Unser England Urlaub Teil 2

Nun habe ich auch den 2. Teil der Diashow fertig. Wenn du wissen willst, wie unser England Aufenthalt war, dann klick unten aufs Video.

Die letzte Radtour für dieses Jahr

Der Weg in RIchtung Albtrauf
Der Weg in RIchtung Albtrauf
Der Kirchturm von Machtolsheim...
Der Kirchturm von Machtolsheim...

Die Sonne strahlt und der Himmel zeigt sich in seinem schönsten Blau. Jedoch es ist ein trügerischer Schein... Draußen ist es schweinekalt, aber wenigstens fast windstill. Also steig ich rein in die warmen Winterklamotten, die Mütze unter den Helm, die Handschuhe übergestreift und rein in die Pedale. Es ist ja vermutlich die letzte kleine Radtour für dieses Jahr...

Unser England Urlaub Teil 1

Wenn du mehr über unseren England Urlaub erfahren möchtest, dann klicke doch mal aufs Video unten.


Das Wetter ist ja gar nicht so schlecht - also auf den Sattel

Ja, ja ich weiß - mein Bike ist dreckig wie Sau - ich sollte ihm mal wieder eine Dusche gönnen. Aber heute ist es einfach zu schön, um das Rad auf die Terrasse zu schieben. Nein, ich denke, wenn ich es jetzt putze und anschließend noch eine Runde drehe, dann ich es äh wieder dreckig...

Also verschiebe ich das Putzen, werfe mich in die Radklamotten-Winter und drehe eine wunderschöne Runde über die Alb. Vorher jedoch muss ich noch etwas Luft in den Vorderreifen pumpen... Käse, wo ist denn meine Standpumpe? Sie gibt keine Antwort. Also die "normale" Pumpe holen - geht ja auch...

 

In der Weite der Wasserspeicher von Machtolsheim...
In der Weite der Wasserspeicher von Machtolsheim...

Der Wasserspeicher von unten nach oben - in Machtolsheim
Der Wasserspeicher von unten nach oben - in Machtolsheim

Meine Handschuhe und meine Überschuhe fühlen sich gut an - einfach warm - und das ist gut so. Ich versuche zwar auf kleinen geteerten Wegen zu bleiben, was mir nicht immer gelingt. Und wenn ich mich dann auf ungeteerten Wegen bewege, spritzt es mir der Schmodder bis ins Gesicht.

 

Das fühlt sich nun nicht gerade prickelnd an. Im Schatten ist es einfach noch verdammt nass und schlammig. Also wieder zurück auf das Geteerte.


Ich will mal hoffen, dass morgen noch einmal die Sonne lacht. Es kommt ja nicht gerade alle Tage vor, dann ich mich so um die Weihnachtszeit so richtig wohl auf meinem Bike fühle.


Letzte Rettung - der Ulmer Weihnachtsmarkt

Das Ulmer Münster kurz vor´m Sonnenuntergang
Das Ulmer Münster kurz vor´m Sonnenuntergang

Ich erstehe eine wirklich super Rostbratwurst - so richtig viel zu lange gebraten - mit dicker Hornhaut... sehr lecker... auch der Glühwein...

Die Suche nach Geschenken ist - wie jedes Jahr - eine Herausforderung. In Ulm wird sich ja was finden lassen. Aber allein die Parkplatzsuche geht mir schon an die feinen Nervenstränge. Ulm ist eine Dauerbaustelle und es ist schlauer, in 15 Minuten Gehzeit zu investieren, als 30 Minuten durch die Stadt zu kurven - ohne Aussicht auf einen Parkplatz.

 

Das Suchen nach irgendwelchen käuflichen Objekte gestaltet sich weitaus aufwändiger als der Kauf einer Hose oder eines Hemdes. Aber die Aussicht auf einen Bummel über den Weihnachtsmarkt hält mich bei Laune.

Ich glaub, jetzt fahr ich noch ne RUnde mit dem Kinderkarussell...
Ich glaub, jetzt fahr ich noch ne RUnde mit dem Kinderkarussell...


Wieder zurück... nach der Verschnauf-Pause

Den letzten Monat habe ich mal ne Pause von der Tastatur gemacht - sehr erholsam... Es gab ja auch sonst genügend zu tun. Darüber werde ich auch noch ein wenig plaudern. Heute ist das Wetter endlich mal wieder sonnig - zwar kalt - ich denke, dass mehr als 2 Grad nicht drin sind. Dazu kommt Wind, von dem ich jedoch im Wohnzimmer nicht viel merke. Also nix wie aufs Rad und in die Pedale treten...

Die Loipenschilder stehen schon... nun fehlt nur noch der Schnee...
Die Loipenschilder stehen schon... nun fehlt nur noch der Schnee...
Nicht mehr weit bis Merklingen...
Nicht mehr weit bis Merklingen...

Hoppla, auf der Ebene sind die Temperaturen ja noch ganz erträglich. Sobald es jedoch bergab geht und sich die Geschwindigkeit den 40 km/h nähert, dann wird es doch schon fast unangenehm. Durch den Windchill-Effekt sinkt die gefühlte Temperatur auf minus 5 Grad. Ich drücke die Bremsen... und schon wird es wieder etwas angenehmer.


Nun zu einigen Begebenheiten der letzten Zeit:

Vor einigen Tagen war ich mal wieder im Tannheimer Tal, um nach meinem Wohnwagen zu schauen. Ich befüllte meinen fest installieren Frischwassertank. Als ich dann schlussendlich den Wasserhahn aufdrehte, hörte ich zwar die Wasserpumpe, jedoch kam kein Wasser aus dem Hahn. Also schnell den Frischwassertank freigelegt und die Tauchpumpe getestet. Das Problem war unschwer zu erkennen: Das gepumpte Wasser wurde nicht mehr in die Wasserleitung geleitet sondern spritzte einfach oben aus dem Pumpengehäuse.

Mein Problemteil... die Wasserpumpe
Mein Problemteil... die Wasserpumpe

Erst mal die Löcher mit einem Dichtmittel stopfen, das wird schon helfen, dachte ich. Dieser Versuch war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Ein erneuter Test brachte keine Änderung: Die Pumpe lief zwar, jedoch kam kein Tropfen Wasser aus dem Wasserhahn.

 

Da muss eine neue Pumpe her... also rein ins Auto und auf zum Camping-Zubehörhändler meines Vertrauens. Und siehe da, er hatte sogar genau den Typ Pumpe, den ich haben wollte. Gleichzeitig erstand ich noch ein Rückschlagventil, ein Stück Schlauch und einige 


Rohrschellen (eingeschweißt in Plastik). Bevor ich nun den ganzen Kram bezahlte, fragte ich den Verkäufer meines Vertrauens, ob denn das Rückschlagventil auch an die Pumpe passe. Er nahm das Rückschlagventil mit den Worten: "In der Pumpe ist bereits ein Rückschlagventil verbaut" und legte es beiseite. Meine weitere Frage, ob denn die Rohrschellen auch das Stück Schlauch passe, hört ich ein fachmännisches: "Klar, basst scho...".

Mit stolz geschwollener Brust fuhr ich wieder zurück zum Wohnwagen. Ich baute die Pumpe und das Stück neu erworbene Wasserleitung ein... und was musste ich feststellen? Die neue Pumpe hatte kein Rückschlagventil und die Schlauchschellen passten auch nicht...

In der Zwischenzeit war es dunkel... und meine Lust für weitere Reparaturen sah dem Nullpunkt entgegen. Dieser Demotivationsphase wollte ich nun mit Gewalt auch nichts mehr entgegen setzen und verabschiedete mich in die verdiente Feierabendstellung.

 

Am nächsten Morgen - nach einem ausladenden Frühstück machte ich mich wieder auf den Weg zu meinem Campinghändler. Ich suchte wiederum das Rückschlagventil und größere Rohrschellen. An der Kasse sah ich dann wieder in das - durchaus erstaunte - Gesicht meines gestrigen Beraters. Er erinnerte sich an mich... "Oh doch koi Rückschlagventil in dr Wasserpump", was ich bejahen konnte.  


"Oh und d`Rohrschella passad au it"... auch dies konnte ich wahrheitsgemäß bejahen, was er wiederum mit einem unverständlichen Entschuldigungsgemurmel quittierte. Wieder zurück im Wohnwagen installierte ich das Zeug, nicht ohne einen ausgiebigen Funktionstest der Pumpe durchzuführen, der wie folgt ablief:

Ich füllte ein Weizenbierglas mit Wasser, setzte die Pumpe in das Glas und stellte beides auf den Frischwasserbehälter. Nun ging ich zum Wasserhahn und öffnete diesen. Sogleich setzte sich die Pumpe derart heftig in Bewegung, dass sich das Weizenglas seinerseits in Rotation versetzte, sich selbständig machte und zu Boden stürzte. Natürlich konnte sich das Wasser da auch nicht mehr im Glase halten... die Pumpe auch nicht... Also schloss ich erstmal wieder den Wasserhahn und stieg in die Rolle einer Putzfrau. 

Wenig später war es dann soweit: Wasser kam aus dem Wasserhahn - und es war so, als wäre nichts gewesen.


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Mal wieder in Aschaffenburg

Als ich in Aschaffenburg auf dem Wohnmobilstellplatz in Aschaffenburg ankomme, steht das Wasser in großen Pfützen. Es muss wohl die letzten Stunden ganz ergiebig geregnet haben. Ich mache mich über meine Linsen und Spätzle her und begebe mich in die Waagrechte. 

In Seligenstadt wartet die Fähre auf Kundschaft...
In Seligenstadt wartet die Fähre auf Kundschaft...

In der Nacht wache ich nicht oft auf... aber wenn, dann höre ich die Regentropfen wie sie monotom an mein Dachfenster klopfen. 

 

Morgens gibt es lecker Kaffee, dann steht ein kleiner Stadtrundgang an. Mein Magen verlangt noch nach einem Leberkäswecken, den ich mir in einer Metzgerei erstehe. Auf dem Weg zum Bus treffe ich einen alten Arbeiskollegen. Von dem erfahre ich, dass der doch sehr unbeliebte Geschäftsführer meines früheren Arbeitgebers gefeuert wurde. Das tut mir doch in der Seele gut.


Ich gehe wieder zu meinem Wohnmobil und schlüpfe in meine Radklamotten. Laut Wetterbericht sollte ja die Sonne vom Himmel lachen - leider ist es noch kein Stück blauer Himmel auszumachen... was solls...

 

Da auf dem Wohnmobilstellplatz noch immer die Wasserpfützen stehen, will ich für heute die Waldwege meiden. Die sind mir heute einfach zu nass und zu dreckig. Ich nehme also den schön geteerten Radweg über Seligenstadt in Richtung Offenbach.

Seligenstadt - heute menschenleer...
Seligenstadt - heute menschenleer...

Hier gönne ich mir einen Riegel - dann wende ich...
Hier gönne ich mir einen Riegel - dann wende ich...
Ein Blick über den Main...
Ein Blick über den Main...

Der Herbst überzieht mit seinen Farben die Natur...
Der Herbst überzieht mit seinen Farben die Natur...
Auf dem Rückweg werfen die Bäume schon lange Schatten...
Auf dem Rückweg werfen die Bäume schon lange Schatten...

Sieht man selten - ein nagelneues Schiff...
Sieht man selten - ein nagelneues Schiff...
Mein früherer Arbeitgeber - "UTA" wurde geändert in "edenred"
Mein früherer Arbeitgeber - "UTA" wurde geändert in "edenred"
Geich habe ich fertig - ein Blick zurück auf Schloss Johannisburg
Geich habe ich fertig - ein Blick zurück auf Schloss Johannisburg


Ein Stück Egerradweg... leider wieder mit reichlich Regen

Der Radweg an der Eger ist frisch geteert und echt eine helle Wonne...
Der Radweg an der Eger ist frisch geteert und echt eine helle Wonne...

Die Massage heute morgen war wieder einmal mehr sehr entspannend. Also beschließe ich, eine kleine Radtour entlang der Eger zu machen. Bewusst verzichte ich auf den Blick ins Regenradar - der macht dich nur unsicher und am Ende trifft die Vorhersage ja doch nicht ein.

 

Gerne würde ich ja hier Bilder einstellen mit blauem Himmel - leider habe ich seit Tagen keinen mehr gesehen. In der Zwischenzeit gebe ich mich ja schon mit den trockenen Abschnitten zufrieden.


Und so packe ich mich warm ein - zumindest für Anfang Oktober - Radüberschuhe sind Pflicht. Auch kommt meine Langlaufmütze, die meinen Kopf in den kalten Monaten wärmt, zum Einsatz. Die passt super unter den Helm. Heute nehme ich 2 Unterhemden, das kann auch nicht schaden. 

 

Den Schlüssel für die überdachte Radbox nicht vergessen. Handy und GPS Gerätchen sind sind auch mit dabei. Den Blick zum Himmel spare ich mir - ich will einfach nicht wissen, wie das Wetter über mir aussieht. 

Ab und zu wird die Eder überquert...
Ab und zu wird die Eder überquert...

Es gibt jede Menge Pferde... und immer viel Platz...
Es gibt jede Menge Pferde... und immer viel Platz...
Meinem GPS-Gerätchen habe ich mal sicherheitshalber ein Verhüterli übergezogen...
Meinem GPS-Gerätchen habe ich mal sicherheitshalber ein Verhüterli übergezogen...

Idyllisch - auch bei Sauwetter...
Idyllisch - auch bei Sauwetter...
Es geht ja auch mal mit wenig Teer - eine prima Lösung...
Es geht ja auch mal mit wenig Teer - eine prima Lösung...

Und nun war der große Regen angesagt... Bin vollkommen durchnässt. Möchte noch ein Bild machen, jedoch ist mein Handy in meiner Regenjacke abgesoffen und versagt mir jeglichen Dienst. Mit meinen Handschuhen versuche ich es trocken zu wischen. Die sind jedoch so nass, dass ich das Trockenwischen aufgebe... 

Im Hotel angekommen lässt der Regen langsam nach...  


Windige Rundfahrt um Franzensbach mit Abstecher an die Eger...

Kleine Teiche gibt es zuhauf in dieser Gegend...
Kleine Teiche gibt es zuhauf in dieser Gegend...

Ich habe das nochmals nachgeschaut... wie das ist mit den Regentagen im September in Frantiskovy Lazny. Es sind durchschnittlich 10 Regentage - ich vermute, dass ich den Urlaub genau in diese 10 Tage gelegt habe.

 

Aber was soll´s - das vergangene Wochenende war gratis (gewonnener Gutschein) und das nächste Wochenende ist ebenfalls gratis (gewonnener Gutschein). Die 4 Tage zwischen den beiden Wochenenden sind ein Schnäppchen (4 Tage zum 3 Tagespreis). Und bei den Konditionen will ich mal nicht meckern.


Ein Blick auf das Regenradar - nach der Massage, die zum Kurprogramm gehört - sagt mir, dass ab 11:30 Uhr Petrus erst wieder seine Gießkanne füllen muss und so eine Pause entsteht, die ich für eine kleine Radtour nutzen will. In der Nähe ist der See Amerika, ein Naherholungsgebiet mit einem kleinen Zoo, Campingplätzen,  Quellen und vielen Wanderwegen. Nicht zu vergessen die vielen Brutplätze für Wasservögel und die Fischzucht. 

Blick auf der Hotel Pawlik (kann man mit ruhigen Gewissen empfehlen)...
Blick auf der Hotel Pawlik (kann man mit ruhigen Gewissen empfehlen)...
Bevor wieder der Regen kommt... schnell noch an die Eger...
Bevor wieder der Regen kommt... schnell noch an die Eger...

Die Eger - und an der will ich ja (irgendwann) noch ein Stück entlang fahren - zieht sich 316 km durch Deutschland und Tschechien. Sie entspringt im Fichtelgebirge bei Weißenbach und fließt bei Libochovice in die Elbe.

 

Nach einem Sprung ins Aquaforum und einem Drink in der obigen Hotelbar beende ich den heutigen Tag....
Nach einem Sprung ins Aquaforum und einem Drink in der obigen Hotelbar beende ich den heutigen Tag....


Fichtelgebirge, Luisenbrunnen, Felsenlabyrinth

Das Wetter ändert immer noch ganz geschmeidig sein Gesicht. Also ist heute erst mal die Gegend um die Luisenburg angesagt - nein, nicht mit dem Rad - die Wanderschuhe wollen ja auch mal wieder bewegt werden. 

Das Felsenlabyrinth bei Wunsiedel ist ein Felsenmeer aus Granitblöcken von mehreren Metern und Teil des Naturschutzgebietes "Großes Labyrinth". Lange Zeit wurde angenommen, dass mächtige Naturereignisse wie Erdbeben und Überflutungen für die Entstehung verantwortlich wären. Heute weiß man, dass schlussendlich lang andauernde Vorgänge wie Erosion und Verwitterung das Felsenlabyrinth gebildet haben.

Der untere Teil ist noch flach und einfach...
Der untere Teil ist noch flach und einfach...

Die gerundeten Formen der einzelnen Granitblöcke entstanden durch Wollsackverwitterung im feuchtwarmen Klima des Tertiärs. Im Laufe der Zeit wurden sie durch Erosion gebildet. Da sie in ihrer Lage instabil waren begannen sie sich zu verlagern und daraus ergaben sich die wildromantischen Wege durch enge Spalten und steile Treppen, die im Laufe der Jahre geschaffen wurden, um den Touristen diese einmalige Attraktion erwanderbar zu machen. Einige Eindrücke...


Frantiskovy Lazny - wenn nur das Wetter besser wäre...

Die Vorhersage auf den nächsten Tage ändert sich permanent. Das Wetter ist wie im April. Ich stehe auf, schaue aus dem Fenster und sehe - zumindest teilweise - den blauen Himmel. Nach dem Frühstück, und das dauert jetzt nicht Stunden, ziehen dunkle Wolken genau da vorbei, wo noch vor dem Frühstück das dunkle Blau zu mir herunter lachte. 

Ja und dann der Regen - er kommt immer - man weiß nur nicht, wann genau. Aber er kommt - immer heftig prasselnd - und er verschwindet so wie er kam. Hört einfach auf, ohne ne Nachricht zu hinterlassen, wann er die nächste Schüttung für uns parat hat...

Das imposante Kaiserbad in Franzensbad...
Das imposante Kaiserbad in Franzensbad...

Der kleine Park vor dem Hotel...
Der kleine Park vor dem Hotel...
Cheb ist grösser, Franzensbad liegt darüber...
Cheb ist grösser, Franzensbad liegt darüber...
Einer der wenigen, die sich durch den Regen nicht stören lassen...
Einer der wenigen, die sich durch den Regen nicht stören lassen...

Den wollte ich kaufen - aber bei dem Wetter...
Den wollte ich kaufen - aber bei dem Wetter...

Ok, die geplante Radtour ist erst mal gestrichen. Dafür ist ein kleiner Rundgang durch das durchaus sehr hübsche Franzensbad angesagt.

 

Da gibt es doch einen schönen Wanderweg zur Natalie-Quelle...

Eine schöne Gedenkstätte am Wegesrand...
Eine schöne Gedenkstätte am Wegesrand...

Zamecek, Burg und Cafe... jedoch noch nicht geöffnet...
Zamecek, Burg und Cafe... jedoch noch nicht geöffnet...
Hier konnte ich von einer netten Dame 2 Gutscheine für Kaffee und Kuchen  erschwatzen...
Hier konnte ich von einer netten Dame 2 Gutscheine für Kaffee und Kuchen erschwatzen...
Was das ist? Frag einfach mal die Tante Google...
Was das ist? Frag einfach mal die Tante Google...

Nun suche ich mal wieder ein Dach über dem Kopf, lange bleibt´s bestimmt nicht mehr trocken...
Nun suche ich mal wieder ein Dach über dem Kopf, lange bleibt´s bestimmt nicht mehr trocken...

Das erste Lokal - eine große Tafel auf der Straße machte mir eine Ente schmackhaft - war hoffnungslos überfüllt. Normalerweise ja ein Zeichen, dass das zubereitete Essen auch wirklich genießbar ist. Also wieder raus aus dem Lokal.

 

Schon klopften die ersten Regentropfen auf meinen Kopf. Schnell ins nächste bedachte Cafe. Ich sehe Spaghetti auf der Tafel - und bestelle sie auch noch. Leider eine glatte Fehlinvestition... ok, andere Länder, andere Sitten und Kochgewohnheiten. Im Krieg gegen die Italiener hätte man diese (Italiener) mit diesen lummeligen und geschmacklosen Nudeln in einen nicht befristeten Hungerstreik getrieben. 

 

Übrigens ist der Nackedei rechts der kleine Franzl. Jede Frau - so die Legende - die den kleinen Fischfranzl berührt, sieht in naher (oder auch ferner) Zukunft Mutterfreuden entgegen. Ich möchte dir überlassen, zu erkennen, welche Körperstelle wohl die ist, die berührt werden sollte, um bald schwanger zu werden...

Franzl gilt als das mächtigste aller Wundermittel, die das Kurstädtchen gegen weibliche Sterilität zu bieten hat.

 

Ja - beim Franzl  glänzen nicht nur die zehn Zehen...
Ja - beim Franzl glänzen nicht nur die zehn Zehen...


Schnell ne Runde biken, bevor es wieder regnet...

Wie jetzt - gerade strahlte doch noch die Sonne...
Wie jetzt - gerade strahlte doch noch die Sonne...

Der Wetterbericht zeigt sich momentan ja auch nicht von seiner besten Seite. Auf den Nachmittag sind bereits die ersten Regentropfen angesagt - ich warte noch, bis das Thermometer 14 Grad anzeigt. Schnell noch Überschuhe in den Rucksack geschoben, die Regenjacke ebenso und dann nix wie weg. 

 

Plan habe ich nicht - am ersten Abzweig will ich links, aber da kommt mir gerade ein LKW (nicht der mit Leberkäse) entgegen... dann also geradeaus. Erst später wird mir bewusst, dass ich ins schlechte Wetter fahre...


Ein Blick auf Wiesensteig (auf der Fahrt nach Westerheim eine willkommene Pause)...
Ein Blick auf Wiesensteig (auf der Fahrt nach Westerheim eine willkommene Pause)...
Ich war stets bemüht... aber es kam heute kein einziges "Hallo" zurück. Vielleicht liegt´s ja am Wetter...
Ich war stets bemüht... aber es kam heute kein einziges "Hallo" zurück. Vielleicht liegt´s ja am Wetter...

Die heutige Albrunde...
Die heutige Albrunde...


So ist´s recht - Blauer Himmel und angenehme Temperaturen

Nachts lag die Temperatur bei 2 Grad - das ist nicht gerade besonders warm. Aber nun zeigt mein  Thermometer bereits wieder 13 Grad und es ist gerade mal 9 Uhr. Das Frühstück macht sich in meinem Bauch breit - und ich hoffe, dass die gerade gewonnene Energie sofort in meiner Oberschenkelmuskulatur zur Verfügung steht. 

Trotz der guten Vorhersagen streife ich mir meine Arm- und Beinlinge über. Ich will ja erst mal runter ins Lechtal und auf der Abfahrt ist es sicherlich noch ziemlich frisch. Auch ein wärmendes Tüchlein zwischen Hirnschale und Helmhartschale kann nicht falsch sein... los gehts.

Direkt am Lech gibt´s nen schönen Bikeweg... Blick auf die Gaichtspitze...
Direkt am Lech gibt´s nen schönen Bikeweg... Blick auf die Gaichtspitze...

Der Säuling in Hintergrund (ls)
Der Säuling in Hintergrund (ls)

Heute verzichte ich mal auf die knackige Abfahrt auf der alten Gaichtpaß-Straße, die im Jahre 1550 erbaut wurde, um Salz und Wein Zwischen dem Allgäu und Tirol zu transportieren. Flott und ohne eine Pedalumdrehung lasse ich mich die gut ausgebaute Teerstraße hinunter rollen. 

 

In Weissenbach fahre ich über den Lech und nehme dann einen holprigen Karrenweg entlang des Lechs. Gut durchgeschüttelt kann ich mir das einzigartige Panorama zu Gemüte führen.


Über Reutte und Pflach geht es in Richtung Vils...
Über Reutte und Pflach geht es in Richtung Vils...
Bei Vils überquere ich die Vils...
Bei Vils überquere ich die Vils...

Kurz vor Reutte mache ich noch einen kleinen Abstecher in die Tränkesiedlung. Dort habe ich doch einige Jahre meiner Kindheit verbracht und ich erinnere mich gerne zurück. Allerdings ist die damalige Siedlung kaum wieder zu erkennen. Alle freien Wiesen und Felder zwischen der Tränkesiedlung und Reutte und am Lech entlang wurden zugebaut. 

Blick auf die Burgruine Vilseck...
Blick auf die Burgruine Vilseck...
Die Kalbelealm liegt hinter mir...
Die Kalbelealm liegt hinter mir...

Von Reutte geht es nach Pflach, dann über den Kniepass, der mich - vorbei am Judenbichl - nach Oberpinswang bringt. Dort geht es über den Lech bis zum Ortseingang von Musau. In Richtung Vils radle ich am Hundsarschbach entlang, dessen Wasser im Lech verschwindet. Von Vils bis Pfronten begleitet mich ein schöner Schotterweg. 

 

Eigentlich wollte ich über das Achtal ins Tannheimer Tal fahren. Da ich jedoch gut im Zeitplan liege, nehme ich den Abzweig ins Vilstal... über die Vilstalsäge und den Kalbelehof gelange ich wieder nach Schattwald. Schon bald ergießt sich die Dusche auf dem Campingplatz über meinen erhitzten Körper und bringt diesen wieder auf Normaltemperatur...

Der Campingplatz ist schon in Sicht - besser zu sehen... der Gimpel und die Rote Flüh...
Der Campingplatz ist schon in Sicht - besser zu sehen... der Gimpel und die Rote Flüh...


Almabtrieb in Tannheim (Fotostrecke)

Hier heißt es ja "Alpfahrt" - seltsam... normalerweise heißt es doch Almabtrieb oder Viehscheid. Für die Touristen immer eine heiße Attraktion...


Flachetappe entlang der Aisch - von Bad Windsheim nach Gerhardshofen und zurück...

Frühstück im Freien - das ist doch mal wieder Labsal für meine alte Seele. Der "Wohnmobilhafen" von Bad Winsheim ist riesig - und so ist viel Platz, um sich auszubreiten.

 

Da durch Bad Winsheim ein kleines Flüsschen fließt, die Aisch, beschließen wir, genau diesem entlang zu radeln. Wobei "fließen" nicht der richtige Ausdruck ist. Die Aisch scheint sich nicht von der Stelle zu bewegen. Wer sich nun die Aisch als klaren Gebirgsbach vorstellt, der befindet sich auf dem Holzweg... ich denke, dass "Brühe" dem sehr nahe kommt, was sich da in 

Das Rathaus von Neustadt an der Aisch (der Porsche ist für ein Brautpaar, das sich gerade das Ja-Wort gegeben hat)...
Das Rathaus von Neustadt an der Aisch (der Porsche ist für ein Brautpaar, das sich gerade das Ja-Wort gegeben hat)...

Richtung Regnitz schlängelt. Immerhin beansprucht sie 83 km für ihre Windungen, bis sie mit der Regnitz verschmilzt. Diese ergießt sich in den Main, der in den Rhein... 

Einer der über Zweitausend Weiher - viele davon sind mit Karpfen gefüllt - die am Radweg liegen...
Einer der über Zweitausend Weiher - viele davon sind mit Karpfen gefüllt - die am Radweg liegen...

Das Land der Aisch ist nicht nur mit Karpfen gesegnet, auch Störche fühlen sich hier sauwohl. Fast in jeder Gemeinde brütet ein Paar - also ein Storchenpaar. 

 

Das liegt ja auch daran, dass die Störche häufig nicht mehr nach Afrika fliegen, um dem Winter zu entgehen. Das Klima in Spanien reicht in den letzten Jahren durchaus, um den Störchen einen angenehmen Winterurlaub zu bieten. Und so profitieren wir (und auch die Störche) von der Klimaerwärmung...

 

Vor ca. 2.500 Jahren wurden die Gebiete der Aisch bereits von den Kelten besiedelt. 


Eine Bank von einer Bank gestiftet...
Eine Bank von einer Bank gestiftet...
Bei verloren gegangenen Kalorien hilft ein Fränkisches Vesper...
Bei verloren gegangenen Kalorien hilft ein Fränkisches Vesper...

Die heutige Tour...
Die heutige Tour...

Mal wieder den Thaneller umkreisen...

Andenken bei der alten Ga(i)chtpass-Straße
Andenken bei der alten Ga(i)chtpass-Straße
Warst du schon mal auf dem Gimpelhaus (Bildmitte oben=)?
Warst du schon mal auf dem Gimpelhaus (Bildmitte oben=)?

Ich war nun  schon länger nicht mehr im Tannheimer Tal. Eigentlich wartet das Gras auf meinem Wohnwagenstellplatz - es will gekürzt werden. Aber an diesem sonnigen Tag muss ich jedoch die Prioritären ändern.

Der Riedener See ist immer wieder Labsal für das Auge...
Der Riedener See ist immer wieder Labsal für das Auge...

Also schiebe ich mein frisch geputztes Bike aus dem Vorzelt, drücke meine grasgrüne Radflasche - mit leckerem Sirup gefüllt - in die Halterung und klicke meine Schuhe in die Pedale ein.


Die Fahrt geht den alten Gaichtpass runter - leider wurde der steile Karrenweg nach dem letzten Felssturz verbreitert und geglättet, so dass auch mutige nichtösterreichische Flachlandbiker mit Akkupack und Flüstermotorantrieb die Abfahrt mit einem Angstpuls von 195 bewältigen können. Meist sind es Männer - die Frauen - vernünftigerweise - schieben ihr Rädchen tapfer bis ins Lechtal.

Der Heiterwanger See...
Der Heiterwanger See...
Blick auf den Thaneller... leider in Wolken...
Blick auf den Thaneller... leider in Wolken...

Langsam geht es wieder nach oben - das Berwangertal,,,
Langsam geht es wieder nach oben - das Berwangertal,,,
Nun rechts halten... in Richtung Rotlechstausee...
Nun rechts halten... in Richtung Rotlechstausee...

Der Rotlechstausee ist voll - im Gegensatz zu 2018
Der Rotlechstausee ist voll - im Gegensatz zu 2018

Der Weg durch den Klausenwald ist kühl - und das ist gut so - denn es geht nach oben. Am Heiterwanger See hat der Wind zugelegt. Eigentlich wollte ich am Kiosk "Wienerle" vernichten - aber aufgrund der Temperatur beschloss ich, den Wind während der Fahrt zu genießen. 

In Berwang - nach dem Aufstieg - griff ich dann doch zum geliebten wärmenden Kittel. Überwiegend ist ja nun kraftloses Rollen ohne Pedalumdrehungen angesagt.


Ok - die Auffahrt ins Tannheimer Tal kostet mich schon noch einige Schweißtropfen. Aber dann war ich wieder voll im Saft... Auf dem Campingplatz schnell geduscht - ein Bier und auf den Liegestuhl (windgeschützt).


U_Tag_23: Von Wageningen nach Emmerich

Der heutige Zielort ist Emmerich, die erste größere Stadt nach der Grenze auf deutscher Seite. Gleich nach dem Frühstück haben wir schon unser Zimmer gebucht - direkt an der Rheinpromenade. 

Vor 4 Jahren waren wir schon einmal in Emmerich, nach unserer Flandernrundfahrt. Morgen werden wir dann mit dem Zug bis nach Düsseldorf fahren und dann mit dem IC bis nach Stuttgart. Ein Bummelzug wird uns dann bis nach Amstetten bringen. Die restlichen 9 km treten wir dann noch in die Pedale.

Rast im Park Hartensteyn in Oosterbeek
Rast im Park Hartensteyn in Oosterbeek

Im Park Hartensteyn kann das Airborne Museum besichtigt werden. Oosterbeek ist bekannt durch seine Beteiligung bei der Schlacht um Arnheim, das nur einige Kilometer entfernt liegt. Die Schlacht war Mitte bis Ende September 1944. 

Innerhalb von nur 5 Tagen wurden über 39.000 Soldaten der Alliierten abgesetzt und war und ist somit das größte Luftlandeunternehmen, das jemals durchgeführt wurde. Jedoch wurde schlussendlich die Einnahme der Brücke von Arnheim von den Deutschen erfolgreich vereitelt.


Heute führt durch Arnheim eine große moderne Brücke. Neben der Fahrbahn für Autos gibt einen Radweg, dessen Breite das Vorstellungsvermögen eines deutschen Radler sprengt.

Der Bahnhof von Arnheim...
Der Bahnhof von Arnheim...
Ein Blick auf Arnheims Hochhäuser...
Ein Blick auf Arnheims Hochhäuser...


Huissen, ein kleines Städtchen bei Arnheim...
Huissen, ein kleines Städtchen bei Arnheim...
Vorne links gibts Mittagessen...
Vorne links gibts Mittagessen...
Hübsches Häuschen mit Vorgarten...
Hübsches Häuschen mit Vorgarten...

Zur Abwechslung eine Fahrt mit einer Gierfähre...
Zur Abwechslung eine Fahrt mit einer Gierfähre...
Die Anlegestelle...
Die Anlegestelle...
Das Ziel, die Uferpromenate in Emmerich ist erreicht...
Das Ziel, die Uferpromenate in Emmerich ist erreicht...

Ca. 7 km vor Emmerich ist die Grenze - dies zu erkennen ist überhaupt kein Problem. Waren in den Niederlande die Radwege noch schön glatt, ist der Radweg auf der deutschen Seite gepflastert - allerdings liegen nun sicher schon Jahrzehnte dazwischen. Die Geschwindigkeit muss ich reduzieren, damit das Geschaukel nicht zu hart wird. Naja - für Radler ist Deutschland wirklich kein Paradies - wenn man an die vielen Radwege in den Niederlande denkt. 

Eines der vielen Lokale am Rhein...
Eines der vielen Lokale am Rhein...
Blick von der Uferpromenade...
Blick von der Uferpromenade...

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U_Tag_22: Von Gorinchem nach Wageningen

Nach einem leckeren Frühstück mit frischen Früchten und 2 netten Frauen, die uns und die anderen Gäste umsorgten, geht es weiter. Das Ziel ist heute Wageningen, ein historisches Städtchen mit ca. 37.000 Einwohnern. Davon jede Menge Studenten aus über 150 Ländern. Bereits im Jahre 828 wurde das Land hier besiedelt.

Nach dem Frühstück geht es aufs Rad...
Nach dem Frühstück geht es aufs Rad...
Über Brücken - aber gegen den Wind...
Über Brücken - aber gegen den Wind...
Der Niederrhein ist häufig im Blickfeld...
Der Niederrhein ist häufig im Blickfeld...
Hunger - soll ich meinen knitterfreien Hut essen?
Hunger - soll ich meinen knitterfreien Hut essen?
Abschliessbare Mietboxen für Räder - gute Idee...
Abschliessbare Mietboxen für Räder - gute Idee...

In Buren gibt es die notwendigen Kalorien in einem Pannekoekenbakker. Ich bestelle Pfannkuchen mit Gemüse und Bolognese, was sich allerdings als A-Karte entpuppt. Die Bolognese ist eine Pampe aus Mehl, Kartoffelbrei und etwas Fleisch, das von den Rotorblättern eines Hubschraubers gekratzt wurde - zumindest schmeckte es so.

Buren, ein nettes Städtchen...
Buren, ein nettes Städtchen...
Hier gibts Pfannkuchen...
Hier gibts Pfannkuchen...
Eine der vielen Schleusen...
Eine der vielen Schleusen...

Bei einer Fähre fragt ein Holländer - als wir eine Karte mit den Radwegen betrachten - wohin denn die Reise geht. Er rät uns dann von der Fähre ab- wir sollen den Radweg auf der Seite, auf der wir uns befinden einfach weiter fahren. Er sei sehr schön und zudem auch noch kürzer. Und diesen Rat befolgten wir auch.

In der Tat, das war ein guter Vorschlag. Wir hatten die ganze Zeit den Niederrhein im Blick. Ca. 5 km vor Wageningen überquerten wir dann den Fluss mit einer kleinen Fähre. Sie musste immer abwarten bis kein Frachtschiff mehr in der Nähe war - die Wellen hätten wohl zu große Probleme bereitet. Die Anlegestelle war naturbelassener Boden. Direkt an der Anlegestelle gab es auch ein nettes Lokal, das zum Verbleib einlud.

Ich fragte, ob es denn auch ein Eis gäbe. Die Bedienung verneinte und brachte mir die Speisekarte und verwies mich auf "Desserts". Da war aber nur Mousse au Chocolat aufgeführt. Ich versuche es bei der Bedienung noch einmal mit Icecream... Na, was soll ich sagen... Nach einiger Zeit kam sie mit 2 Kugeln Vanille und einem Schlag Mousse au Chocolat, garniert mit Erdbeeren und Heidelbeeren und einem leckeren Schokoblättchen. Die große Terrasse war brechend voll und ich habe sie sicherlich etwas genervt mit meinem Eis - aber sie war immer sehr freundlich und bemüht, mein nicht vorhandenes Niederländisch richtig zu interpretieren. Deshalb viel auch das Trinkgeld etwas üppiger aus...

Blick auf Rhenen
Blick auf Rhenen
Diese Fähre nimmt uns mit nach Rhenen...
Diese Fähre nimmt uns mit nach Rhenen...

Das Rathaus von Wageningen
Das Rathaus von Wageningen
Unsere Unterkunft in Wageningen
Unsere Unterkunft in Wageningen

Wageningen war der Ort der Kapitulation der deutschen Truppen in den Niederlanden Anfang Mai 1945. Im Hotel Wereld wurden die Übergabebedingungen ausgehandelt.

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U_Tag_21: Von Hoek van Holland nach Gorinchem

Die Nacht auf dem Schiff war ruhig - nur ein leises Motorengeräusch ist zu hören. Die Kabine ist sauber und sehr gepflegt und ein Blick aus dem großen Bullauge verspricht einen schönen (wenn auch kühlen Tag). 

Gerade hat die Fähre in Harwich abgelegt...
Gerade hat die Fähre in Harwich abgelegt...
Ein Blick durchs Bullauge...
Ein Blick durchs Bullauge...

Der Radweg beginnt bereits 500 m nach der Anlegestelle in Hoek van Holland. Es ist flach und windig. Jedoch kommt der Wind aus West, so dass er meist schiebt - und das ist ja beim Radeln nicht gerade unerwünscht. Ehe ich mich versehe tauchen immer grössere Bauten vor mir auf. Rotterdam ist ja mit seinen knapp 650.000 Einwohnern hinter Amsterdam die 2.größte Stadt der Niederlande und immerhin der grösste Hafen Europas.

Warten auf die Passkontrolle...
Warten auf die Passkontrolle...
Eine Windmühle inmitten der Stadt...
Eine Windmühle inmitten der Stadt...
Ein Blick zurück auf die Fähre...
Ein Blick zurück auf die Fähre...
Die Pfeiler der Erasmus-Brücke sind höher als die Hochhäuser...
Die Pfeiler der Erasmus-Brücke sind höher als die Hochhäuser...

Hoppla, warum fühlt sich denn mein Hinterrad so schwammig an? Ich bremse bis zum Stillstand und betrachte mein Hinterrad: So ein

Käse - da ist wohl die Luft raus. Gott sei Dank drückt mich zum

Rotterdam...
Rotterdam...
Endlich mal wieder Plattfuß... aber das kostet mich ein müdes Lächeln...
Endlich mal wieder Plattfuß... aber das kostet mich ein müdes Lächeln...

gleichen Zeitpunkt auch noch meine Blase. Also schnell den Mantel runter, den Schlauch raus (nein, den Fahradschlauch) und dann das Loch gesucht. Das finde ich sofort - es steckt noch ein 


Metallsplitter drin. Flickzeug raus, Papper drauf, Schlauch wieder auf seine Position gebracht und den Mantel auf die Felge gefummelt... Hinterrad wieder rein und schon geht es weiter - nein erst noch schnell zur Toilette (die Gott sei Dank in der Nähe zu finden ist.

Von Slikkerveer nach Kinderdjk muss eine Fähre in Anspruch genommen werden. Es gibt einfach zu viel Wasser hier... Ein freundlicher Niederländer schickt uns netterweise auf das richtige Schiff.

Hier sind wir richtig...
Hier sind wir richtig...
Das wäre die falsche Fähre gewesen...
Das wäre die falsche Fähre gewesen...
Wieder auf Land...
Wieder auf Land...
Manche haben Probleme das Radewegenetz zu interpretieren...
Manche haben Probleme das Radewegenetz zu interpretieren...

Bevor wir an unserem Tagesziel Gorinchem eintreffen, müssen wir noch eine Fähre bemühen. Diese kosten immer so 1 Euro bis 1,50 Euro, das ist zu verkraften. Das kleine Hotel ist leicht zu finden - später finde ich heraus, dass der Besitzer nicht nur ein kleines Hotel sonder 5 solcher Häuser besitzt. Er nimmt uns auch gleich sehr freundlich und zuvorkommend in Empfang und schleppt sogar die 2 schwersten Radtaschen in den 1. Stock. Das nenne ich mal "Service". Er zeigt uns unser Zimmer - es gibt auch ne Flasche Sekt, Kaffee, Tee und Wasser gratis im Zimmer. Für die Räder gibt es schräg gegenüber ein weiteres Haus - vermutlich hat der Betreiber die ganze Strasse gekauft...

Hoek van Holland nach Gorinchem
Hoek van Holland nach Gorinchem
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U_Tag_20: Cambridge und Harwich (Fähre nach Hoek van Holland)

Heute Abend geht es nach Harwich, von dort geht es dann mit der Fähre nach Hoek van Holland. Die Fähre wird laut Plan um 23 Uhr ablegen. Es bleibt also noch genügend Zeit, einen letzten Spaziergang durch Cambridge zu unternehmen.

Radler sind in Cambridge immer zu sehen...
Radler sind in Cambridge immer zu sehen...
Es gibt auch eine runde Kirche...
Es gibt auch eine runde Kirche...

Im Garten gibt es Palmen...
Im Garten gibt es Palmen...

Wir trinken einen letzten Kaffee und dann geht es ab nach Harwich, das sind ca. 130 km bis dorthin. Wir haben also noch genügend Zeit einzuchecken. 

...und sogar einen Swimmingpool...
...und sogar einen Swimmingpool...

Am Fährterminal wird geradäe "unsere" Fähre entladen. Aus dem Bauch kommen unzählige LKWs und PKWs. Geduldig warten wir darauf, auf die Fähre fahren zu können. Wir sind eingekreist von Motorrädern und netten Lederjackentypen. Dann geht es endlich auf die Fähre. Am nächsten Morgen werden wir in Hoek van Holland sein.

Bis zur Fähre ist es nicht mehr weit...
Bis zur Fähre ist es nicht mehr weit...
Vor und hinter uns fette Motorräder...
Vor und hinter uns fette Motorräder...

U_Tag_18: Cambridge - Radtour

Der Wind bläst, die Sonne lacht und ich bin bereit für eine kleine Ausfahrt. Ich werde erst mal die Radwege entlang der Strasse nutzen, dann - außerhalb von Cambridge auf Nebenstraßen... 

Die Einfahrt zu einem Radweg...
Die Einfahrt zu einem Radweg...
Alte Burgen gibt es auch hier zu Hauf...
Alte Burgen gibt es auch hier zu Hauf...
Hier bei dieser alten Kirche war mein Wendepunkt...
Hier bei dieser alten Kirche war mein Wendepunkt...

Irgendwann - nach der Hälfte der Strecke - fahre ich in einen Feldweg. Bei uns ist das ja kein Problem, jedoch dieser endet an der Autobahn. Eine steile Treppe führt nach oben auf einen Autobahnübergang für Wanderer. Also schleppe ich mein Rad nach oben und radle ganz glücklich über die Brücke auf die andere Seite der Autobahn. Ein kurviger Trail führt wieder nach unten. Ich schiebe mein Rad, um etwaige Wanderer nicht zu schocken...

Ich komme aus dem Wald und sehe Felder soweit das Auge reicht. Direkt vor meinen Augen ein fetter Holzzaun - so konstruiert, dass sich zwar ein Fußgänger durch ein Holzdreieck zwängen kann, jedoch für ein Bike ein echtes Hindernis. Ich hievte mein Rad mit aller Kraft über den Zaun... wobei ich für die letzten 5 cm einfach zu klein war und so geschah es, dass ich mit beiden Reifen an der Oberkante hängen blieb und mein Bike jedoch durch den Schwung schon den Drang hatte, auf die andere Seite zu kommen. Ich ließ los und die Schwerkraft besorgte den Rest.

Ich blick mich um... nun war ich auf einer Trabrennbahn. Gott sei Dank war gerade kein Rennen angesagt. Ich überquere die Rennbahn und erreiche nach weiteren 500 m die zugehörigen Parkplätze und auch die Strasse, die mich wieder zum Ausgangspunkt zurück bringt.

U_Tag_16: Bath - die wohl schönste Stadt Englands

Inmitten der Stadt gibt es auch einen grünen Flecken...
Inmitten der Stadt gibt es auch einen grünen Flecken...

Der gestrige Tag war wohl eine Ausnahmeerscheinung. Als ich heute aus dem Fenster schaute, war wieder das bekannte Einheitsgrau auf den Himmel gemalt.

 

Wobei mir das heute ziemlich egal ist, denn ich möchte ja mit meinem Wohnmobil nach Bath umziehen. Das sind so ca. 300 km entfernt. Ich starte das Wohnmobil und muss erst mal feststellen, dass mein Navi heute nicht mit mir sprechen will. Das stelle ich natürlich erst fest, als ich bei einem Kreisverkehr falsch abgezogen bin. Also wieder 2 km zurück und den richtigen Abzweig genommen. Gleich bin ich auf der Autobahn und dann kann ich auf die Stimme des Navis erst mal verzichten.


Bath - der Eingang in die Fußgängerzone...
Bath - der Eingang in die Fußgängerzone...
Selbst Skelette radeln noch munter durch die Stadt...
Selbst Skelette radeln noch munter durch die Stadt...
Strassenmusiker ziehen immer wieder die Touristen in ihren Bann...
Strassenmusiker ziehen immer wieder die Touristen in ihren Bann...

Bath Abbay - ein unermesslicher Schatz...
Bath Abbay - ein unermesslicher Schatz...
Das Ostfensterzeigt 56 Szenen aus dem Leben Jesu...
Das Ostfensterzeigt 56 Szenen aus dem Leben Jesu...
Der Boden besteht aus Blausteinen...
Der Boden besteht aus Blausteinen...

Der Boden der Kirche übersteht aus genau 891 flachen Grabsteinplatten aus dem sogenannten Blaustein.


Entlang der Wände sind 635 Gedenktafeln angebracht...
Entlang der Wände sind 635 Gedenktafeln angebracht...

 

Bath ist das Wellnesszentrum in England. Die Thermalquellen schütten jeden Tag bis zu 1.170.000 Liter. Da kann sich auch ein Dreckspatz duschen...

Die Westfassade mit dem EIngang...
Die Westfassade mit dem EIngang...

Das gut erhaltene "römische Bad" wurde bereits vor der Römerzeit erbaut und ist eine der vielen Touristenattraktionen, die Baht zu bieten hat. Der "Zirkus" - eine kreisförmig angelegte Straße hat beispielsweise exakt den gleichen Durchmesser wie die Steine in Stonehenge.

Das römische Bad...
Das römische Bad...
Das verwendetet Wasser aus den Duschen und Bädern wurde durch Kanäle entsorgt...
Das verwendetet Wasser aus den Duschen und Bädern wurde durch Kanäle entsorgt...


U_Tag_15: Mevagissey, Pentewan und zurück nach Carlyon Bay

Endlich mal Sonne pur in England - dass ich das noch erleben darf...
Endlich mal Sonne pur in England - dass ich das noch erleben darf...

Also mal ganz ehrlich... kann das Wetter noch schöner sein? Nein - es kann sicherlich noch wesentlich wärmer sein, aber einen Himmel mit mehr sattem Blau gibt es nicht.

Nach einem prima Frühstück mache ich mich auf - mein Rad begleitet mich natürlich. Die Radwege sind hier etwas spärlich... es gibt zwar jede Menge Wanderwege, aber mit dem Radeln haben es die Briten dieser Gegend wohl nicht so. Tante Google hielt sich mit ihren Tourenvorschläge auch recht bedeckt. Aber schlussendlich konnte ich doch noch eine Route aus ihr herauskitzeln.

Der Pentewan Valley Trail soll es heute sein. Nach ein paar Kilometerchen auf einer wenig befahrenen Landstraße kommt tatsächlich ein Radweg...

Start war am Campinplatz (man beachte das Schiff, das für Kinder ein beliebtes Spiel-und Turngerät ist...
Start war am Campinplatz (man beachte das Schiff, das für Kinder ein beliebtes Spiel-und Turngerät ist...

Das Panorama ist heute echt herrlich...
Das Panorama ist heute echt herrlich...

Leider ist die Kirche St. Paul geschlossen. Die schiefen Grabsteine würden sich in einem Gruselfilm gut machen.

Die Kirche in Charlestown...
Die Kirche in Charlestown...

Im Hafen von Mevagissey...
Im Hafen von Mevagissey...

Im von Touristen überlaufenen Städtchen Mevagissey mache ich am Hafen Rast. Der liegt natürlich traumhaft. An allen Ecke gibt es Eis, Fish & Chips oder sonstigen Kram, den die Welt nicht braucht.

Das Städtchen klebt steil am Hang und ist durchaus einen Abstecher wert.

Vom Hafen geht es steil nach oben...
Vom Hafen geht es steil nach oben...

Klein und schnuggelig...
Klein und schnuggelig...
Hast du gesehen, wie sich das Wetter geändert hat? Was ist nur aus dem wunderbaren Morgen geworden...
Hast du gesehen, wie sich das Wetter geändert hat? Was ist nur aus dem wunderbaren Morgen geworden...
Vor der Bäckerei schlängelt sich eine Schlange...
Vor der Bäckerei schlängelt sich eine Schlange...

Vor 2 Minuten war diese Strasse noch mit Autos voll gestopft, deshalb schiebe ich mal lieber mei Rad...
Vor 2 Minuten war diese Strasse noch mit Autos voll gestopft, deshalb schiebe ich mal lieber mei Rad...
Wieder auf der Anhöhe... Da rechts hinten sind die Lost Gardens of Heligan...
Wieder auf der Anhöhe... Da rechts hinten sind die Lost Gardens of Heligan...

Diese "lost Gartens" sind lange Jahre in Vergessenheit geraten und es wusste eigentlich niemand mehr, dass sich hinter einem alten Tor einst so wunderbare Gärten und Anlagen befunden haben. Durch einen Zufall wurden sie wieder entdeckt und zu neuem Leben erweckt.


Die 2. Station: Pentewan - klein und überschaubar...
Die 2. Station: Pentewan - klein und überschaubar...
Leider hat ein Campingplatzbesitzer fast den gesamten Strand "beschlagnahmt"...
Leider hat ein Campingplatzbesitzer fast den gesamten Strand "beschlagnahmt"...

Gehören Boote nicht ins Wasser?
Gehören Boote nicht ins Wasser?
Schnell noch ein Ein geschlotzt vor dem 20%-igen Anstieg... Eine Kugel hat hier seinen Preis 2,35 GBP, das sind ca. 2,50 Euros...
Schnell noch ein Ein geschlotzt vor dem 20%-igen Anstieg... Eine Kugel hat hier seinen Preis 2,35 GBP, das sind ca. 2,50 Euros...

Der letzte Hafen, den ich heute anlaufe, ist der in Charlestown...

Dieses Segelschiff wird gerade flott gemacht...
Dieses Segelschiff wird gerade flott gemacht...
Nun muss ich umdrehen, da kommt nix mehr...
Nun muss ich umdrehen, da kommt nix mehr...
...ausser Sand...
...ausser Sand...

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U_Tag_14: Eden Project

Das Eden Project ist eine gemeinnützige Bildungseinrichtung. Alle Erlöser - von der Eintrittskarte über Spesen und Getränke bis hin zu den Shopartikeln - kommt diesem Zweck zu Gute. Es können diverse Freiluftgärten und 2 Biome besichtigt werden. Da Eden Project ist ein Beweist dafür, dass Regeneration und positive Veränderungen möglich sind. Das Gelände, das hier genutzt wurde, ist eine ehemalige Tongrube - ziemlich hässlich anzuschauen. Daraus entstand ein Garten Eden - eine lebendige Bühne für Pflanzen und Menschen. Für diese Transformation der Tongrube wurden 1,8 Millionen Tonnen Erde bewegt.

Links das Regenwald-Biom...
Links das Regenwald-Biom...
Im Vordergrund die Bühne...
Im Vordergrund die Bühne...

Die Freiluftgärten in dem Areal haben eine Größe von 115.000 m². Über 3.700 verschiedene Arten von Pflanzen können hier besichtigt werden.

Der Zugang zu den Gärten...
Der Zugang zu den Gärten...
Es gibt nicht nur natürliche Pflanzen...
Es gibt nicht nur natürliche Pflanzen...

Das Regenwald-Biom ist 240 m lang, 110 m breit und 50 m hoch (ca. 16.000 m²). In diesem Boom gibt es 1.200 verschiedene Pflanzen und Bäume bei einer Temperatur von 18° - 35°C. Die Luftfeuchtigkeit beträgt bis zu 95%.

Was man als Gärtner nicht alles hinkriegt...
Was man als Gärtner nicht alles hinkriegt...
Auch Blumentöpfe können lächeln...
Auch Blumentöpfe können lächeln...
Manche lächeln nicht...
Manche lächeln nicht...

Das Mittelmeer-Biom umfasst ca. 6.500 m², ist also wesentlich kleiner als das Regenwald-Boom. Dennoch sind mehr als 1.300 verschiedene Pflanzen bei einer Temperatur von 9° - 25°C darin untergebracht.

Wenn du noch mehr Bildchen sehen willst, dann schau dir doch einfach noch einige an...

U_Tag_12: Der letzte Tag in St. Leonard

Ich bin so gut wie pleite. Also muss ich heute erst mal eine Bank suchen, besser gesagt ein Geldautomat. Gleich ist mein Radnavi der Route mächtig - ich starte nach Ringwood.

Ringwood ist ein kleines aber schmuckes Städtchen mit etwa 12.000 Einwohnern.

...schmucke Häuserfronten...
...schmucke Häuserfronten...

Und ist dir schon aufgefallen, welche Farbe heute dir Himmel über England hat? Es ist tatsächlich seit 12 Tagen der erste richtig blaue Himmel. Ich will mal hoffen, dass das so bleibt.

Ringwood...
Ringwood...

Manche Häuser wurden wohl aus Ostfriesland importiert...

Ist das Dach nicht schön frisiert...
Ist das Dach nicht schön frisiert...

Der Geldautomat ist so nett und überreicht mir die gewünschte Kohle. Also radle ich schnurstracks zurück auf den Campingplatz und bringe es in Sicherheit. Anschließend geht es in den Naturpark, die Beine vertreten...

Der Trail heißt: "Durch den Wald"
Der Trail heißt: "Durch den Wald"

 

Zwischendurch braucht der Körper natürlich auch wieder den notwendigen Treibstoff. Der wird gerne gegen Bezahlung vom Parkzentrum zur Verfügung gestellt.

Einfach herrlich...
Einfach herrlich...

Als ich vor 3 Tagen hier war, war keine Menschenseele zu sehen. Heute sieht das ganz anders aus. Der Parkplatz ist propevoll und entsprechend tummeln sich die Menschen an den Tischen und Bänken.

Nebenan ist ein grosser Klettergarten...
Nebenan ist ein grosser Klettergarten...
Am See ist es schon wieder ruhiger...
Am See ist es schon wieder ruhiger...

Nun steht eine Zugfahrt auf dem Programm...
Nun steht eine Zugfahrt auf dem Programm...
Manche müssen noch was essen - ich bin schon satt...
Manche müssen noch was essen - ich bin schon satt...

Morgen geht es noch ein paar Kilometer weiter in Richtung Westen. Wo ich landen werde, lässt sich noch nicht sagen... 

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U_Tag_11: Auf Radwegsuche im New Forest (Burley)

Guck mal - das ist ein Wander- Kuh- und Radweg. Ist nicht immer so gut zu erkennen...
Guck mal - das ist ein Wander- Kuh- und Radweg. Ist nicht immer so gut zu erkennen...

Heute geht es mal in den New Forest. Der ist ja nicht weit weg. Die Parkplatzsuche gestaltet sich allerdings schwieriger als angenommen. Da heute mal tatsächlich ein Tag ist, bei dem die Regenwahrscheinlichkeit mit 0% angegeben ist, kriecht alles was zwar nicht mehr laufen aber fahren kann, ins Auto und sucht einen Parkplatz. Und dann gibt es noch diese Touristen wie mich, die wollen natürlich auch die Sonne genießen. Nach einigen Fehl-Park-Versuchen finde ich noch in der freien Wildbahn doch noch einen.

Pferde stehen häufig in der Landschaft... ganz ohne Stall...
Pferde stehen häufig in der Landschaft... ganz ohne Stall...

Die Regengüsse der letzten Tage haben ihre Spuren hinterlassen...
Die Regengüsse der letzten Tage haben ihre Spuren hinterlassen...

In Burley gibt es einen Snack und das nötige Getränk, nach dem der Körper schon seit einigen Kilometern verlangt...  

Die Dorfmitte ist überschaubar... asber Verkehr ohne Ende...
Die Dorfmitte ist überschaubar... asber Verkehr ohne Ende...
Ob die mein Fahrrad auch in Zahlung nehmen?
Ob die mein Fahrrad auch in Zahlung nehmen?
Landschaft gibt es in diesm Nationalpark in allen Variationen... Selbst Umleitungen für Radler werden im voraus angekündigt und können auch nicht ausgetrickst werden...
Landschaft gibt es in diesm Nationalpark in allen Variationen... Selbst Umleitungen für Radler werden im voraus angekündigt und können auch nicht ausgetrickst werden...

Irgendwo muss doch das Wohnmobil stehen...
Irgendwo muss doch das Wohnmobil stehen...
Ist das der richtige Weg?
Ist das der richtige Weg?

Also das muss ich noch kurz sagen: Die Radwege hier sind ausgeschildert... Es gibt immer Schilder, die gut befestigt sind mit schwarzen Pfeilen. Der Pfeil zeigt entweder nach links oder nach rechts. Oder geradeaus. Oder nach links und rechts und geradeaus. Oder - und das entlockte mir doch ein Schmunzeln - ein Pfeil zeigt nach links, einer nach rechts, einer geradeaus und einer nach unten ( also so wie ein +, nur mit Pfeilspitzen versehen).

Ansonsten gibt es keine Hinweisschilder, keine Nummer, keine Ortschaft, kein Hase und keine Birne.

Auf dem Campingplatz sind (Ausblick von unserem Wohnzimmer nach Westen) sieben neue Fahrzeugobjekte  seit gestern hinzugekommen...
Auf dem Campingplatz sind (Ausblick von unserem Wohnzimmer nach Westen) sieben neue Fahrzeugobjekte seit gestern hinzugekommen...

U_Tag_10: Auf dem Castlman Trailway

So habe ich das gerne - schon vor dem Frühstück scheint die Sonne. Also schnell die Tische und Stühle im Freien aufgestellt... Aber erst geht es noch unter die Dusche. Auf den Campingplatz sind die Toiletten und Duschräume beheizt - das trifft man nicht immer an.

Ich komme aus der Dusche und traue meinen Augen nicht: Die Sonne ist nicht mal mehr zu erahnen. Dichte Wolken machen sich breit und breiter. Aber mein Plan bleibt: Heute geht es auf den Castleman Trailway.

 

Bereits nach 4 km kommt die Überraschung, die eigentlich gar keine mehr ist. Es schüttet in Strömen... Ich suche mir einen Baum mit dichtem Blätterkleid und warte mal ab...

Auf dem Campingplatz ist es noch ruhig...
Auf dem Campingplatz ist es noch ruhig...


Natürlich halten die Blätter irgendwann diese Vielzahl von Tropfen auch nicht mehr, so dass von oben langsam mehrere Rinnsale sich ihren Weg nach unten suchen. Und so wie das Unwetter gekommen ist - ist es auch auf einen Schlag wieder vorbei. 

Und der Weg war so schön trocken...
Und der Weg war so schön trocken...
Manchmal ist es wie im Tunnel...
Manchmal ist es wie im Tunnel...
Die Sitzmöbel sind schnell wieder trocken...
Die Sitzmöbel sind schnell wieder trocken...

Der Castleman Trailway sollte mich eigentlich bis ans Meer nach Pool führen. Irgendwie muss ich bei einer Großbaustelle (Radweg und Straße waren in Mitleidenschaft gezogen) verlor ich den roten Fade und ich konnte ihn auch nicht mehr finden.

Bäume gibt es stehend und liegend...
Bäume gibt es stehend und liegend...

Da wäre es nach links gegangen...
Da wäre es nach links gegangen...

Und so mache ich mich auf den Rückweg. Die Falschfahrt hatte ich noch im Hinterkopf und sosuche ich nach dem Abzweigfehler.

 

Es dauert... aber es heißt, wer sucht, der findet. Ich spähe in mehrere Büsche  und entdecke schlussendlich in dichtem Laufwerk die Ursache für meine Falschfahrt.

 

EIgentlich wollte ich mich bei der Queen für die mangelhafte Beschilderung beschweren - aber ich denke, die hat genug um die Ohren...



U_Tag_9: Moors Valley und Stonehenge

Schon gestern habe ich geschrieben, dass hier "englisches" Wetter herrscht. So auch heute, aber ich beschließe, eine kleine Radtour durch das Naturschutzgebiet zu unternehmen. Ich richte alles her, stelle die Radschuhe vor das Wohnmobil, den Rucksack, den Helm und die Handschuhe nach draußen... Noch schnell umziehen... Ich gehe nach draußen und schon regnet es. Toll, denke ich - dann sind ja wenigstens schon mal die Schuhe nass...

Der Eingang ins Naturschutzgebiet ist verdammt eng...
Der Eingang ins Naturschutzgebiet ist verdammt eng...
Wem was auffällt, darfs mir schreiben...
Wem was auffällt, darfs mir schreiben...

Die Wege sind ok - aber eben nass. Damit mir mein GPS-Gerät nicht wegen Wasser-intus den Dienst versagt, stülpe ich ein durchsichtiges Tütchen (nein, nicht das was du jetzt denkst) drüber.

Ich biege ab in einen flowigen Trail...
Ich biege ab in einen flowigen Trail...
Visiters Info Center...
Visiters Info Center...
Die Tische wären sicher voll - bei Sonne...
Die Tische wären sicher voll - bei Sonne...

Es gibst hier super Kinderspielplätze und Wanderwege. Ein großer Kletterwand ist gut besucht, überwiegend Kinder drängen sich an den einzelnen Stationen.

Wenn da ein(e) Biker(in) entgegen kommt...
Wenn da ein(e) Biker(in) entgegen kommt...
...das kann nicht passieren - Einbahnstrasse...
...das kann nicht passieren - Einbahnstrasse...
Der Spaßfaktor ist groß...
Der Spaßfaktor ist groß...

Das Naturschutzgebiet ist wirklich sehenswert. Die Wege sind klasse gepflegt und der gefahrene Single-Trial hat mich total begeistert. Ok - meist ist er flach - aber das links-rechts zwischen den Bäumen hindurch und die abwechselnde Bewaldung ist Labsal für die Seele. 

Nach einer wärmenden Dusche geht es dann noch nach Stonehenge - das ist nicht besonders weit - und diesem mystischen Ort sollte ja schon ein Besuch abgestattet werden. Immerhin ist er weit über 4.000 Jahre alt und ihm werden ja magische Kräfte nachgesagt.

Hier wirkt das Infocenter Stonehenge menschenleer... aber in Wirklichkeit ist es nicht so...
Hier wirkt das Infocenter Stonehenge menschenleer... aber in Wirklichkeit ist es nicht so...
Der Stein kommt in meinen Rucksack...
Der Stein kommt in meinen Rucksack...

Ach war das früher noch so schön, als Wohnzimmer, Küche, Keller und Schlafzimmer noch kompakt zusammengefaßt waren...
Ach war das früher noch so schön, als Wohnzimmer, Küche, Keller und Schlafzimmer noch kompakt zusammengefaßt waren...
<früher durfte man noch durch die Stein laufen... Diese Zeiten sind jedoch vorbei...
<früher durfte man noch durch die Stein laufen... Diese Zeiten sind jedoch vorbei...

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U_Tag_8: Arundel Castle und Ringwood

Heute - mal wieder typisches englisches Wetter. Also packe ich alle meine Habseligkeiten zusammen, beladen das Wohnmobil und drücke auf die Tube. Naja, erst noch in den nahen Supermarkt und die Vorräte aufgefüllt. Dann mache ich mich in Richtung Portsmouth. So ca. 50 km vor Portsmouth steht ein beeindruckendes Castle - das von Arundel.

Die Kapelle von Arundel Castle...
Die Kapelle von Arundel Castle...
In einem der vielen Gärten...
In einem der vielen Gärten...
Blick auf den Burggraben...
Blick auf den Burggraben...
Einfach idyllisch...
Einfach idyllisch...
Die Ausmaße des Schlosses sind gigantisch...
Die Ausmaße des Schlosses sind gigantisch...

Arundel Castle ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burgen in Britannien. Sie wurde im 11. JH erbaut. Es gibt viele Zinnen und Zugbrücken. Die imposante Baronhalle im Schloss ist 40 m lang und 15 m hoch.

Die vielen Türmchen sind toll...
Die vielen Türmchen sind toll...
Und wieder im Garten...
Und wieder im Garten...
Die Krone tanzt auf dem Wasserstrahl...
Die Krone tanzt auf dem Wasserstrahl...

Ein Blick in den Innenhof...
Ein Blick in den Innenhof...

Kaum bin ich wieder auf der Straße, da ereilt mich ein Regenguss nach dem anderen - mal heftig - mal eben nicht so heftig. Ich ordne mich wieder hinter einem LKW ein und folge diesem unauffällig - bis ich eine Tanke erblicke und nach links ausschere.

Ich schütte Diesel nach und bewege mich zur Kasse. Meine Maestro Karte zwingt dem Mann an der Kasse ein Lächeln aufs Gesicht, er schiebt sie ins Bezahlterminal und gibt sie mir wieder kopfschüttelnd zurück. Naja, ich habe ja noch Visa... aber die Prozedur und Mimik des netten Kassenmenschen bleibt gleich...

Angekommen - nahe Ringwood - der Shamba Campingplatz...
Angekommen - nahe Ringwood - der Shamba Campingplatz...

Ich mache ihm klar, dass ich im Camper noch Cash haben müsste, er solle sich noch einen Moment gedulden. Ich drücke mich an den anderen Tankern vorbei, die hinter mir auf meinen Abgang warten. Kurze Zeit Später reihte ich mich wieder in die Schlange der Zahlfreudigen ein. Der Mann hinter der Kasse erkennt mich sofort wieder und nimmt die Kohle freudig entgegen.

Es dauert nicht mehr lange und ich kann auf dem Zielcampingplatz mein Daseinsberechtigungsticket in Empfang nehmen.


U_Tag_7: Radtour von Westham nach Hastings

Gleich am hellen Morgen eine Überraschung: Die Sonne lacht vom blauen Himmel und an den Bäumen wackeln nur die Blätter - der Wind hat also nachgelassen. Der Plan war, dass es heute mit dem Wohnmobil weiter nach Westen geht. Jedoch in Anbetracht des Wetters verlängerte ich noch eine Nacht. Bei diesem herrlichen Wetter muss ich mein Rad bewegen...

Die Bahnschranken, die (gefühlt) nie geöffnet sind...
Die Bahnschranken, die (gefühlt) nie geöffnet sind...

Das Grüne (links im Bild) ist der Zug... Der Bahnübergang ist beim Campingplatz und wann immer ich diesen überqueren will, fährt dieser grüne Zug vorbei. Ob das immer der Gleiche ist? Mal kommt er von links, mal kommt er von rechts...

Blümchen wachsen auch auf kargem Boden...
Blümchen wachsen auch auf kargem Boden...

Bild rechts oben: Zu diesem Kiesstrand führt eine steile Treppe - unterhalb führt der Radweg vorbei. Ich will nur mal kurz die Treppe rauf, um meinen Blick übers Meer zu werfen. Zur gleichen Zeit stellt ein Mann sein Moped bei der Treppe ab und sagt: Ich könne ruhig mein Rad mitnehmen - es sei ja noch nichts los. Auf meine Frage, ob es denn nicht verboten sei am Strand zu fahren, kommt als Antwort: Nein, nein, noch sind keine Touristen da, oben ist es schöner zu fahren...

Nur mit viel Mühe hieve ich mein Bike die steile Treppe empor. Mein Ratgeber verschwand nach rechts - ich nach links und stelle sofort fest, dass Radeln in diesem groben Schotter der Schwachsinn im Quadrat ist. Also schleppte ich meinen fahrbaren Untersatz wieder nach unten auf den Radweg... Ich komme mir jetzt vor wie ein Opa, der zufällig an einer Ampel steht und ein hilfsbereiter Mensch hakt sich bei mir ein und bringt mich bei "grün" über die Straße, obwohl ich das gar nicht will...

Bexhill on Sea
Bexhill on Sea
Wo sind nur die Menschen all?
Wo sind nur die Menschen all?

Die Promenade von Bexhill in Richtung Hastings
Die Promenade von Bexhill in Richtung Hastings
...Hastings - irgenwie stehen die Engländer auf Volksfeststimmung...
...Hastings - irgenwie stehen die Engländer auf Volksfeststimmung...

Die Möven sind immer und überall...
Die Möven sind immer und überall...
Auch Flußpferde fühlen sich auf dem Pier sauwohl...
Auch Flußpferde fühlen sich auf dem Pier sauwohl...
Schön - heute habe ich den richtigen Durchblick...
Schön - heute habe ich den richtigen Durchblick...

Am 14.10.1066 fand die Schlacht bei Hastings statt.  Herzog Wilhelm der Eroberer (mit seinen französischen Normannen) schlug die Angelsachsen vernichtend.

Hier gibt es leckere Toasts und einen Filterkaffee, den ich so in der Form noch nie gesehen habe... (Filter über der Tasse installiert und "in Arbeit" serviert...
Hier gibt es leckere Toasts und einen Filterkaffee, den ich so in der Form noch nie gesehen habe... (Filter über der Tasse installiert und "in Arbeit" serviert...

U_Tag_6: Seven Sisters und Pevensey

Hier ist zwar noch keine der Schwestern zu sehen... aber wenn man weiss, wo sie sind, kann man sie erahnen...
Hier ist zwar noch keine der Schwestern zu sehen... aber wenn man weiss, wo sie sind, kann man sie erahnen...

An der Küste von Eastbourne in Richtung Westen sind die sieben Schwestern zu finden, die ihre weiße Bluse in Richtung Meer recken. Sie sind eine Reihe von Kreidefelsen (ähnlich denen auf der Insel Rügen).  Das Meer spült die nach und nach aus - Einstürze sind deshalb vorprogrammiert.

Bei guter Sicht würde man die ersten Kreidefelsen erkennen - jedoch das Wetter... englisch eben...
Bei guter Sicht würde man die ersten Kreidefelsen erkennen - jedoch das Wetter... englisch eben...

Auf dem Beachy Head gewinnt man die ersten Eindrücke der Steilküste...
Auf dem Beachy Head gewinnt man die ersten Eindrücke der Steilküste...
'Die Gegend ist wirklich interessant - nur wenn Nebel und Regen durch´s Land zieht, dann ist das wie in einem Hitchcock-Krimi ohne Musik - aber trotzdem gespenstig...
'Die Gegend ist wirklich interessant - nur wenn Nebel und Regen durch´s Land zieht, dann ist das wie in einem Hitchcock-Krimi ohne Musik - aber trotzdem gespenstig...
Und das wollte ich sehen - ein Blick auf die beeindruckenden Seven Sisters. Der Wind bläst kräftig - und so halte ich immer gebührenden Abstand von der Klippe...
Und das wollte ich sehen - ein Blick auf die beeindruckenden Seven Sisters. Der Wind bläst kräftig - und so halte ich immer gebührenden Abstand von der Klippe...

... bis auf dieses Foto... da habe ich mich echt weit aus dem Fenster gelehnt...

Puh - mir ist immer noch ganz schwindelig...
Puh - mir ist immer noch ganz schwindelig...

Der heutige Tag stellt mal wieder einen neuen Rekord in Bezug auf die Windgeschwindigkeiten auf (zumindest in meinem Urlaub). Heute morgen habe ich sowohl Markise mitsamt Seitenwand von meinem Wohnmobil wieder abgebaut. Obwohl ich die ganze Konstruktion mit einem Sturmband gesichert hatte, überkam mich ein komisches Gefühl, als ich die Teile so im Wind flattern hörte und sah. Also runter mit dem Zeug.

 

Nach der Besichtigungstour der Seven Sisters - vielen Dank an meinen Fahrer Christoph - ging es wieder zurück auf den Campingplatz. Es war noch eine kleine Wanderung nach Pevensey angesagt...

Der Eingang in die Burganlage von Westham aus...
Der Eingang in die Burganlage von Westham aus...
Der Rasen ähnelt durchaus einem Bundesligaspielfeld...
Der Rasen ähnelt durchaus einem Bundesligaspielfeld...

Die Burganlage ist eine ehemalige römische Festung, die ca. 290 (nach Chr.) erbaut wurde.Erstmal war es eine Burg, die zur Verteidigung gegen Piraten diente. Da sie doch bestimmt 2 km vom Ärmelkanal entfernt ist, ist diese Theorie zunächst schwer zu glauben, Früher stand sie jedoch an der Küste. Durch die Verschlammung derselben wanderte sie jedoch immer weiter ins Landesinnere. 1940-1945 wurde die Befestigungsanlage wieder aktiviert und es wurden Maschinengewehre installiert...

Wer hat nur all die Steine angeschleppt... Im Hintergrund rechts (die runden aufgeschichteten Steine dienten als Katapulte)...
Wer hat nur all die Steine angeschleppt... Im Hintergrund rechts (die runden aufgeschichteten Steine dienten als Katapulte)...
Diese Kanone stand ursprünglich an anderer Stelle und war gegen Süden gerichtet...
Diese Kanone stand ursprünglich an anderer Stelle und war gegen Süden gerichtet...

Der Wanderweg führt über ein Doppelgleis... ein Schild warnt: Hören - Schauen - Gehen (natürlich nur, wenn kein Zug kommt)...
Der Wanderweg führt über ein Doppelgleis... ein Schild warnt: Hören - Schauen - Gehen (natürlich nur, wenn kein Zug kommt)...
Der Wanderweg scheint kein Ende zu haben...
Der Wanderweg scheint kein Ende zu haben...


U_Tag_5: Brighton, ein Stadtrundgang...

Urlaubstag 5 ist angebrochen und obwohl sich die Anzahl der Camper auf dem Platz enorm gesteigert hat, finde ich auf Anhieb eine freie Dusche. Mein Körper freut sich im Angesicht des erfrischenden Wassers. Nun ist Zeit für ein leckeres Frühstück. Heute ist ja Brot nicht mehr Mangelware - dank der gestrigen Shoppingtour...

Brighton - der Zugang zum Pier
Brighton - der Zugang zum Pier

Schon die Römer fühlten sich hier - wohl im 5. JH - sehr wohl. Nach der Zerstörung im Jahre 1514 durch die französische Flotte, wurde der damalige Ort wieder aufgebaut. 400 Fischer und ca. 100 Bauern lebten dort mit ihren Familien. Schwere Stürmen verwüsteten 1703 / 1705 den noch wachsenden Ort. Auch ging Land durch fehlende Deiche verloren, so dass die Einwohnerzahl zu Beginn des 18. JH auf 1.500 zurück ging. Heute sind es über 270.00 Einwohner, die sich in Brighton tummeln.


Hier gewann übrigens die schwedische Band ABBA 1974 den Grand Prix d'Eurovision.

Die Wassertemperatur beträgt geschätzte 15 Grad. Ich konnte 2 Rettungsschwimmer - und es waren die einzigen im Wasser - beobachten, die bei Wind und Wellen ihre Trainingseinheiten absolvierten. Da kann ich nur meinen Hut ziehen... nur die Harten kommen in den Garten...


U_Tag_4: Westham, Kleine Radtour und Besuch von Alissa

Der Wind hat über Nacht nicht nachgelassen, er pfeift immer noch mit aller Macht über die Ebene. Der Gang zur Dusche war schon frisch, die Dusche selbst noch frischer. Doch irgendwann kam ich mit dem doch etwas eigenartigen Mischhebel klar und er spukte richtig heißes Wasser aus.

Ich gehe mal kurz in den Shop, um mir Brot für´s Frühstück zu besorgen. Und ich wusste es schon vorher... die Engländer und Brot... das gibt es nur in einer "Bakery" und die sind so selten wie eine eierlegende Wollmilchsau. 

Die Enten wackeln nach dem Frühstück zu ihrem Weiher...
Die Enten wackeln nach dem Frühstück zu ihrem Weiher...

Der Strand am Normans Bay...
Der Strand am Normans Bay...
Muss ich jetzt (Linksverkehr) durch das Tor fahren???
Muss ich jetzt (Linksverkehr) durch das Tor fahren???

Die Regenwolken werden weniger - ich entferne die Schlösser von meinem Rad und mache mich erst mal auf die Suche nach dem Shoppingcenter, das mir der Campingchef (übrigens ein sehr netter und hilfsbereiter Mensch) empfahl. Der Campingplatz heißt übrigens Fairfields Farm (Westham) und ist wirklich empfehlenswert, besonders für Kinder. Es gibt Gänse, Hühner und Pfauen - darunter auch ein weißer, der wirklich selten ist. Esel, Ziegen und Schweine - die Rasse ist mir leider entfallen - lassen sich streicheln. Am Ende des Rundgangs - und das finde ich wirklich gut - wird man von einer Händewaschstation eingeladen, seine Pfoten wieder auf "super-sauber" zu bringen.

Alissa bei den Ziegen...
Alissa bei den Ziegen...
Alissa auf Heuschreckensuche...
Alissa auf Heuschreckensuche...

Vom Einkaufcentrum geht es durch eine Siedlung. Die Straßen sind voll und ich suche mir eine kleinere, die ich auch schlussendlich finde. Sie führt an den Norman Bay - kaum Verkehr und für Radler wirklich geeignet.

Eastbourne - der Strand ist grobsandig...
Eastbourne - der Strand ist grobsandig...
Eastbourne - Touristenkommerz - leider noch alles geschlossen...
Eastbourne - Touristenkommerz - leider noch alles geschlossen...


U_Tag_3: Von Calais nach Westham

Gerade hat due Fähre abgelegt...
Gerade hat due Fähre abgelegt...

Ein letzter Blick zurück auf Calais. Das Wetter ist so, dass ich es einfach gar nicht erwähnen möchte. Aber wer jetzt denkt, dass es regnet immer, hat weit gefehlt. Es regnet nicht immer - aber meistens...

 

Calais ist der zweitgrößte Passagierhafen Europas und liegt an der Schmalstieg Stelle des <Ärmelkanals. Dover ist übrigens der größte Passagierhafen Europas. Täglich fahren ca. 60 Fähren nach Dover. 1,7 Millionen LKW´s setzen hier nach Dover über. 30 Millionen Durchreisende sind jährlich zu zählen.


In Dover angekommen muss ich mich erst mal an den Linksverkehr gewöhnen. Es geht gleich auf die Autobahn und da konnte ich mich ja - hinter einem LKW - an das Linksfahren mal eingewöhnen.

Auf der Landstraße war es dann schon wieder interessanter. Die engen scharfen Kurven (nein, keine weiblichen) und die Kreisverkehre im Linksmodus waren dann schon ab und zu eine Herausforderung.

Die Kreidefelsen von Dover tauchen am Horizont auf...
Die Kreidefelsen von Dover tauchen am Horizont auf...
In Westham auf dem Campingplatz gibt´s einen weissen Pfau (unten siehst due einen normalen...)...
In Westham auf dem Campingplatz gibt´s einen weissen Pfau (unten siehst due einen normalen...)...

Auch Esel gibt es zu bewundern...
Auch Esel gibt es zu bewundern...
St, Mary´s Church stammt aus dem 11. JH.
St, Mary´s Church stammt aus dem 11. JH.
Auf der Rückseite ein buchstäblich steinalter Friedhof...
Auf der Rückseite ein buchstäblich steinalter Friedhof...


U_Tag_2: Von Villers-Sire-Nicole nach Calais

Ein Blick auf die wettertechnischen Aussichten...
Ein Blick auf die wettertechnischen Aussichten...

Der Start in den Tag war mehr als bescheiden. Ich denke, es begann so ca. 4 Uhr mit der Tatsache, dass sich die Frequenz des Tropf-Tropf-Tropf-Geräusches auf dem Dach unserer Behausung merklich steigerte. Endlich mal wieder Regen, denke ich so bei mir und hoffe, dass mit dem Spuk in 2 Stunden wieder Ruhe ist. Doch ich sollte mich täuschen...

Es ist 9 Uhr - ich bin abfahrbereit und es schüttet wie aus Kübeln. Käse... ich muss noch den Strom ausstrecken und das Stromkabel aufrollen. Es gibt Dinge im Leben - besonders bei Regen - um die ich nicht prügeln würde.

Am Strand von Calais...
Am Strand von Calais...
Da kann noch eine Liege aufgestellt werden...
Da kann noch eine Liege aufgestellt werden...
Dieser Pott kommt aus Dover...
Dieser Pott kommt aus Dover...

Es regnet den ganzen Tag. Meiner Urlaubsstimmung tut dies kein Abbruch - ich bin ja noch in der Anreise... und die zählt nicht. Gegen 17 Uhr tauchen die ersten blauen Flecken auf - nein, nicht bei mir - oben am Himmel. Die Regentropfen werden weniger... hören ganz auf. Also schnell raus und den Strand von Calais besichtigt.

Die Wolken werden weniger... oder mehr?
Die Wolken werden weniger... oder mehr?
Die Notre Dame von Calais...
Die Notre Dame von Calais...
Leider ist die Bude noch geschlossen...
Leider ist die Bude noch geschlossen...
Charles de Gaulle wurde von dieser Frau vom Heiratsmarkt entfernt...
Charles de Gaulle wurde von dieser Frau vom Heiratsmarkt entfernt...
Die Landzunge erinnert mich an Lido di Jesolo...
Die Landzunge erinnert mich an Lido di Jesolo...
Kaum zu glauben - ich bin immer noch in Calais...
Kaum zu glauben - ich bin immer noch in Calais...

Morgen geht es auf die Fähre - hoffentlich verschlafen ich nicht...


U_Tag_1: Der Start in den Urlaub

Um 6 Uhr reißt mich der Wecker aus meinem wohl verdienten Tiefschlaf. Schnell die Zähne geschrubbt und dann unter die Dusche. Der kalte Finalguss weckt meine verschlafenen Blutgefäße und bringt neue Lebensfreude. Die Räder auf dem Radträger noch festzurren - oh fast hätte ich die Getränkebox, die ich schon vor 3 Tagen im Keller vorbereitet habe, vergessen (Durst ist schlimmer als Heimweh...).

Gegen 8 Uhr starte ich den Motor und dann gegt es los. Über Stuttgart, Karlsruhe und Pirmasens geht es erst mal nach Luxemburg. Der Tank meines fahrbaren Untersatzes  könnte wieder ein paar Liter Diesel vertragen und meine Blase ein paar Liter ablassen. Also setze ich den Blinker und fahre auf eine großzügig dimensionierte Tankstelle. Als die Zapfsäule die Rechnung ausspuckt, bin ich dann doch mal sehr überrascht - positiv... Den Liter Diesel gab es für Eins_null_sechs Euros, so billig habe ich bestimmt die letzten 10 Jahre nicht mehr getankt. 

Der Campingplatz in Villers-Sire-Nicole liegt idyllisch in Frankreich an der Belgischen Grenze
Der Campingplatz in Villers-Sire-Nicole liegt idyllisch in Frankreich an der Belgischen Grenze

Vor dem Eingang zur Toilette hat sich ein Bus mit Japanern versammelt. Viele von ihnen sind auf der Suche nach den richtigen Münzen für den Schlitz des Geldschluckers bzw. Pinkelgutscheinausspuckers. Gerne bin ich behilflich und zeige den Unwissenden, welche Coins (die sie aus ihren (Hand-)Taschen so hervorkramen) eingeworfen werden müssen. Ich sammle die glücklichen Gesichter der weit angereisten Japanern ein, die nun freudestrahlend in die Richtung pilgern, die Erleichterung verspricht.

Weiter geht die Fahrt über Habay, Namur bis nach Mons, wo ich eigentlich einen Campingplatz für die Übernachtung ins Auge gefasst habe. Dort angekommen, sind alle Tore verschlossen und im Internet finde ich dann den Hinweis, dass der Platz im Moment geschlossen sei... Also muss schnell eine Alternative gefunden werden... und wird auch gefunden. Einige Kilometer weiter in Villers-Sire-Nicole erklärt die freundliche Platzwartin, wo wir unser Lager aufschlagen können und wie die Dusche und der Strom funktioniert. Abends wärmte dann doch noch die Sonne - auch das Glas Rotwein... was ich aber durchaus als angenehm empfunden habe.


Große Albtour (Göppingen, Weilheim, Neidlingen)

Auf der Alb ist es mir zu frisch... also fahre ich auf dem schnellsten Weg die Alb runter nach Gosbach - da sind die Temperaturen wesentlich angenehmer. In Geislingen nehme ich den sehr gut beschilderten Radweg nach Göppingen.

 

In Göppingen stellt sich dann heraus, dass das keine so gute Idee war. Irgendwie zu viele Umleitungen, die sind zwar gut ausgeschildert, jedoch sehr zeitaufwendig. Zumal vor mir noch ein LKW mit Anhänger in eine schmale Straße einbiegt und dort einen Parkplatz sucht...

Bald gibt es Kirschen...
Bald gibt es Kirschen...

Unter obigem Kirschbaum mach ich mal ne Rast. Die Beschilderung nach Neidlingen war nicht so eindeutig und da bin ich wohl zu weit nach links abgebogen - hier geht's auf die Limburg. Und da fehlen mir auf dem Rennrad im Minimum 3 Gänge...

Die Bahnbrücke über das Filstal gedeiht...
Die Bahnbrücke über das Filstal gedeiht...

Kleine - aber schöne Albtour

Der Kuttel-Apel-Stein
Der Kuttel-Apel-Stein

Bei herrlich sonnigem Wetter - obwohl es ja zu dieser Jahreszeit hinter einer Fensterscheibe draußen immer schöner und wärmer erscheint als drinnen - geht es auf geschotterten Albwegen entlang. Ich bin müde und ich denke, dass meine Beinchen noch schlafen.

 

Wo dieser Stein - der Kuttel-Apel-Stein - herkommt, das ist nicht bekannt. Er sieht aus wie ein großer Pilz, ist jedoch nicht genießbar... ich hab's probiert...


"Unser Bahnhof" - im Modell
"Unser Bahnhof" - im Modell
Was fehlt sind noch die Schienen...
Was fehlt sind noch die Schienen...


Käse, Überschuhe vergessen - kalt und ungemütlich

Hinter den Fensterscheiben könnte man meinen, dass draußen der Frühling randaliert. Aber das ist ein Trugschluss. Ich drehe eine Runde auf dem Bike und muss irgendwann feststellen, dass mich keine Überschuhe wärmen können, da ich keine anhabe...

Richtung Kornberg
Hier geht´s in Richtung Kornberg


Es ist kalt, aber mich juckts in den Waden...

Die 3 Kaiserberge bei Regenwetter
Die 3 Kaiserberge bei Regenwetter

Ok, das Wetter war schon wesentlich besser... aber ich muss raus, bevor ich einen Anfall kriege. Das Bike sieht noch aus wie Sau - aber das kommt davon, wenn man es nicht sofort nach einer Tour abspritzt. 

 

Ich gelobe Besserung. Einen richtigen Plan für die heutige Tour habe ich nicht, einfach mal die Alb runter und dann wird sich schon was ergeben. Irgendwann sehe ich die 3 Kaiserberge (sieh Foto links). Bei blauem Himmel wäre das ein super Foto geworden... aber bei diesem Wetter ist es eben trübe... nix als trübe...


Soll ich jetzt ins Mühlencafe?
Soll ich jetzt ins Mühlencafe?
Es wird immer steiler...
Es wird immer steiler...


Mal wieder auf den Kornberg

Der erste wirklich warme Tag - 13 Grad und nun zieht es mich nach draußen. Naja, der Ostwind könnte sich noch etwas zur Ruhe legen. 

Auf dem Weg zum Kornberg
Auf dem Weg zum Kornberg

Der erste wirklich warme Tag - 13 Grad und nun zieht es mich nach draußen. Naja, der Ostwind könnte sich noch etwas zur Ruhe legen. Also doch wieder in die langen warmen Sachen gehüpft und dann gehts los.

 

An der Autobahnausfahrt Mühlhausen ist die Hölle los: Totalsperrung, alle werden ausgeleitet. Stau soweit das Auge reicht. Gott sei Dank bin ich nicht mit dem Auto unterwegs. 

Der Tag ist herrlich. Ich treffe nur einige Wanderer, die auf dem Weg zum Wasserberghaus sind.


Im  Hintergrund die steinigen Äcker... (kein Schnee)
Im Hintergrund die steinigen Äcker... (kein Schnee)
Trail Richtung Reichenbach
Trail Richtung Reichenbach

Langsam wirds eng...
Langsam wirds eng...
Das Feuchtgebiet im Rohrachtal
Das Feuchtgebiet im Rohrachtal

 

Du kannst dir die Tour auch noch aus der Vogelperspektive zu Gemüte führen...


Maiglöchenwanderung

Über die Boller Steige geht es nach unten...
Über die Boller Steige geht es nach unten...

Bei den ersten Sonnenstrahlen zeigen sich auch immer gleich die Maiglöckchen. Bei Überkingen gibt es sie in rauen Mengen. 

 

Der Untergrund der Boller Steige ist teilweise noch recht feucht. Das haben wir dem Regen, der in letzter Zeit gefallen ist, zu verdanken. Unten am Wasserfall angekommen sind wir nicht mehr alleine. Natürlich interessieren sich auch viele Einheimische und Wissende für die blühenden Frühlingsboten.


Ich kann mich nicht erinnern, dass hier am Wasserfall so viel Wasser über die Hänge hinab schoss. Welch grandioser Anblick...


Schneeglöckchenfeld am Wasserfall bei Bad Überkingen
Schneeglöckchenfeld am Wasserfall bei Bad Überkingen

Auch in Nellingen ist die Loipe gespurt...

Heute möchte ich mal die Nellinger Loipe testen. Schnee gibt es ja auch auf der Schwäbischen Alb in Hülle und Fülle. Ab dem Spielplatz sei die Loipe gespurt. Also setze ich mich in meinen fahrbaren Untersatz und fahre zum Loipenstart. Heute nehme ich meine Klassik-Latten und schon bin ich in der Spur. Leicht ansteigend geht es in Richtung Ditzenbacher Flugplätzle, dann leicht abfallend an diesem vorbei zur Schonderhöhe. Kurz vor der Schonderhöhe zwingt mich eine knackige Rampe zum Grätschen.

Die Spuren sind gut - das Wetter könnte besser sein...
Die Spuren sind gut - das Wetter könnte besser sein...
Kurz vor dem Spielplatz Aymer, Schwäbische Alb
Wo ich bin ist vorne...


Mal wieder die Abfahrtsski bewegen - Füssener Jöchle

Heute geht es mal wieder aufs Füssener Jöchle. Ich glaube, letztes Jahr habe ich die Abfahrtsski kein einziges Mal benutzt. Leider versteckt sich die Sonne hinter den dicken Wolken und auch der Wetterbericht lässt sich nicht verleiten, mir mit Aussicht auf Sonne zu schmeicheln. Das Skifahren ist ja momentan wenigstens von Montag bis Donnerstag im Tannheimer Tal kostenlos, da kann ich auch mal auf die Sonne verzichten.

Die Pisten sind in tadellosem Zustand und allzu viele Skifahrer sind auch nicht unterwegs. Da macht es richtig Spaß, die Hänge hinunter zu kurven. 

Ok - der Himmel ist von der Farbe her dem Schnee sehr ähnlich...
Ok - der Himmel ist von der Farbe her dem Schnee sehr ähnlich...
An der Bergstation fast kein Betrieb...
An der Bergstation fast kein Betrieb...


Schnell noch in die Loipe (klassisch)...

Nach den üppigen Schneefällen der letzten Tage, geht es heute mal wieder in die Loipe. Die Sonne lacht und so greife ich zum Allroundwax und verwöhne meine Ski indem ich ihre Lauffläche mal so richtig auf Vordermann bringe.

 

Wobei... das Waxen hätte ich mir sparen können. Der Schnee ist so kalt und stumpf, dass die Gleitphasen der Ski auf ein Minimum schrumpfen. Also ist etwas mehr Bein- und Armarbeit angesagt, um vorwärts zu kommen.  

Herrliches Wetter, saukalt und stumpfer Schnee...
Herrliches Wetter, saukalt und stumpfer Schnee...

Die Loipen sind frisch gespurt...
Die Loipen sind frisch gespurt...
...und fast menschenleer...
...und fast menschenleer...
Vorzelt und Wohnwagen versinken im Schnee...
Vorzelt und Wohnwagen versinken im Schnee...


...Und ein Ende ist nicht abzusehen...

Camping Alpenwelt, Tannheimer Tal, Winter 2019
Am nächsten Morgen ist das Wetter wie ausgewechselt...

Es hat ja wieder geschneit... am Haldensee ist ne Lawine abgegangen, Nesselwängle ist nicht erreichbar, der Gaichtpass ist gesperrt. Von Hindelang aus ist das Tannheimer Tal nicht zu erreichen, der Fernpass ist gesperrt und viele weitere Straßen.

 

Am Sonntag hat es geregnet und anschließend wieder geschneit. Unter dem nassen Schnee drohen auch Dächer ( auch die der Wohnwagen) einzustürzen. Also mache ich mich wieder auf den Weg, um nach dem Rechten zu sehen...


Erst als ich von der Autobahn bei Oy-Mittelberg abfahre - von hier aus sind es noch gut und gerne ca. 25 km bis auf den Campinplatz - werden die Straßen schneebedeckt. Als ich dann schlussendlich die Höhe des Tannheimer Tals erreiche, ist das Wetter wie von einem anderen Stern. Der Sturm wühlt den umliegenden Schnee auf und peitscht ihn über das Tal. An manchen ausgesetzten Stellen ist die Sicht etwa 2 m weit. Nebel, Schnee - alles weiß - der Strassenrand nicht zu erkennen. Langsam taste ich mich voran...  bis zum Abzweig Campingplatz.

 

Die letzten 300 m werde ich ja noch schaffen - jedoch die Schneemassen, die ich gar nicht so richtig erkennen kann - sind zu tief. Nach 200 m gräbst sich mein Fronttriebler ein. Ich lege den Rückwärtsgang ein, um wieder zur Hauptstraße zurück zu kehren... öffne das Fenster... der Sturm bläst mir sofort eine Landung Schnee ins Gesicht und auf den Beifahrersitz.. also Fenster zu und in die Rückfahrkamera geschaut... alles weiß, keine Straße zu erkennen.

 

Und so kam es wie es kommen musste: Ich fand mich (und mein Fahrzeug) wieder in einer unüberwindbaren Schneewehe wieder. Kein Problem dachte ich, eine Schaufel habe ich ja im Auto. Also schaufle ich eben mal ne halbe Stunde... ziemlich erfolglos. Mit triefend nassen Hosen und ziemlich erschöpft ging ich zu Fuß die letzten 100 m bis zum Wohnwagen. Erst mal eine trockene Hose, dann den Puls wieder in eine normale Zone kriegen...

Camping Alpenwelt, Tannheimer Tal, Winter 2019
Endlich - mein Fahrzeug steht wieder auf seinem Parkplatz...
Camping Alpenwelt, Tannheimer Tal, Winter 2019
Parkplatz schippen, Vorzelt abräumen = 3 Stunden Arbeit

Der Gedanke: "Ich lass die Karre bis morgen früh stehen" wurde durch das Geräusch eines Schneepfluges jäh unterbrochen. Also ich wieder raus - es stürmte noch immer. Irgendwie machte ich mich beim Schneepflugfahrer bemerkbar. Der hatte ein zog mich dann wieder zurück auf die Hauptstraße... 

Also mache ich mich nun wieder - wie auch schon ein paar Tage zuvor - auf den Weg zum Parkplatz nach Zöblen, um dort mein Auto abzustellen. Ein gepflegter Fußmarsch bringt mich wieder auf den Campingplatz. Ich wate durch den Tiefschnee - ziehe wieder meine nassen Klamotten und Schuhe aus - und vergesse die Welt...


Das Tannheimer Tal versinkt im Schnee...

Nachdem der liebe Petrus im vergangenen Sommer mit seinem guten Wasser äußerst sparsam umgegangen ist, lässt er es nun in leicht angefrorener Form vom Himmel auf die Erde rieseln. So machte ich mich gestern auf, um mal nach unserem Wohnwagen zu schauen. 

Die Autobahn war schon ab Kempten schneebedeckt und geduldiges Autofahren war angesagt. 60 km/h war schon flott, meist ging es noch langsamer durch den Schnee. In Wertach, das immerhin schon ca. 900 m hoch liegt, war die Welt noch in Ordnung... dann ging es hoch in Richtung Campingplatz. Der liegt dann 

Camping Alpenwelt, Tannheimer Tal, versinkt im Schnee
Endlich - Ins Vorzelt komme ich ja schon mal...

schon auf knapp über 1.100 m. Ich biege nach links zum Campingplatz - die schmale Straße steigt hier nochmals an. Nach 30 m versucht mein Pferdchen (in Form eines Passats) krampfhaft, seine Hufe standsicher in den tiefen Schnee zu graben... erfolglos... ein Weiterkommen ist unmöglich. Also geht es wieder im Rückwärtsgang hinab zur Hauptstraße. 

Camping Alpenwelt, Tannheimer Tal, versinkt im Schnee
Schaufeln geht auch ohne Sonne...

Parken am Straßenrand - Fehlanzeige - diese Plätze wurden schon von den Schnee-Räumdiensten belegt. Also kurve ich wieder zurück nach Zöblen, da wird - und ich hoffe, dass das auch bei Dickschnee so ist - ein Parkplatz am Ortsausgang geräumt. Naja, so 30 cm Neuschnee liegen drauf - ich biege mir Schwung ein, nehme den nächst besten Platz, es steht ja nur noch ein anderes Auto drauf. Motor aus.

Nun ist ein Fußmarsch von ca. 2 km auf der schneebedeckten Landstraße mit Ziel Campingplatz angesagt. Am Wohnwagen angekommen ereilt mich dann Schock... (siehe Bilder).


Camping Alpenwelt, Tannheimer Tal, versinkt im Schnee
Der nächste Morgen stimmt mich wieder versöhnlich...
Camping Alpenwelt, Tannheimer Tal, versinkt im Schnee
Die Sonne strahlt... ein Wiedergutmachungsversuch...