achtung - hier ist Vorsicht geboten - denn der Schotterweg ist besonders nach Regenfällen recht ausgewaschen und von heimtückischen Spurrillen durchzogen.

Ich überquere die L1233 und finde mitten in Aichen die Station 7: Eine interessante Info-Tafel zur Ortsgeschichte Aichen und dem abgebildeten Haus mit den Ornamenten aus Terrakotta.

Der Anwaltshof mit den Ornamenten aus Terrakotta...
Der Anwaltshof mit den Ornamenten aus Terrakotta...

 

Nun nehme ich - und der Untergrund ist immer noch Schotter - Kurs auf Station Nummer 8: Die Wacholderheide Mönchsteig. Nicht zu übersehen ist die mächtige Rotbuche mit einem Stammumfang von 6 Metern inmitten der Wacholderheide.

Rotbuche bei Aichen...
Ein Exemplar mit Seltenheitswert - die Rotbuche bei Aichen...
Die Wacholderheide bei Aichen
Die Wacholderheide bei Aichen

Die kommende Abfahrt - es geht nun unter der Autobahn hindurch - ist wiederum mit Vorsicht zu genießen. Gleich nach der Autobahn steht eine weitere Info-Tafel, die Neunte: 6.000 Römische Schuhnägel wurden hier ganz in der Nähe der Autobahn entdeckt. Die Schuhnägel blieben vermutlich im lehmigen Boden stecken, als die Römer durch dieses Gebiet kamen und mit den Tücken der klebrigen Masse zu kämpfen hatten. 

 

Ich trete locker flockig in einer leichten Rechtkurve die Schotterpiste leicht bergauf. Als ich die Autobahn wieder überquere, bin ich kurzzeitig auf Teer. Circa 100 m nach der Autobahnbrücke geht es in einer fast 360 Grad Kehre links wieder zurück in Richtung Autobahn. Ich folge dem Schotterweg nach rechts und staune nicht schlecht, als der Weg in einen Wiesenweg mit hohem Gras mündet. Ich kann mich erinnern, dass zur Zeit des Autobahnbaus hier ein Schotterweg parallel zur A8 führte. In der Zwischenzeit hat sich die Natur wohl diesen wieder zurück erobert. Nicht so erfahrenen Radlern empfehle ich hier eine kleine Schiebepassage einzulegen.

 

Es dauert nicht lange, dann befinde ich mich wieder auf Schotter, drehe am Waldende nach rechts ab und schon stehe ich vor Station 10: Der Hochbehälter Schwachstett.

Hochbehälter Schwachstett zwischen Nellingen und Merklingen
Hochbehälter Schwachstett
In den unterirdischen Hallen des Wasserbehälters...
In den unterirdischen Hallen des Wasserbehälters...

Erbaut wurde der Wasserbehälter 1875 - 76. Über 100 Jahre war er immer gut gefüllt und versorgte die Bürger von Nellingen und Aichen mit dem kühlen Nass. Dieses wurde damals noch von Mühlhausen auf die Alb gepumpt. 1980 kam dann das Wasser vom neuen Wasserturm in Machtolsheim.

Nun wird es aber Zeit... ich setze mich wieder auf meinen Drahtesel. Nun geht es auf ebenen Teerwegen noch zum Bahnhof Merklingen (Station 11), der im Dezember 2022 seinen Dienst aufnehmen wird. Momentan ist die Zufahrt noch gesperrt. 

 

Die 12. Station liegt zwischen der Autobahn und Nellingen: Das Biotop Fäulen

Biotop Fäulen
Biotop Fäulen
Biotop Fäulen
Biotop Fäulen


 

Kurz vor Nellingen erblicke ich dann schon von Weitem die 13. und letzte Station: Die Hitler-Linde. Den Namen erhielt die Linde im Jahre 1933 als sich die Mächtigen dieses Landes von dieser Anhöhe ein Manöver betrachteten.


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Auf der Suche nach "Die Garten Tulln"

Es ist vermutlich der 2. heißeste Tag nach dem morgigen - so meint es zumindest die Nachrichtentante. Erst wechsle ich mal den Standort: Von Emmersdorf nach Tulln.

Brücke bei Tulln
Brücke bei Tulln...
Natürlich wollte ich wissen, wie es unter der Brücke aussieht...
Natürlich wollte ich wissen, wie es unter der Brücke aussieht...

Tulln ist mit seinen knapp 17.000 Einwohnern doch noch recht übersichtlich und liegt im Süden vom Wiederwald (wobei ich jetzt nicht den Wienerwald meine, in dem man noch vor Jahren die leckeren Brathändl verzehren konnte). 

Dritte von links = Kriemhilde, daneben rechts der Hunnenkönig Etzel...
Dritte von links = Kriemhilde, daneben rechts der Hunnenkönig Etzel...
Eingang "Die Garten Tulln"
Eingang "Die Garten Tulln"

Noch 40 km trennen mich von Wien Und hier - so klingt es aus dem Nibelungenlied - empfing der Hunnenkönig die Kriemhilde (Siegfrids Witwe).

2008 fand in Tulln die Landesgartenausstellung satt und wurde zur beliebten Dauerausstellung. Den Eingang zu dieser Gartenausstellung zu finden, war das Rätsel für den heutigen Tag. Am Eingang zeigt das Thermometer 33 Grad an - da musst du nicht mal in die Pedale treten, um auf der Hautoberfläche kleine Wassertropfen entstehen zu lassen...


Von Emmersdorf nach Krems und zurück

Gleich mal vorneweg: Wer sich mit dem Rad auf diese Strecke begeben will, der sollte die Nordroute (also die linke Donauseite) wählen. Zwar führt der Radweg öfters an der doch recht viel befahrenen B3 entlang, aber dann wieder durch super idyllische Dörfchen wie Aggsbach Markt, Willendorf mit der Venus (die muss jeder Mann gesehen haben), Schwallenbach, Weissenkirchen und nicht zu vergessen: Dürnstein. Da fährst du hoch in den Ort und plötzlich ist Stau... Fußgänger und Radler gepaart mit rückwärts fahrenden LKWs zwängen sich durch die Hauptstraße, die kaum breiter ist als ein größerer Lieferwagen mit eingeklappten Außenspiegeln.

Ausgrabungsort der Venus...
Ausgrabungsort der Venus...

 

 

Die Venus ist ca. 25.000 Jahre alt und wurde in 25 cm Tiefe gefunden. In Wirklichkeit ist sie nur 11 cm hoch und zeigt eine nackte Frau mit Hüftgold - nicht gerade der Magermilchtyp. 

Die Venus von Willendorf, entdeckt am 07.08.1908...
Die Venus von Willendorf, entdeckt am 07.08.1908...

In Dürnstein ist zweifelsohne jedes Häuschen, die Kirche, der Friedhof und der Eselssteig sehenswert.

Blick von Dürnstein auf die Donau
Blick von Dürnstein...
Die Trauben müssen noch gepresst werden...
Die Trauben müssen noch gepresst werden...
Dürnstein mit Burg...
Dürnstein mit Burg...
Enge Gässchen...
Enge Gässchen...

Krems kann lediglich mit noch mehr Touristen in der Fußgängerzone auftrumpfen. Ich jedenfalls habe genug gesehen - ich will ja nicht vertrampelt werden. Also - nichts wie über die Donaubrücke und dann geht es wieder stressfrei nach Emmersdorf zurück- nicht ohne in Mautern meinen Bauch mit flüssigen und festen Nährstoffen (von einer Imbissbude, die ich echt empfehlen kann) versorgt zu haben.


Von Schlögen bis Höhe Goldwarth und zurück

Der Hafen von Schlögen
Der Hafen von Schlögen...

Morgens ist es zwar noch kühl - aber doch nicht so, dass ich meine Angora-Unterwäsche aus dem Schrank holen müsste.

 

Und wenn ich meinen Blick von der Donau zum Himmel schweifen lasse, dann stelle ich fest , dass am Himmel das schönere Blau klebt als in der Donau. 

 

Der Regen in der vorletzten Nach hat vermutlich doch zu viel Erde von den Hängen in die Donau geschwemmt. Die Farbe ist also nicht blau - ich sage mal "erdig", um das "Trübbraun" dezent zu umschreiben.

 

 


Schlögener Schlinge, Campingplatz
Schlögener Schlinge, Campingplatz
Nach 2 Fährfahrten wieder "on the road"...
Nach 2 Fährfahrten wieder "on the road"...

Der Plan ist: Erst mir der Fähre über die Donau auf die gegenüberliegende Seite. Dort wartet dann hoffentlich schon die Längsfähre, die mich in 15 Minuten durch die Schlögener Schlinge schippert. Mit dem Rad geht es dann weiter in Richtung Linz.

Das wäre ein Job für mich... Radler*innen auf der Donau hin und her schaufeln und die Story vom Donau-Ungeheuer erzählen...
Das wäre ein Job für mich... Radler*innen auf der Donau hin und her schaufeln und die Story vom Donau-Ungeheuer erzählen...
Gelbe Räder - die beiden auf der Bank arbeiten bestimmt bei der Post...
Gelbe Räder - die beiden auf der Bank arbeiten bestimmt bei der Post...

Nun - das war der Plan... die Realität sah so aus: Die Fähre über die Donau klappte super - jedoch fehlte die von hier startende Längsfähre. 12 Radler*innen dürfen auf diese, ich war die Nummer 10. Die Nummer 1 - eine Frau - telefonierte gerade mit dem Fährmann. Der wollte in einer halben Stunde erscheinen. Das war mir dann doch zu lange Leerlauf - zumal ich schon mit Unterpuls am Rad stand.

Typisch Touristin - gleich mal 2 Privatparkplätz mit einem Rad belegen...
Typisch Touristin - gleich mal 2 Privatparkplätz mit einem Rad belegen...

Also Trete ich in die Pedale, nach ca. 1 km kommt die nächste Fähre, die mich wieder auf die Seite bringt, auf der ich mal ursprünglich war. Bei angenehm 

In Aschach angekommen...
In Aschach angekommen...

frischen Temperaturen geht es dann per Rad vorbei an Inzell (das ist nicht das Inzell mit der Eishalle) und auch vorbei an der Untermühler Schiffsführerschule. Auf der Höhe von Goldwörth mach ich aus 2 Gründen eine 360 Grad Wende: Zum einen wäre Linz 20 km Mehrweg (vielleicht aber doch ein Mehrwert) gewesen und zum anderen signalisierte mir mein Kleinhirn: wenn du jetzt nicht bald ein paar Kalorien einwirfst, dann geht deine Oberschenkelmuskulatur in eine länger anhaltende Streikphase.

Aus dem Brunnen trinke ich nicht... aber einige Meter weiter geht die Sonne auf...
Aus dem Brunnen trinke ich nicht... aber einige Meter weiter geht die Sonne auf...
Da wo ich stehe, ist der Biergarten - und es ist ein schöner Biergarten - vom Gasthof zur Sonne...
Da wo ich stehe, ist der Biergarten - und es ist ein schöner Biergarten - vom Gasthof zur Sonne...
Hm - kalter Zitronentee von Gösser - sehr lecker...
Hm - kalter Zitronentee von Gösser - sehr lecker...

Ich lasse mich da in nichts hinein ziehen. Also wende ich und es geht locker zurück. In Aschach fahre ich erst einen auf Plakaten werbenden Gasthof an - doch der hat heute seinen Ruhetag. Dann erspähe ich doch noch ein freies Tischchen an der Promenade.

Ich versorge also meinen Körper mit den für ihn notwendigen Kalorien. Im Anschluss geht es wieder auf fast identischer Route wieder zurück zum Ausgangspunkt - die Schlögener Schlinge.

Passagierschiff schlängelt sich durch die Schlögener Schlinge...
Passagierschiff schlängelt sich durch die Schlögener Schlinge...

Ach ja, das könnte ich noch nachtragen...

Am gestrigen Tag - es war ja sehr windig - ich wollte gereade bei einem Radlertreff mein Rad abstellen, da hob der Wind einen großen roten Sonnenschirm aus seinem Ständer und erhob sich hoch in die Lüfte (nicht der Ständer - der Schirm) und segelte ohne die kleinste Dachberührung über das nächste Hausdach. 

 

Die Bedienung war starr vor Schreck, schrie dabei was die Kehle hergab. Ein junger Österreicher sprang sofort auf, lief um das Nachbarhaus herum und übergab schlussendlich das Flugobjekt der Bedienung, die nun stumm - aber mit immer noch offenem Mund - das Teil in Empfang nahm und es kurzerhand wieder in den Schirmständer steckte.


Ich denke, das brachte dem jungen mutigen Österreicher - der wohl Stammgast in diesem Radlertreff war - ein bis 3 Pluspunkte bei der Bedienung ein...


Von Vilshofen nach Straubing

Eine Bahnfahrt, die ist lustig - eine Bahnfahrt, die ist schön... dachte ich und schon sitze ich im Zug von Straubing nach Vilshofen. Es ist Sonntagmorgen und die Bahn ist seltsamerweise überpünktlich.

Vilshofen, St. Johannes der Täufer
Vilshofen, St. Johannes der Täufer...
Das kann nur das Haus eines Künstlers sein...
Das kann nur das Haus eines Künstlers sein...

 

 

Vilshofen hat ca. 17.000 Einwohner und wurde im Jahre 776 erstmals urkundlich erwähnt. Noch vor der Vilsbrücke fällt mir der schlanke Kirchturm der Stadtkirche St. Johannes der Täufer auf.


Der Donauradweg könnte auf dieser Etappe ohne weiteres umgetauft werden in Schotterpistenrisotto mit Umleitungssalat. Kaum ist die erste Umleitung beendet, weist schon ein Schild auf die nächste hin. Teilweise wirklich sehr gut ausgeschildert - teilweise aber auch nicht.

Einfach mal ins Gras liegen und die Seele baumeln lassen...
Einfach mal ins Gras liegen und die Seele baumeln lassen...
S'Wiesle isch gmääht...
S'Wiesle isch gmääht...
Nicht oft, aber ab und zu erspähe ich ein Schiffle...
Nicht oft, aber ab und zu erspähe ich ein Schiffle...
Die Wege auf dem Damm können ganz abrupt enden...
Die Wege auf dem Damm können ganz abrupt enden...

In Deggendorf war die Streckenführung wirklich verwirrend... da ging es mal über eine Brücke und am Ende der Brücke stand ein Hinweisschild, das genau wieder über diese Brücke zurück zeigte. Ohne gesunden Menschenverstand würde ich wahrscheinlich noch heute auf der Brücke hin und her fahren...

Deggendorf, die Touristen habe sich in die Eiscafes verzogen...
Deggendorf, die Touristen habe sich in die Eiscafes verzogen...
2014 war die Landesgartenschau in Deggendorf...
2014 war die Landesgartenschau in Deggendorf...

Der Spielplatz ist riesig - da möchte man wieder Kind sein...
Der Spielplatz ist riesig - da möchte man wieder Kind sein...
Und auch die Bienen und Schmetterlinge kommen nicht zu kurz...
Und auch die Bienen und Schmetterlinge kommen nicht zu kurz...

Der Blick auf die Donau ist heute nur vereinzelt möglich. Egal - es gibt ja auch schöne Örtchen wie Niederaltaich, Loham oder Reibersdorf mit wunderschönen Einkehrmöglichkeiten.

Unterm Schirm ist es erträglich... Nur die Biergläser sind für meinen Durst zu klein...
Unterm Schirm ist es erträglich... Nur die Biergläser sind für meinen Durst zu klein...
Ich liebe Speisekarten mit nur wenigen Gerichten - die Auswahl geht dann schneller...
Ich liebe Speisekarten mit nur wenigen Gerichten - die Auswahl geht dann schneller...


Von Straubing nach Sulzbach

Kein Nebelwölkchen trübt die frische Morgenstimmung. Von Straubing geht es heute der Donau in Richtung Osten entlang. 

 

Ich habe mich entschieden, soweit zu fahren, bis die Walhalla, die ich am Vortag besichtigte, wieder zu meiner Rechten auftaucht. 

 

Wie... Quellwolken zeigen sich am Himmel? Es war doch bis jetzt zu ein herrlich leuchtendes Blau. In der Zwischenzeit hat sich auch der Wind entschlossen, heute mal etwas kräftiger zu blasen.

Campingplatz Straubing, das Frühstück wird gleich serviert...
Campingplatz Straubing, das Frühstück wird gleich serviert...

Blau unten, blau oben, was willst du mehr...
Blau unten, blau oben, was willst du mehr...
Diesen Spiegelbild zu malen kostete Zeit...
Diesen Spiegelbild zu malen kostete Zeit...

Oh - ein Bauwollfeld? Oder doch Kartoffeln...
Oh - ein Bauwollfeld? Oder doch Kartoffeln...
Auch andere Radler machen Pause...
Auch andere Radler machen Pause...

Ja wo ist es denn hin?
Ja wo ist es denn hin?
Hier habe ich gerade die Donau gebügelt...
Hier habe ich gerade die Donau gebügelt...
Rote Blumen im Grün und Federflocken im Blau...
Rote Blumen im Grün und Federflocken im Blau...

Schon nach 40 km stellt sich ein unangenehmes Hungergefühl in meiner Magengegend ein. Wo ist der nächste Biergarten? Mein Navi hilft weiter... so kann ich nach einer Weile doch noch einen schmackhaften Schweinsbrota mit Knödel und Salat vertilgen.

Straubing in der Abendsonne...
Straubing in der Abendsonne...


Walhalla und Regensburg

Wem haben wir diesen Ehrentempel zu verdanken? Dem Ludwig natürlich - und zwar dem Ersten - König des Königreichs Bayern. Bereits 1807 ließ er als Kronprinz schon eine Serie von 60 Büsten herstellen - die in einem Ehrentempel ausgestellt werden sollten. Zu dieser Zeit war noch nicht einmal der richtige Bauplatz für seinen Tempel gefunden.

Die Walhall - ein mächtiger griechischer Bau
Ein mächtiger griechischer Bau - die Walhalla...
Mächtige Säulen erstrecken sich gen Himmel...
Mächtige Säulen erstrecken sich gen Himmel...
Die Walhalla liegt auf einem Hügel bei Donaustauf
Die Walhalla liegt auf einem Hügel bei Donaustauf...

 

 

Im Oktober 1830 wurde dann endlich der Grundstein für den Ruhmestempel gelegt, der im Oktober 1842 eröffnet wurde. Als Vorlage für den Bau diente der Parthenon Tempel in Griechenland. 358 Stufen führen hinauf zum Eingang.

 

 


Bevor ich mich wieder an den Fuß des Hügels in Donaustauf begebe, verabschiede ich mich von meinem Namenskollegen (Herzog Bernhard von Weimar).

Nun steht noch Regensburg auf dem Programm. Ich prüfe Luft und Bremsen meines Rädchens und strample die 10 km bis nach Regensburg ohne dass ein Schweißtropfen eine meiner Poren verlassen hätte. 

 

Ein Meisterwerk - und von vielen Touristen bewundert - ist die steinerne Brücke, die in den Jahren 1135 - 1146 erbaut wurde. Sie ist komplett aus Stein und gilt als die älteste Brücke Deutschlands.

Regensburg, die steinerne Brücke
Regensburg, die steinerne Brücke,,,
Regensburg, die steinerne Brücke
Regensburg, die steinerne Brücke,,,

Der Dom wurde ca. 100 Jahre nach der steinernen Brücke erbaut.

Der Regensburger Dom
Der Regensburger Dom...


Von Neuburg an der Donau nach Vohburg

Der Himmel ist wolkenbedeckt - azurblaue Flecken suche ich vergeblich. aber mein Vertrauen in Petrus ist grenzenlos. Wie sich ne halbe Stunde später herausstellen sollte - eine klare Fehleinschätzung meinerseits. Meine Beinchen sind noch nicht auf Betriebstemperatur, da klopfen schon die ersten Regentropfen gegen meine Brille. Schnell den Regenkittel übergestreift und in die Regenschuhe gehüpft, dann geht es in Richtung Ingolstadt.

Jagdschloss Grünau
Jagdschloss Grünau von vorne links...
Jagdschloss Grünau
Jagdschloss Grünau von hinten links...

Plötzlich - in der Zwischenzeit kommt kein weiteres Nass von oben - stehen 5 Radler*innen auf dem Radweg. Eine Frau - so sieht es zumindest aus einiger Entfernung aus - zieht sich gerade ihre Hose aus. Ich versuche, den Radweg im linken Auge zu behalten, das rechte bleibt an der Radlerin kleben... und mein Gehirn registriert, dass es doch nur die Regenhose ist, die da in Richtung Ferse abgestreift wird.

 

Also überhole ich die ganze Meute, die sich im gleichen Moment auch wieder auf den Weg (mit Rad) macht. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, waren es Holländer und wollten - wie ich ja auch - erst mal nach Ingolstadt.

Ingolstadt...
Ingolstadt...
In der Fussgängerzone...
In der Fussgängerzone...

Ingolstadt, der barocke Uhrturm
Ingolstadt, der barocke Uhrturm...
Ingolstadt, Ludwigsbrunnen
Ingolstadt, Ludwigsbrunnen...

In Ingolstadt schiebe ich mein Rad durch die Fußgängerzone - überrascht war ich dann doch von der Größe. Naja, mit knapp 140.000 Einwohnern und Audi in der Nähe, fällt die "Fuzo" eben entsprechend großzügig aus.

 

Ich trete weiter bis Vohburg in die Pedale. Hier gibt es ne schmale Brücke über die Donau, die ich vor einigen Jahren schon einmal überquerte - allerdings aus er Gegenrichtung kommend.

Nicht nach oben schauen...
Nicht nach oben schauen...
Es lockert ja schon auf...
Es lockert ja schon auf...
Am Ende des Tages...
Am Ende des Tages...


Von Neuburg an der Donau nach Donauwörth

Erst um 14 Uhr kann ich auf mein Bike klettern. Die Fahrt von Nellingen nach Neuburg an der Donau hat doch etwas länger gedauert als vermutet. Die Schuld weise ich mal den vielen Baustellen zu - nicht zu vergessen die 2 Umleitungen.

Kurz nach Neuburg an der Donau...
Kurz nach Neuburg an der Donau...
Die Donau wirkt wie ein Spiegel...
Die Donau wirkt wie ein Spiegel...

Ok - ich will mich ja nicht beklagen - entschädigt werde ich durch das relativ gute Wetter. Vorhergesagt war ja Regen, Petrus aber hatte wohl seine Gießkanne noch nicht gefüllt.

Das Kloster Neuburg fällt gleich ins Auge. Es liegt auf einer kleinen Anhöhe direkt an der Donau. Errichtet wurde es von Ottheinrich. Weit über 500 Kunstwerke sind im Schloss untergebracht (Waffen, Möbel, Kunsthandwerk, Wandteppiche usw.).

Neuburg an der Donau, Schloss. Bei schlechtem Wetter wirken die Fassaden fast unwirklich - wie gemalt...
Neuburg an der Donau, Schloss. Bei schlechtem Wetter wirken die Fassaden fast unwirklich - wie gemalt...

Auf der gegenüberliegenden Donauseite startet der Radweg in Richtung Donauwörth. Erst rolle ich topfeben und mit Unterpuls durch pure Natur. Zwei kleine Anstiege bringen meinen Puls auf Normalbums. In Donauwörth serviert mir die nette Tante vom Eiscafe 3 leckere Kugeln, die wie geschmiert meine Kehle runter kullern und in meinem Körper wohltuende Kühlung verbreiten.

In Donauwörth angekommen...
In Donauwörth angekommen...
Erst mal Getränke fassen...
Erst mal Getränke fassen...


Wörth Sightseeingtour

Gänse gibt es am Main reichlich (vor 6 Jahren war das  noch nicht so)...
Gänse gibt es am Main reichlich (vor 6 Jahren war das noch nicht so)...

Das Wohnmobil ist aus dem Winterschlaf erwacht und  wartet auf Befehle: Die Wettervorhersage ist gut - was nun auch immer "gut" bedeuten soll. Also entschliesse ich mich mal wieder in die alte Arbeitsheimat zu fahren. Immerhin war ich knapp 20 Jahre jeden Montag in aller Herrgottsfrüh (4:45 Uhr) nach Aschaffenburg - oder besser gesagt, nach Kleinostheim bei Aschaffenburg gefahren. 

 

Meist hatte ich mein Bike dabei, um mir nach des Tages Mühe noch die Beinchen in Aschaffenburg und Umgebung zu vertreten...


...und genau das wollte ich mal wieder machen - mir die Beinchen in Aschaffenburg und Umgebung vertreten. Ich beschließe also erst mal nach Wörth zu fahren, das mir von so mancher Veranstaltung in guter Erinnerung ist...  

In Wörth angekommen...
In Wörth angekommen...

Das alte Rathaus in Wörth - heute Bürgerhaus - um das Jahr 1600 erbaut, war bis 1974 Sitz der Stadtverwaltung. Heute sind in Wörth ca. 5.000 Einwohner untergebracht.

Seit dem 6. Jahrhundert war Wörth Zentrum königlicher Herrschaft. Im 13. Jh. wurde es von den Erzbischöfen von Mainz geleitet.

Das alte Rathaus...
Das alte Rathaus...

Das Obere Tor...
Das Obere Tor...
Blick auf die Erlenbacher Werft...
Blick auf die Erlenbacher Werft...

Im Rahmen der Stadtbefestigung entstand das Obere Tor. Erst war es noch ein Fachwerkbau, dann wurde es in der Mitte des 15. Jh. zum Grenzturm umgebaut. Nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg wurde es 1672 wieder aufgebaut. 

Hofgut Hünerdorff - eine gigantische Lokation...
Hofgut Hünerdorff - eine gigantische Lokation...

Hinter diesen Mauern durfte ich schon des Öfteren mit der Belegschaft meines ehemaligen Arbeitgebers ein Festchen von der Marke "All inclusive - besser geht nicht" feiern. Vielen Dank dafür.


S'Schneggle beim Freibad in Grosswallstadt...
S'Schneggle beim Freibad in Grosswallstadt...
Manche Bäume blühen - manche eben noch nicht...
Manche Bäume blühen - manche eben noch nicht...
An den Wellen im Main ist der Wind zu erkennen...
An den Wellen im Main ist der Wind zu erkennen...
Der Raps zeigt schon sein herrliches Gelb...
Der Raps zeigt schon sein herrliches Gelb...

Ich habe mich heute für "kurz" entschieden. Die Temperatur dürfte so bei 18 Grad liegen und wenn sich der lästige Ostwind mal etwas zurückziehen würde, wäre es noch viel angenehmer.

Blick auf den Main bei Nilkheim...
Blick auf den Main bei Nilkheim...
Ein "Trockenschiff" bei der Stadthalle...
Ein "Trockenschiff" bei der Stadthalle...

Bei der Stadthalle in Aschaffenburg geben die Schausteller ihr Bestes... Der bekannte Fischmarkt startet am 21.04.2022.

Ein schöner Tag geht zu Ende...
Ein schöner Tag geht zu Ende...


Lonetal, Hirschetal, Stubersheim

Bei Lonsee - Wacholderheide mit Zug...
Bei Lonsee - Wacholderheide mit Zug...

Also heute lacht doch mal wieder das Herz. Nachdem Petrus vor 2 Tagen noch dicke Schneeflocken vom Himmel gen Erde schickte, so warf er heute doch sehr angenehme Wärme hinterher. 

 

Also nix wie raus und das Bike gesucht. Ein Blick in die Garage... nee, da wartet es nicht auf mich. Dann runter in den Keller - Volltreffer - da wartet es auf seinen Einsatz. Ich schleppe es die Treppen hoch... und bemerke, dass es immer beschwerlicher wird, das sperrige Teil um die Kurven zu schleppen. 


Schnee am 10.04.2022...
Schnee am 10.04.2022...
Die Lone - hier ca. 1 km nach der Quelle - führt Wasser satt...
Die Lone - hier ca. 1 km nach der Quelle - führt Wasser satt...

Trotz Sonne streife ich mir erst mal 2 Unterhemden plus Radshirt über. Beinlinge wärmen meine Beinchen, eine Langärmeljacke meine Brust. Und das ist gut so - denn der Ostwind, besonders im Schatten oder bei flotten Abfahrten führt doch dazu, dass sich die Oberfläche der Haut wie bei einer Gans zusammenzieht - auch bekannt als Gänsehaut oder "Hennenkombi".

Im Trockental der Lone...
Im Trockental der Lone...

Später - bei Breitingen - die Lone führt immer noch Wasser, jedoch bedeutend weniger, als im obigen Bild. Und nochmals einen Kilometer weiter ist nur noch das Bachbett zu erkennen, jedoch von Wasser keine Spur.

 

Kilometerlang zieht sich das Trockental der Lone in Richtung Giengen. Bei Niederstotzingen erblickt ein Teil des Wassers, das sich im löchrigen Karstgestein der schwäbischen Alb unterirdisch seinen Weg suchte. Der andere Teil kommt in der Quelle der Nau bei Langenau an einem Wanderheim wieder ans Tageslicht.


Die Nau - auch warme Ach genannt - fließt nach 21 km bei Günzburg in die Donau. Die Lone fließt erst mal bei Niederstotzingen in die Hürbe, die nach 7 km ihr Wasser in die Brenz schüttet. Die Brenz ergießt sich dann bei Gundelfingen in die Donau...

Erst entdeckt - das Hirschetal...
Erst entdeckt - das Hirschetal...
So langsam blüht es im Steingarten - auch die Ostereier gedeihen...
So langsam blüht es im Steingarten - auch die Ostereier gedeihen...



Skatingrunde Tannheim, Nesselwängle

Ich schlage die Augen auf und blicke direkt durch das Dachfenster des Wohnwagens in den Himmel. Autsch, das sieht noch ziemlich grau aus. Also die Augenlider wieder in die Null-Position gefahren und wieder locker weggedöst...

Beim zweiten Erwachen zeigt sich dann der Himmel schon wesentlich freundlicher: Der Farbton ist vom dristen Grau in ein zartes Hellblau gewechselt. Ich gehe hoch zum Duschen - es ist noch saukalt, das heiße Wasser bringt jedoch meinen Puls auf eine stabile Umdrehungsgeschwindigkeit.

Stromausfall im Tannheimer Tal...
Stromausfall im Tannheimer Tal...

Der gestrige Abend war auch mal wieder sehr abwechslungsreich: Kurz nach 18 Uhr - vollkommen unerwartet - wurde es auf dem Campingplatz schlagartig Nacht. Alle Lichter im Wohnwagen aus, auf dem Campingplatz vollkommene Dunkelheit. Aus dem Radio kam keine Musik mehr (TV gibt es bei mir nicht - ich kann meiner Frau auch ohne TV auf den Wecker fallen). 

Kienzerle in Richtung Tannheim...
Kienzerle in Richtung Tannheim...
Blick aufs Gaishorn...
Blick aufs Gaishorn...

Natürlich war das auch für die Heizung das Aus. Sie benötigt zwar Gas, aber die Umwälzpumpe, die die Flüssigkeit durch die Leitungen pumpt, versagt ohne Strom jämmerlich. An dieser Stelle schicke ich mal meiner Tochter ein herzliches Danke - sie hat im Wohnwagen mal einige Kerzen zurück gelassen, die nun zum Einsatz kamen...

Den Gleitschirmflieger habe ich gerade bei der Landung erwischt...
Den Gleitschirmflieger habe ich gerade bei der Landung erwischt...
...und den Ballon beim Start...
...und den Ballon beim Start...

Nach einer halben Stunde - ein Schlag - und es wurde wieder hell im Saal. Das alte Radio gab sein Bestes und die Umwälzpumpe dreht sich wieder, wie wenn nie etwas gewesen wäre... 

Beim Hotel Jungbrunn ist entdecke ich diesen "Anbau"...
Beim Hotel Jungbrunn ist entdecke ich diesen "Anbau"...
Gleich ist der Vilsalpsee erreicht...
Gleich ist der Vilsalpsee erreicht...

Kannst du dir im Urlaub schöneres Wetter vorstellen? Nee - ich glaube nicht - guck dir mal die Bildchen an - ist das nicht ein Traum? Blauer Himmel, weiße Berge, klare Luft...

Selbst am Waldrand könnte man sich zur Ruhe legen...
Selbst am Waldrand könnte man sich zur Ruhe legen...
Bodennebel auf dem Haldensee, im Hintergrund links der Hahnenkamm...
Bodennebel auf dem Haldensee, im Hintergrund links der Hahnenkamm...

Also nix wie auf die Loipe. In der Sonne fühlt es sich schon richtig heimelig an. Im Schatten jedoch wird es sofort einige Grad kälter. Und die Loipe, die am Haldensee entlang in Richtung Nesselwängle führt, ist verdammt schattig. 

Blick von der Gundhütte  in Richtung Gaicht / Krinnenspitze...
Blick von der Gundhütte in Richtung Gaicht / Krinnenspitze...
Leider war die Küche schon kalt...
Leider war die Küche schon kalt...

Von der Loipe wieder zurück auf dem Campingplatz läuft erst mal ein halber Liter Flüssiges durch meine Gurgel, ich muss sagen - das tut so richtig gut und bringt verbrauchte Energie (sofort) zurück - oder auch nicht. Im Anschluss bringt eine ausgiebige Dusche meinen Corpus wieder in einen Zustand mit dem ich was anfangen kann...

Warten auf Spaghetti...
Warten auf Spaghetti...

Also schnell noch aufs Neunerköpfle, mit der Gondel - die ist ja noch diese Woche bis Donnerstag für uns kostenlos. Ah, stimmt nicht ganz - 10 Cent für die Karte musste ich schon an der Liftkasse investieren.

 

Oben auf der Bergstation angekommen ging es dann in schnellem Wanderschritt zur Gundhütte. Und da musste ich mir von der netten Tante in der Küche erklären lassen, dass die Töpfe, in denen tagsüber die Spaghetti gekocht werden, bereits gereinigt sind und im Schrank stehen...


Naja - meine Schuld - es war einfach schon zu spät. Also nix wie mit der vorletzten Gondel wieder zur Talstation. Da gibt es direkt gegenüber nette Menschen, die haben einen Raum mit vielen Tischen, und die bringen auch Spaghetti direkt an den Tisch - ich bin begeistert...


Tracks unserer Radreise Russland, Estland, Lettland, Litauen

Ich habe mich mal wieder dem Thema "Radreisen" gewidmet. Ich habe alle Originaltracks zusammengetragen, die wir (meine Fau und ich) bei unserer Radreise "Russland, Estland, Lettland, Litauen" befahren haben. Einige Bilder an die Tracks geklebt...

Wenn du Lust hast, dann schau dir einfach mal das Video an - allerdings solltest du dir eine knappe Stunde Zeit nehmen... Falls du selbst so eine Reise planen willst - bei Fragen kannst du mich gerne kontakten.


Biken ist OUT- Skaten ist IN...

Ja wer will denn bei dem Sauwetter der vergangenen Tage mit dem Radl eine Runde drehen? Nein, ich bin da nicht dabei, ich streike. Mein Bike ist schon seit einiger Zeit in den wohlverdienten Winterschlaf gefallen und es reicht ihm vollkommen aus, wenn ich es ab und zu im Keller besuche und ihm den Sattel tätschle.

Die Wege sind nass und schlammig, das Rad sieht nach 20 Minuten aus wie Sau und dann darf ich wieder mit Bürste und (kaltem) Wasser den Dreck von meinem Drahtesel bürsten.

Außerdem wird bei jeder Radumdrehung der nasse Match vom Hinterrad in Rotation gebracht und an mein Hinterteil geschleudert. Nach einiger Zeit hält dann die Radhose nicht mehr dicht und schickt die Naßpartikel an meine Hinterteilhaut und das fühlt sich dann gar nicht mehr so prickelnd an.

Also kann es mir doch keine(r) verübeln, wenn ich mal einen Ausflug (geimpft und geboostert) ins Tannheimer

al in Richtung Zöblen, Wannenspitze
Tannheimer Tal in Richtung Zöblen, Wannenspitze, Jochstadl (nur für Wissende)

Tal mache, die Unterseite meiner Loipenlatten mit flottem Gleitwachs versehe und dann der Skatingloipe einen Besuch abstatte. Und ganz ehrlich - würdest du nicht auch gerne bei diesem Traumwetter die frische Luft, die nach nachtgefallenem Schnee duftet, genießen?

Blick auf den Einstein...
Blick auf den Einstein...
Blick aufs die Vogelhornbahn...
Blick aufs die Vogelhornbahn...

In Tannheim angekommen, dampfen noch vereinzelt einige Nebelschwaden an den Wäldern des Neunerköpfles hoch. Die 8-er Umlaufbahn, die im Jahre 2000 in Betrieb ging, heißt eigentlich "Vogelhornbahn". Aber Gott und die Welt hat ihr den Namen "Neunerköpflebahn" verpasst - warum auch immer...

Die höchsten Felsen (rs) sind Gimpel und Rote Flüh...
Die höchsten Felsen (rs) sind Gimpel und Rote Flüh...

Die Vogelhornbahn wurde im Jahre 2000 erbaut und überwindet einen Höhenunterschied von 683 Metern. Die einzelnen Kabinen sind mit einer Geschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde unterwegs - Augenblick - ich rechne das mal kurz um - das sind 21,6 km/h.

 

Die Meisten können mit einer Geschwindigkeitsangabe von m/sec nix anfangen, jedoch mit km/h schon. Und jeder, der mit dem Bike unterwegs ist, der weiß natürlich, dass 21,6 km/h ganz schön flott ist... und das noch bergauf.


Wenn du von der Talstation in einer Höhe von 1.109 m in die Gondelkabine steigst, dann kannst du diese nach 6:40 Minuten wieder auf einer Höhe von 1.792 wieder verlassen. 

Die "kalte Loipe" in Richtung Grän
Die "kalte Loipe" in Richtung Grän

Und wenn hier mal eine Menschenschlange vor dir stehen sollte, dann zähle einfach mal die Skifahrer vor dir. Solltest du dann der 1.801 sein, dann darfst du eine Stunde mit deinen Skiern in der Hand warten, bis du in höhere Regionen transportiert wirst (ok - das sind die Zahlen vor Corona). 

 

Die meisten Loipenfreunde bleiben ab Tannheim in der Sonne, das heißt sie nehmen in Tannheim den linken Abzweig in Richtung Grän. Ich bin da noch nie links abgebogen - ich nehme immer die rechte Loipe...

 


Ja, und warum die rechte Loipe? - Sie ist (nicht an Wochenenden) meist sehr überschaubar frequentiert. Dafür geht die Loipe in den Schatten... und nur diejenigen, die diese Loipe mal bei satten Minustemperaturen gelaufen sind, wissen dass auf dieser Strecke eine Kältekammer durchquert werden muss.

Im Hintergrund er Aggenstein mit Halsband...
Im Hintergrund er Aggenstein mit Halsband...

Aber das hat auch Vorteile: Durch die Schattenstrecke sinkt zwar schlagartig meine Körpertemperatur unter meine bisher genossene Wohlfühltemperatur, aber die Geschwindigkeit steigert sich fast unbemerkt, bis meine Wohlfühltemperatur wieder hergestellt ist. Aber ich will ja nicht den Nachteil verschweigen: Durch die gesteigerte Laufgeschwindigkeit steigt auch der Puls - und der hat - zumindest bei mir - einen max. Ausschlag.

Ist der erreicht, dann wird aus dem gerade noch erfreulichen Vortrieb plötzlich Stillstand. 


Der Körper will ne Pause - und wenn das der Körper will, dann machst du auch ne Pause - auch wenn du das gar nicht willst - das weiß ich aus Erfahrung...

Links hinten wäre Sonne...
Links hinten wäre Sonne...

Nach der Pause möchtest du wieder mit Kampfgeist und Elan durchstarten. Du machst einen Skating-Schritt und kommst nicht mehr vom Fleck. Der Schnee ist einfach zu kalt - es kommt dir vor, als würdest du auf einem Nagelbrett daher rutschen. Du gibst alles, deine Skatingbretter haften jedoch wie auf Kaugummi.

 

Aber es ist ja wieder Sonne in Sicht. Alles wird gut. Auf dem Schnee, der sich bereits von der Sonne hat erwärmen lassen, flutscht der Ski wieder wie ein frisch geschmiertes NSU Quickly (Tante Google kann das erklären)... 


Beim Lenzer gibt es Wasser und Brot - und auch andere Leckereien...
Beim Lenzer gibt es Wasser und Brot - und auch andere Leckereien...
In diesen Ballon wollen noch 2 einsteigen...
In diesen Ballon wollen noch 2 einsteigen...

Hier sind die 2...
Hier sind die 2...
Wo sind nur die ganzen Touristen hin (Mittagspause?)
Wo sind nur die ganzen Touristen hin (Mittagspause?)
Nun ist es für heute genug - Ski in den Schnee, Nudeln in den Topf, Tisch gedeckt und den Bauch gefüllt...
Nun ist es für heute genug - Ski in den Schnee, Nudeln in den Topf, Tisch gedeckt und den Bauch gefüllt...