Auf nach Bremen

Bremen ist lediglich 28 km von Worpswede entfernt. Und da ich noch nie in Bremen war, stand nun ein Besuch bei den Bremer Stadtmusikanten auf dem Programm. Allerdings nicht mit dem Rad. Von Worpswede fährt ein Bus direkt nach Bremen zum Hauptbahnhof.

Bremen Hauptbahnhof
Bremen Hauptbahnhof
Verdammt windig heute...
Verdammt windig heute...

Die Bushaltestelle ist locker ca. 25 Flottgehminuten vom Campingplatz entfernt. Wobei die Bushaltestelle verlegt und durch eine Ersatzbushaltestelle ersetzt wurde. Allerdings nur in eine Fahrtrichtung.

Gegenüber - wo normalerweise die Bushaltestelle in Gegenrichtung zu finden ist, ist nichts von einer Haltestelle zu sehen. Also machen wir uns auf, per pedes die nächste Haltestelle anzusteuern. Der flotte Schritt - es sind ja doch wieder weit mehr als 1.000 Schritte - bewirkt die Bildung von unzähligen Schweißperlen in allen Körperregionen.

Diese Liegestühle laden zum Relaxen ein...
Diese Liegestühle laden zum Relaxen ein...

Schweißgebadet und mit Wehmut sehen wir einen Bus, der unsere angesteuerte Haltestelle verläßt. Zu spät, nur 30 Sekunden - aber einfach zu spät. Naja, kein Beinbruch, der nächste Bus geht in einer Stunde. 

Die Bank hat nicht für alle Platz...
Die Bank hat nicht für alle Platz...
Katze auf dem Dach...
Katze auf dem Dach...
Mann im Moor...
Mann im Moor...
Bei der Touristinfo...
Bei der Touristinfo...

Die Busfahrt dauert ca. 1 Stunde und ist sehr kurzweilig. Das liegt sicher auch an einer Gruppe mit Jugendlichen, die von einem Betreuer und einer Betreuerin begleitet wurden. Im Bus war ich dann doch fasziniert von der angeregten Unterhaltung der Betreuer mit den Jugendlichen in Gebärdensprache. Mit Fingern, Händen und gekonnter Gestik wurden lebhafte Gespräche geführt. Das hat mich echt begeistert, wie schnell und problemlos die - vermutlich Gehörlosen - miteinander agierten.

Mitten in Bremen...
Mitten in Bremen...
Das alte Rathaus, Bremen...
Das alte Rathaus, Bremen...

Eine herbe Enttäuschung waren die Bremer Stadtmusikanten. Erwartet hatte ich die vier aufeinander stehenden Tiere in übergroßer Dimension. Eher klein und unscheinbar an den Rand gedrängt, erspähe ich Esel, Hund, Katze und Hahn.

Die Bremer Stadtmusikanten...
Die Bremer Stadtmusikanten...

Radtour im östlichen Teufelsmoor

Die Nächte sind nun schon deutlich unter +10 Grad. Nun ja, der Sommer hat des Staffelstab gestern an den Herbst übergeben. Der Rasen ist morgens naß - nicht nur der Rasen - alles, was unter dem Himmelszelt an der frischen Luft übernachtete, ist mit vielen kleinen Wassertröpfchen benetzt. 

 

Ich  gehe in das Waschhaus unter die Dusche. Der Weg ist teilweise sandig und der feuchte Sand klebt an den Schuhen wie Kaugummi. 

Nicht gut zu sehen... aber auf diesem Ausdach sich Schafe...
Nicht gut zu sehen... aber auf diesem Ausdach sich Schafe...

Um im Waschhaus (fast) keine Spuren zu hinterlassen, ziehe ich meine Turnschuhe direkt vor dem Waschhaus aus und schlüpfe in meine Badeschlappen. Die sandigen Turnschuhe lasse ich vor der Türe  stehen, in der Hoffnung, dass sie auch in 10 Minuten immer noch da stehen werden...

Das Gebäude ist schon sehenswert - die Wolken ebenso...
Das Gebäude ist schon sehenswert - die Wolken ebenso...

Nun nimmt das Drama seinen Lauf. Ich stehe unter der Dusche und wundere mich, warum nur kaltes Wasser aus der Brause kommt. Nun entdecke ich ein kleines Kästchen, das nach einem Euro verlangt, sofern heißes Wasser auf der Wunschliste steht.

 

Ok, ich dusche kalt. Wasche auch meine Haare... und ich fühle mich, als hätte ich meinen Kopf in den Schnee gesteckt. Aber damit nicht genug - mein Griff nach dem Handtuch geht ins Leere. In der Tat, ich habe mein Handtuch vergessen. 


Ich fasse in meinen Bademanteltasche und entdecke dort eine dicke Serviette, die ich wohl beim letzten Saunabesuch in deren Bistro in meinen Bademantel geschoben habe. Ich beginne, mich mit der Serviette abzutrocknen und man glaubt es nicht - wenn ich das Wasser aus der Serviette wieder auspresse, dann kann ich den Vorgang wiederholen. 


Radtour im nördlichen Teufelsmoor

Eine restaurierte Mühle unweit Wopswede...
Eine restaurierte Mühle unweit Wopswede...

Der Wind hat zwar etwas nachgelassen, aber es ist immer noch zu kalt und unfreundlich. Also ist erst mal ein Museumsbesuch mit Schwägerin und Schwager angesagt. Es ist noch wenig los und so können wir uns in aller Ruhe die Bilder von hier beheimateten Künstlerinnen und Künstlern zu Gemüte führen.

 

Im Anschluß lädt die Sonne, die sich ab und zu in eine wolkenfreie Luke zwängen kann, zu einer kleinen Radtour ein.

 

 


Gleich steigt der Drachen...
Gleich steigt der Drachen...
Ob ich mich dazusetzen darf...
Ob ich mich dazusetzen darf...

Am Dorfplatz...
Am Dorfplatz...
Empfehlenswert: Die Moorkate...
Empfehlenswert: Die Moorkate...
Für kleine Leute ein kleines Haus...
Für kleine Leute ein kleines Haus...
Ein alter Dorfbrunnen...
Ein alter Dorfbrunnen...

Schon sind die sonnigen Abschnitte des Tages wieder dahin. Gefühlt wird der Wind immer kälter und bei Gegenwind beginnen die Augen schon zu tränen. Es gibt viel zu sehen. Anfangs dachte ich, dass das Teufelsmoor wohl nur sehr spärlich besiedelt wäre. Da wurde ich jedoch des Besseren belehrt. Dörfer sind zwar sehr selten, jedoch sind entlang der Straße immer wieder Häuser - etwas zurückgesetzt - mit schönen Gärten oder gepflegtem Rasen. Fährt man an einem Haus vorbei, dann taucht hinter den angrenzenden Büschen und Bäumen das nächste auf... und noch eins... und noch eins. Und so reiht sich Haus an Haus wie die Perlen auf einer Perlenkette.

Blick vom Turm "Neu Helgoland"...
Blick vom Turm "Neu Helgoland"...
...ins Teufelsmoor...
...ins Teufelsmoor...

So einen Wohnwagen hätte ich auch gerne...
So einen Wohnwagen hätte ich auch gerne...

In Worpswede angekommen

Ein trister Tag... Die Sonne versteckt sich hinter den Wolken und ist heute wohl nicht mehr zu sprechen. Wir fahren nach Worpswede, ein kleines Künstlerstädtchen, das seinesgleichen sucht.

 

Worpswede liegt mitten im Teufelsmoor und direkt an der Hamme, ein Fluß, der mir bis gestern vollkommen unbekannt war. Das Teufelsmoor hat natürlich nichts mit dem Teufel zu tun. Es ist eine etwa 500 km² große Niederung - ein eiszeitliches Schmelzwassertal. Früher konnte das Teufelsmoor nur an einigen Stellen überquert werden.

Der Biergarten bleibt bei Kälte und Sturm leer...
Der Biergarten bleibt bei Kälte und Sturm leer...

Einige Kanufahrer legen gerade an...
Einige Kanufahrer legen gerade an...
...und Kanus gibt es genügend...
...und Kanus gibt es genügend...

Die Sonne verläßt den Himmel und schickt uns zum Trost ein glühend Abendrot...
Die Sonne verläßt den Himmel und schickt uns zum Trost ein glühend Abendrot...

Bremerhaven, Wremen, Padingbüttel, Sievern, Bremerhaven

Die Disney Adventure wird in Bremerhaven wieder flott gemacht...
Die Disney Adventure wird in Bremerhaven wieder flott gemacht...

Guten Morgen - Frühstück an der Sonne hat noch niemandem geschadet. Über den Süden Deutschlands macht sich ja momentan eine Hitzglocke breit. Hier oben in Bremerhaven ist es hingegen sehr angenehm. Heute sind nicht mehr als 24 Grad angesagt, teilweise bewölkt mit einigen Tropfen von oben. Damit kann ich leben.

Auf dem Weg durch den Hafen ist mir dieses Fahrzeug begegnet. Also selbst nach langem Überlegen... ich kann mir einfach nicht vorstellen, für was dieses Gefährt gut sein soll. Ich weiß ja nicht einmal, wo vorne und hinten ist. Und ein Ersatzrad ist das eingepackte Runde ja bestimmt nicht. Also schwinge ich mich auf mein Bike und fahre einfach weiter.


Der Hafen ist endlos...
Der Hafen ist endlos...
Wie Giraffen recken die Kräne ihre Hälse gen Himmel...
Wie Giraffen recken die Kräne ihre Hälse gen Himmel...

Bremerhaven hat knapp 120.000 Einwohner und liegt auf einer Höhe von 0,2 - 2,0 m über dem Meer. Und ich kann das bestätigen: Beim Radeln überquert man maximal eine kleine Brücke. Da ist die Rampe auf den Deich gefühlt schon eine Bergetappe. 

Manche Wasservögel sind schwarz und lüften ihre Flügel...
Manche Wasservögel sind schwarz und lüften ihre Flügel...
Andere wiederum sind weiß und sitzen gerne auf Pflöcken...
Andere wiederum sind weiß und sitzen gerne auf Pflöcken...

Ein Radweg führt direkt an der Nordsee entlang. Meine Lungen bedanken sich für die frische Meeresluft, die ich mit Wonne einsauge. Es sind lediglich einige Wanderer und Radler unterwegs und es macht richtig Spaß, hier entlang zu radeln. 

Da will ich wieder hin...
Da will ich wieder hin...

Bremerhafen

Endlich ist dem hartnäckigen Wind die Puste ausgegangen. Ich marschiere ins Duschhaus und es ist schon angenehm warm. Auch kann der Frühstückstisch heute mal wieder unter freiem Himmel gedeckt werden. Allerdings habe ich vergessen leckere Brötchen zu bestellen - auf dem Campingplatz müssen diese am Vorabend vorbestellt werden - so gibt es heute eben altes trockenes Brot. Wobei ich in diesen Fällen dieses mit der doppelten Schicht Marmelade (Erdbeer) belege, so dass mein Mund genügend Spucke produziert, um die Trockenscheibe aufzuweichen, um sie als süßen Erdbeerbrotbrei der Schluckmuskulatur  zu übergeben.

An der Nordsee angekommen...
An der Nordsee angekommen...

Im Hntergrund das Hotel Atlantic Sail City Bremerhaven
Im Hntergrund das Hotel Atlantic Sail City Bremerhaven

Heute wollen unser Wohnmobil nach Bremerhaven stellen, um die dortige Gegend mit dem Rad zu erkunden.

In Bremerhaven angekommen, setzt mein Navi alles daran, mir in der Stadt jede Kurve und jede Abzweigung persönlich vorzustellen. Ich bin noch nie so häufig rechts - links - rechts - links gefahren wie hier. Zielpunkt war ein Stellplatz direkt an der Nordsee, unweit der Altstadt. 


Als ich diesen endlich erreicht hatte, mußte ich feststellen, dass ich heute vermutlich der Letzte war... und den beissen ja bekanntlich die Hunde. Nachdem ich vergeblich nach einem freien Platz Ausschau gehalten habe, wurde mir langsam klar, dass man einfach früher aufstehen muss, möchte man einen dieser begehrten Stellplätze direkt an der Nordsee ergattern.


Also kurzerhand einen neuen gesucht - gefunden - auch das Navi machte dieses Mal einen guten Job. Wohnmobil abgestellt, kurz das Gelände erkundet, dann die Abendsonne genossen. 

Am Neuen Hafen...
Am Neuen Hafen...

Von Bad Karlshafen nach Hannoversch Gmünden und zurück

Das Wetter soll sich ja nochmals gewaltig ändern. Der Sommer soll noch einmal für einige Tage zurückkehren. Ich schaue indes aus dem Fenster und kann keine Wetteränderung feststellen. Die grauen Wolken am Himmel haben ihre Stellung seit dem Vortag scheinbar nicht verändert obwohl der Wind aus allen Lungenflügeln bläst.

Einheitsgrau über der Weser...
Einheitsgrau über der Weser...
Die Fähre...
Die Fähre...

Da sich unser Schwager samt seiner angetrauten Schwägerin ca. 20 km entfernt auf einem Campingplatz niedergelassen hat, besuchen wir die beiden mal.

 

Kurz nach 12 Uhr ist der richtige Campingplatz gefunden und wir beschließen, um Ursprung der Weser nach Hannoversch Münden zu radeln.

 


Kloster Bursfelde
Kloster Bursfelde
Der Weserstein am Zusammenfluß der Fulda und der Weser...
Der Weserstein am Zusammenfluß der Fulda und der Weser...

Auf den Radweg ist nicht allzuviel los. Lediglich einige Pärchen und 4-5 Radlergruppen begegnen uns. In Hannoversch Gmünden besuchen wir den Weserstein, der den Zusammenfluß von Fulda und Werra beschreibt. 

Es gibt ca. 700 Fachwerkhäuser in Hann.Münden
Es gibt ca. 700 Fachwerkhäuser in Hann.Münden
Die Fulda...
Die Fulda...

Beide Flüsse vereinigen sich und das fließende Gewässer heißt fortan Weser.

 

Wobei sich die Fulda - laut einer Sage - fürchterlich beschwert, da kein einziger Buchstabe aus ihrem schönen Namen (Fulda) im neu gebildeten Fluß "Weser" zu finden ist.


Das letzte Bild zeigt die Fulda im Vordergrund, die auf dem Weg in den Hintergrund das Wasser, der von rechts  zufließenden Werra (auf dem Bild nur mit entsprechender Vorstellungskraft verfügbar) mit auf die Reise in die Nordsee nimmt.


Von Bad Karlshafen nach Holzminden und zurück

Blick auf den Campingplatz...
Blick auf den Campingplatz...

Die Natur braucht ihn dringend - den Regen. Und heute Nacht hat es geregnet, viel geregnet. Auch hat sich der Wind mal wieder so richtig ausgetobt. Die Antenne auf dem Wohnmobil hat ihn Gott sei Dank gesund und wohlbehalten überstanden.

 

Der Campingplatz ist - geschätzt - lediglich zu 60% belegt. Dadurch ist der Blick auf die Weser und das gegenüberliegende Ufergelände, der Campingplatz liegt direkt an der Weser, einfach herrlich.


Ich riskiere einen Blick ins Internet, Wetteronline macht mich Glauben, dass es heute untertags nicht mehr regnen wird. Das liest sich wirklich gut und schon sitzen wir im Sattel.

Hier ist bestimmt noch ein Zimmer frei...
Hier ist bestimmt noch ein Zimmer frei...
Da hat sich jemand Mühe gemacht...
Da hat sich jemand Mühe gemacht...

Der Wind hat etwas nachgelassen. Die Temperaturen sind jedoch mit dem Wind etwas in den Keller gerutscht so dass Beinlinge meine Muskeln schön warm halten und auch ein langer Kittel (winddicht) ist heute angesagt. 

Sonne gibt es heute nur im Garten...
Sonne gibt es heute nur im Garten...
An der Weser haben die Wolken die Oberhand...
An der Weser haben die Wolken die Oberhand...

Wie gerne hätte ich in Holzminden in einem Eiscafe ein leckeres Eis - bestimmt hätte ich Spaghetti-Eis bestellt - in meinen Bauch eingelöffelt. In der Fußgängerzone sah ich zwar zwei italienische Eiscafes, jedoch zogen wir es vor, uns in einer warmen Bäckerei die durchs Radeln verlorenen Kalorien in Form von belegten Brötchen und Kuchen nachzuschieben.

Holzminden, Marktplatz bei Schlechtwetter...
Holzminden, Marktplatz bei Schlechtwetter...
Ein Fachwerkhaus mit einer lateinischen Lebensweisheit im Holz...
Ein Fachwerkhaus mit einer lateinischen Lebensweisheit im Holz...

Frisch gestärkt machen wir uns auf den Rückweg nach Bad Karlshafen. Bei Höxter wollen wir uns noch Schloß Corvey anschauen. Vor  ca. 17 Jahren waren wir schon einmal hier. Damals konnte man noch - das Rad schiebend - durch das Anwesen laufen, Fotos von den blühenden Gärten und Gebäusen schiessen. Heute ist das nicht mehr möglich. Räder müssen auf einem angrenzenden Parkplatz abgestellt werden und Fotografieren ist verboten. Auch ist ein Ticket zu lösen..

Die Weser bei Holzminden...
Die Weser bei Holzminden...
Bei Sonne könnte man im Biergarten...
Bei Sonne könnte man im Biergarten...
Blick auf die Weserbrücke bei Höxter...
Blick auf die Weserbrücke bei Höxter...
Das Reichspräsidentenhaus...
Das Reichspräsidentenhaus...


In Bad Karlshafen angekommen

Irgendwie habe ich einige interessante Informationen über den Weserradweg in die Finger bekommen. Und so reifte der Entschluss, einige Kilometer genau auf diesem in die Pedale zu treten. Die Weser ist ja nun nicht ein Wässerchen, das irgendwo ans Tageslicht tritt und dann einfach da ist. So wie beispielsweise die Blau, die aus dem bekannten Blautopf in Blaubeuren sprudelt oder wie die Fils, die nahe Mühlhausen an die Erdoberfläche tritt und das Filstal in Richtung Geislingen / Göppingen dahin plätschert.

Die freundliche Alte zeigt mir den Weg zum Campingplatz...
Die freundliche Alte zeigt mir den Weg zum Campingplatz...

Die Weser entsteht vielmehr durch den Zusammenfluß von Fulda und Werra in Hannoversch Münden. Wobei dieser Name auch erst später entstanden ist. Früher hieß "Hannoversch Münden" nur "Münden". Dies führt jedoch zu Verwechslungen zur Stadt Minden in Westfalen. Um diesen Verwechslungen aus dem Wege zu gehen, wurde sie umbenannt in Hannoversch Münden, um auch die Nähe zum Kurfürstentum Hannover zu beschreiben.

Schweinchen Babe...
Schweinchen Babe...
Der Freund von Babe...
Der Freund von Babe...
Das Rathaus von Bad Karlshafen...
Das Rathaus von Bad Karlshafen...
Schilder gibt es genug...
Schilder gibt es genug...

Einige Kilometer von Hannoversch Münden liegt Bad Karlhafen. Hier werden wir begrüßt von Schweinchen Babe. Das Rathaus liegt am Hafen, der durch eine Schleuse mit der Weser verbunden ist. 



Von Pirna Richtung Dresden und zurück

Wir haben unseren bisherigen Campingplatz verlassen und sind nun in Pirna gelandet. Bevor die Sonne untergeht, unternehmen wir noch einen kleinen Radausflug in Richtung Dresden. Zuerst verfahre ich mich natürlich... mein GPS zeigt mal wieder Wege an, die in der rauhen Wirklichkeit nicht mehr existieren.

Bei der Umfahrung geraten wir in eine Kleingartenanlage. In einem nicht zu übersehbaren Schild wird am Eingang darauf hingewiesen, dass das Rad zu schieben ist. Also steiegen wir brav ab und schieben unser Rad durch die Anlage. 

 

Die Gärten scheinen - bis auf einen - ziemlich verlassen. Naja, was soll's, wir schieben bis uns das kommende Tor das Ende der 
Anlage verkündet. Durch einen herrlich kühlen Wald finden wir den Weg nach Pillnitz.

Die Weinbergkapelle, leider geschlossen...
Die Weinbergkapelle, leider geschlossen...

Verdammt steil und holprig ist die Auffahrt zur Kapelle. Leider ist sie verschlossen. Nach uns kommt ein  weitere Besucher (mit Gattin und hochrotem Kopf - sie hat wohl bei ihrem E-Bike die Schiebehilfe nicht gefunden...

Schloss Pillnitz...
Schloss Pillnitz...

Schloss Pillnitz - ein prächtiges Anwesen - war eine Sommerresidenz von Fürsten und Königen von Sachsen im 17. Jahrhundert. 


Schloss Pillnitz von der anderen Seite der Elbe...
Schloss Pillnitz von der anderen Seite der Elbe...
Das blaue Wunder...
Das blaue Wunder...

Die Stahlbrücke bei Dresden, die im Jahre 1893 fertiggestellt wurde, wird als blaues Wunder bezeichnet. Und das rührt eigentlich daher, dass die Brücke ursprünglich mit blauer Farbe gestrichen war. Auch war die Konstruktion aus Stahl in der damaligen Zeit ungewöhnlich und so wurde sie eben als blaues Wunder bezeichnet.


Von Melnik nach Litomerice und zurück

Das ?Postschiff auf der Elbe...
Das ?Postschiff auf der Elbe...

Heute geht es in die andere Richtung - und das heißt in Richtung Dresden. Natürlich ist Dresden noch endlose Kilometer von uns entfernt. Auf dem Radweg, der eigentlich nicht besser ausgebaut sein könnte, begegnet uns nach einiger Zeit dieser Kutter. Gelb ist doch die Farbe der Post - also kann es nur das Postschiff sein... 

In Roudnice ist ein erster Halt angesagt...
In Roudnice ist ein erster Halt angesagt...
Schloss Roudnice...
Schloss Roudnice...

In Roudnice ist derzeit eine Großbaustelle - die Brücke über die Elbe (über die auch der Radweg geht) wird saniert und ist deshalb für den Verkehr gesperrt. 

 

Für Fußgänger und Radfahrer wurde ein schmaler Gang zur Verfügung gestellt, der links durch das Brückengeländer begrenzt ist und rechts durch einen Bauzaun.


Diese schmale Fußgängerrinne wurde sicher von einem entworfen, der des Radfahrens nicht mächtig ist - es ist nur Platz in der Breite für einen Radler. Begegnen sich auf der Brücke - oh ja es ist eine lange Brücke - 2 Radler, so sollten beide einen sehr schmalen Lenker montiert haben und auch vorher nicht beim Mittagessen gewesen sein. Sind normale Lenker montiert, dann wird von den auf der Brücke Entgegenkommenden ganz schöne Rätsel auferlegt. Sind die Lenker in etwa auf gleicher Höhe, dann ist eine berührungsfreie Begegnung nicht mehr gegeben. Aber irgendwie, mit Rad-hochheben und Lenker über die Brüstung drehen, kommen wir immer noch gerade so aneinander vorbei.

Am Gebäude steht, was mir fehlt...
Am Gebäude steht, was mir fehlt...
Unsere Tour geht nach links - Gott sei Dank...
Unsere Tour geht nach links - Gott sei Dank...

In Litomerice ist eine Stärkung angesant. Litomerice ist ein Städtchen mit ca. 23.000 Einwohnern und hier fließt die Eger in die Elbe, das müssen wir natürlich gesehen haben. Aber so einfach ist es gar nicht auszumachen.

Hier fließt die Eder in die Elbe...
Hier fließt die Eder in die Elbe...
Hinten, wo das Boot zu sehen ist, ist die Eder...
Hinten, wo das Boot zu sehen ist, ist die Eder...

Es ist nicht einfach zu erkennen. Da ist schon eine Karte notwendig. In der Bildmitte (Bild ls.: hinterer Bereich) ist ein Boot u erkennen. Das ist der Zufluß der Eder, von links kommend, in die Elbe.

Alles Fassade - wie so oft...
Alles Fassade - wie so oft...
Das Museum - gleicher Architekt...
Das Museum - gleicher Architekt...

Litomerice, an der Elbe...
Litomerice, an der Elbe...
Diese Pappelallee würde ich gerne aus der Nähe betrachten, jedoch - ich habe keine Badehose dabei...
Diese Pappelallee würde ich gerne aus der Nähe betrachten, jedoch - ich habe keine Badehose dabei...

Goulasch mit Knödel - nebenbei Sonne auf einer schönen Terrasse - es schmeckt und es gibt nichts zu meckern. Was will man mehr. Anschließend geht es wieder zurück auf den Campingplatz in Melnik. Allerdings komme ich nicht an einem Biergarten vorbei, in den bereits viele sichtbare Radspuren führen.

20250820_143056.jpg Unterführung  /   20250820_165729.jpg Giesskanne   /   Text   /   20250820_145142.jpg Garten

Kunst in der Unterführung...
Kunst in der Unterführung...
Bewässerungsanlage...
Bewässerungsanlage...

Der junge Mann hinter der Theke wird wohl gerade erst angelernt. Er ist zwar durchaus in der Lage ein Radler unfallfrei ins Glas zu bekommen. Jedoch bei einem Kaffee kommt er an seine Grenzen und muss vom Chef hilfreich unterstützt werden.

Der Froschkönig?
Der Froschkönig?


Von Melnik nach Veltrusy und zurück

Mit dem Wohnmobil geht es heute weiter in Richtung Elbe. Ziel ist Mělník, 30 km nördlich von Prag. Mělník liegt auf einem Hügel, hat über 20.000 Einwohner und liegt am Zusammenfluss von Moldau und Elbe. Wobei sich eigentlich 2 Flüsse in die Elbe ergießen: Der Moldaukanal und die Moldau. 

Schleuse bei Horin...
Schleuse bei Horin...
Brpcke über den Moldaukanal...
Brpcke über den Moldaukanal...

Es herrscht unerwartet viel Verkehr in Melnik. Bislang waren wir ja mehr in relativ unbewohnten Gegenden unterwegs. Und da haben die wenigen Autos, die an einem vorbei gefahren sind, nie gestört. 

 

Hier in der Stadt ist es unvermeidbar, dass man mit dem Rad auch mal in eine dicht befahrene Straße einbiegen muss. Gott sei Dank hält sich das ziemlich in Grenzen und nach 1 km pedallieren wir wieder auf einem gut ausgebauten Radweg in Richtung Veltrusy.

Schloss Veltrusy...
Schloss Veltrusy...

Wäre der Radweg zum Schloss Veltrusy breiter, dann würde ich sagen, dass eine königliche Prachtstraße, eine Allee um Schloss führt. Teile davon können kostenlos besichtigt werden. Im Schlossbereich findet sich auch ein Cafe, in dem sich - meist Frauen mit kleinen Kindern - ein Stelldichein geben.

Schloss Veltrusy, der Eingangsbereich...
Schloss Veltrusy, der Eingangsbereich...
Viele Statuen schützen das Schloss...
Viele Statuen schützen das Schloss...

Im Jahre 1716 wurde es von einem Graf erbaut. Umgeben von Parkanlagen umfaßte es zu seiner Blütezeit bis zu 2.000 Hektar. Die naheliegende Moldaubrücke hat zwei Gesichter. Von der linken Seite betrachtet ist es eine alte stählerne Brückenkonstruktion mit Eisenbahncharakter, von der rechten Seite her weist sie kleine Anbauten auf, deren Funtkion mir jedoch verborgen blieben.

Moldaubrücke von der linken Seite betrachtet...
Moldaubrücke von der linken Seite betrachtet...
...von der rechten Seite betrachtet...
...von der rechten Seite betrachtet...

Unterhalb der Brücke ist eine Kanu-Slalomstrecke zu sehen. Leider hatten die Kanuten wohl Urlaub. Zu gerne hätte ich mal gesehen, wie sich sich durch die Stangen kämpften.

Hier fehlen die Kanuten...
Hier fehlen die Kanuten...
Ein wohl neues Restaurant am anderen Ufer...
Ein wohl neues Restaurant am anderen Ufer...

Zurück in Melnik fuhren wir noch auf den Stadthügel, auf dem sich ebenfalls ein Schloss befindet: Schloss Melnik.

Im 16 Jahrhundert wurde es erbaut. Wobei "erbaut" vielleicht das falsche Wort ist, denn es wurde aus einem bestehenden älteren Anwesen umgebaut.

Weithin sichtbar: Schloss Melnik...
Weithin sichtbar: Schloss Melnik...

Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf den Zusammenschluß von Moldau und Elbe, so steht es zumindest in einigen Artikeln. Dem kann ich so nicht zustimmen, denn hier fließt nicht nur die Moldau in die Elbe, sondern auch der Kanal, ein Ableger der Moldau. 

Von rechts kommt der Moldaukanal, von links die Elbe...
Von rechts kommt der Moldaukanal, von links die Elbe...
Von oben die Moldau...
Von oben die Moldau...

Was gut auf dem großen Foto links zu sehen ist, ist der Zufluß des Kanals in die Elbe. 

 

Ca. 200 m Flußaufwärts (auf dem großen Foto wäre das links) ist die Einmündung der Moldau (von oben kommend) in die Elbe, die sich hinter dem Busch links verstekt) zu sehen (kleines Bild).



Mit dem Rad nach Prag

20 km an der Moldau
20 km an der Moldau

Gestern sind wir ja mit dem Zug nach Prag gefahren. Heute werden wir den Radweg von Vrane nach Prag testen. Auf den bisherigen Abschnitten trat die Moldau ja verdammt spärlich in das Auge des Radlers. 

Heute ist es wie ausgewechselt. Keine Steigungen, ebene gut ausgebaute Radwege bringen uns nach Prag. Ich bin echt begeistert. Wobei sich die Begeisterung 200 m vor der Karlsbrücke wieder verzieht. Der Radweg gehört den Touristen, die per pedes unterwegs sind.

Sehr gute Lösung...
Sehr gute Lösung...
Spur halten...
Spur halten...

Ich kapituliere und drehe um. Ich will mein Rad nicht durch diese Fleischmenge schieben - ich habe einfach genug. Schlußendlich habe ich gestern eine große Tour durch Prag gemacht. Das will ich heute nicht noch einmal erleben. 

Der Weg zurück ist stressfrei. Sobald die Stadt hinter uns liegt, wird es auf dem Radweg wieder erträglich. Und ich weiß ja, dass auf dem Wer zurück noch einige Kalorien-Tankstellen kommen werden. 

Und schon werfen wir den Anker... ein Kiosk mit einem großen Angebot auf Tafeln lockt uns in deren Bereich. Es hat gerade erst geöffnet, die Bedienung ist freundlich und wohl neu, da die Chefin, auch freundlich, diese erst an der Kasse einweisen muss. Das stört nicht - wir haben Zeit. 

Irgendwann fahren wir über eine Fahrradbrücke. Diese ist an einer bereits bestehenden Brücke einfach unten dran geklebt. Ok, geklebt ist der falsche Ausdruck - aber ich finde die Lösung einfach super.


Links die Moldau, rechts die Moldau - das kann nur eine Sackgasse sein...
Links die Moldau, rechts die Moldau - das kann nur eine Sackgasse sein...

Neue Wege erkunden - das ist ein Leichtes. Man muss ja nur mal den Mut haben und vom angegebenen Radweg abweichen. Dann gibt es wie immer 2 Möglichkeiten: Entweder man kann - wenn auch wesentlich unbequemer weiterradeln, oder man kann einfach nicht mehr weiterradeln. Gründe hierfür gibt es zur Genüge: Der Weg hört einfach auf oder die Sträucher werden so dicht, dass ein Durchkommen unmöglich ist oder eine Horde von Wildsauen durchwühlen den Weg und haben nicht die Absicht, sich durch einen Radler stören zu lassen.

Alles ist mir schon passiert. Heute habe ich Glück, der Weg ist nur verdammt uneben und der Sattel und das entsprechende Gegenstück sind echt gefordert, den holprigen Weg gleichmäßig auf den Körper zu verteilen. 


Prag ist eine Reise wert

Ich war noch nie in Prag. Aber das sollte sich heute ändern. Laut Fahrplan sind es 25 Minuten mit dem Zug von Vrane aus. Die Hin- und Rückfahrt kostet für einen Rentner wie mich 60 CZK, das sind ca. 2,60 Euro und dann sind bei diesem Preis natürlich die Fahrten im Stadtgebiet von Prag inklusive. Zuhause bezahle ich für 12 Minuten Zugfahrt von Nellingen nach Ulm 7,40 Euro, das wären umgerechnet ca. 180 CZK, also das 3-fache - wohlgemerkt für eine einfache Fahrt und ohne dass ich in Ulm öffentliche Verkehrsmittel benutzen darf. Ok, die Züge sind in Deutschland moderner, dafür aber nicht so pünktlich...

Prag, Hauptbahnhof...
Prag, Hauptbahnhof...

Im Hauptbahnhof in Prag angekommen, orientieren wir uns Richtung Ausgang. Mein Gott, ist dieser Bahnhof groß. Es ist der größte und bedeutendste tschechische Bahnhof, keine Frage. Erwurde im Jugendstil erbaut. In den Jahren 1972 bis 1979 wurde eine neue moderne Abfertigungshalle gebaut. Vom Hauptbahnhof ist man in 500 m in der Altstadt mit seinen imposanten Gebäuden. 

 

Prag hat ca. 1,3 Mio Einwohner und ist eine der reichsten Regionen Europas.


Auf der Moldau tummeln sich die Schiffe...
Auf der Moldau tummeln sich die Schiffe...
Prag, St. Veits Dom im Burgareal...
Prag, St. Veits Dom im Burgareal...

Im Pulverturm wurde früher Schwarzpulver gelagert...
Im Pulverturm wurde früher Schwarzpulver gelagert...
Das neue Rathaus...
Das neue Rathaus...
Blick zur Burg...
Blick zur Burg...
Taube mißachtet Benimmregeln...
Taube mißachtet Benimmregeln...

Die Richtung zur Burg ist icht schwer ausumachen. Die Touristenströme bewegen sich hauptsächlich Richtung Altstadt - und über diese - zur Burg. Mit knapp 70.000 m² ist sie die größte geschlossene Burganlage der Welt. Sie wurde so vom 9. bis zum 12. Jahrhundert erbaut. Der Aufgang zur Burg gleicht einer Prozession. Und wenn ich zurück denke, außer in der Eremitage in St. Petersburg habe ich noch nie so viele Touristen an einem Ort gesehen. Und die Touristen in St. Petersburg sind in der Zwischenzeit sicherlich rar geworden.

Nach Verlassen der Burg geht es - wie auch schon beim Besuch der Burg - den Menschenmengen hinterher. Unweigerlich landet man auf der Karlsbrücke. Im 1. Jahrhundert erbaut, ist sie heute ein Publikumsmagnet. Sie ist 16 m lang und 10 m breit. 30 steinerne Figuren zieren die Brückengeländer. Teilweise wurden sie durch Repliken ersetzt.

Auf dem Campingplatz...
Auf dem Campingplatz...
Nur für Familienmitglieder...
Nur für Familienmitglieder...

Von der Karlsbrücke bis zur Altstadt ist es ein Katzensprung... wenn man eine Katze wäre. Vermutlich schmerzen deren Füße nicht. Aber nach über 20.000 Schritten habe ich eine Erfrischung verdient. Ein Cafe in einem ruhigen und schattigen Hinterhof lockt - und gewinnt.

Ich bestelle ein Radler und einen Bananenkuchen. Das Radler kommt im Sauseschritt - auf den Bananenkuchen warte ich noch heute... Nein, ich sitze nicht mehr im Cafe...

Ich hab's schon immer gewußt...
Ich hab's schon immer gewußt...


Von Vrane zur Slapy-Talsperre und zurück

An der Moldau bei Vrane...
An der Moldau bei Vrane...

Eigentlich bin ich kein Freund von Radtouren, die gleich nach den ersten Kilometern einen saftigen Anstieg aufweisen. Aber da man es ja nicht ändern kann, trete ich die heutige Tour an. Hätte ich gewußt, was in den nächsten Stunden so alles geboten wird, ich hätte den 

ŠtěchoBlick auf die Boldau bei Štěchovicevice
Blick auf die Boldau bei Štěchovice

Tag im Liegestuhl verbracht. Wir starten bei idealem Radlerwetter und wie schon erwähnt geht es bereits nach einem Kilometer steil bergauf. Plötzlich eine Bautstelle, LKW (diesmal kein Leberkässemmel) und Bagger versperren zusammen mit tiefen Baugruben die Weiterfahrt dermaßen, dass ein Weiterkommen ohne Seil und Haken nicht möglich ist. Wie meist in solchen Fällen, ist natürlich keine Umleitung ausgeschildert. Ich ziehe mein GPS zu rate und finde eine geeignete Umfahrung.

Die Slapy-Talsperre bei Třebenice...
Die Slapy-Talsperre bei Třebenice...

Hunger treibt uns in einen Biergarten in Štěchovice. Die Pizza steht noch keine 5 Minuten auf dem Tisch, beginnt es leise an zu tröpfeln. Keine Minute später prasselt ein heftiger Wolkenbruch auf Štěchovice ein. Obwohl die Biertischgarnituren aus Holz von großen Sonnenschirmen beschattet werden, peitscht das Wasser auf und unter den Tischen. Ich versuche die Pizza zu retten - naja, etwas Wasser hat sich schon im 

Nach 3 knackigen Anstiegen und 3 Abfahrten erreichen wir die Staumauer am Slapy-Stausee. Der See hat eine Länge von 40 km und enthält eine Wassermenge von ca. 270 Mio m³. Im Hochwasserfall können 3.000m³ Wasser pro Sekunde abgelassen werden. Bei der Flutung im Jahre 1954 mußten die Bewohner von 10 Dörfern ihre Häuser verlassen. 

Unten Bild vom Wolkenbruch................

Saftiger Wolkenbruch - Pizza trotzdem gegessen...
Saftiger Wolkenbruch - Pizza trotzdem gegessen...

Teller gesammelt... aber ich habe da schon ganz andere Sachen (beispielsweise in China) geschluckt.

1. Schilderbaum   2. Weg / Bach 20250816_142651.jpg   3a.Text   4. Moldauweg 20250816_105005.jpg

Schilder ohne Titel...
Schilder ohne Titel...
Nach dem Regen - Alles gut,,,
Nach dem Regen - Alles gut,,,

Weg ist wirklich gut beschildert - naja, bis auf einige Ausnahmen. So empfielt Esterbauer (ein Verlag, der sich auf Radreisen spezialisiert hat), ein bestimmtes Teilstück, das 1. sehr hügelig, 2. eine schlechte Wegoberfläche aufweist und drittens nicht beschildert ist, mit dem Zug zurückzulegen. Der Schilderbaum erinnert mich an die bei Esterbauer gelesene Empfehlung. 

An der Sazava...
An der Sazava...

Hier noch einige Hochformatbilder einfügen, die noch nicht verwendet wurden.

Phu, ist das kalt, da geh ich nicht rein...
Phu, ist das kalt, da geh ich nicht rein...

Der Regen war dann nach - naja ne halbe Stunde war das schon - zu Ende. Vor dem Biergarten standen 3 Tafeln, auf denen die Speisen angepriesen wurden. Nach dem heftigen Regenguß waren auch keine Speisen mehr auf der Tafel - die Tafelkreide wurde durch den heftigen Regen abgewaschen. Ich hoffe, die Betreiberin bemerkte, dass es bei ihr laut Tafeln nichts mehr zu Essen gab.


Hitzepause vor Prag

Heute verlassen wir den kleinen, gepflegten Campingplatz bei Krumlov. Es hat uns sehr gut gegfallen - ein freundlicher und hilfsbereiter Betreiber. Fuchs Camping - jederzeit empfehlenswert.

Fuchs Camping in Staré Dobrkovice...
Fuchs Camping in Staré Dobrkovice...

Auf diesem Campingplatz wird nicht versucht, jeden qm in bare Münze umzuwandeln, indem Wohnwagen an Wohnwagen gestellt wird. Das hat mir doch sehr gefallen, dass es auch noch Platzbetreiber gibt, die nicht nur Dollarzeichen in den Augen haben. 

 

Der Platz verfügt auf der einen Seite über kleine Hütten, die überwiegend von Kanufahrern gemietet werden - zumindest hatte ich so den Eindruck. Links davon sind einige Wohnmobile, gegenüber wiederum 3 oder 4 Hüttchen und auf der rechtes Seite Wohnwagen. 


Für Kinder und Sport wie Volley- oder Fußball und sonstige Spiele steht sehr viel Platz zur Verfügung. Ein Riesentrampolin, auf dem sich nicht nur Kinder tummeln, bieten einen tollen Spaßfaktor. Hätte es sowas schon gegeben, als unsere Kinder kleiner waren - ich hätte sie gerne beobachtet, wie sie ihren Kampfgeist auf dem Trampolin gelassen hätten. Nach so einer sportlichen Session hätten sie bestimmt jede Nacht wie tot bis zum Frühstück durchgeschlafen. 

 

Nun heute werden wir diesen Campingplatz verlassen und erst mal mit dem Camper in Richtung Prag fahren. Heute zeigt die Temperaturmessstation bereits um 11 Uhr 31 Grad - das ist mir echt zu heiß, um aufs Rädchen zu steigen. Morgen ist ein neuer Tag - vielleicht gehen ja über Nacht die Temperaturen etwas zurück, so dass man wieder auf den Fahrradsattel sitzen kann, ohne sich Brandblasen an seinem Hinterteil einzuhandeln.

Labsal für meinen Bauch...
Labsal für meinen Bauch...


Von Cesky Krumlov nach Budejovice und zurück

Heute Schotterwege...
Heute Schotterwege...

Nicht immer sind die Radwege so schön geteert wie in den letzten Tagen. Aber eine flotte  Abfahrt auf Schotterwegen treibt den Puls auch mal etwas nach oben. Sonst ist dies ja nur der Fall, wenn es steil nach oben geht und der Motor des E-Bikes auf die Unterstützung des Pedallierenden hofft.

 

Wie auch schon gestern... die angekündigten 32 Grad 

werden vermutlich locker erreicht werden.

Was ist nur der helle Fleck am unteren linken Bildrand? Hast du ne Idee - ich spendiere ein Bier für die richtige Lösung.

Auch hier ist die Ernte eingefahren...
Auch hier ist die Ernte eingefahren...

Im Gegensatz zu anderen Flußradwegen führt der Moldauradweg nicht immer direkt an der Moldau entlang. Gestern beispielsweise, habe ich die Moldau zweimal zu Gesicht bekommen. Die ersten Kilometer heute sind ähnlich gelagert. Nach ca. 7 km überqueren wir den Fluß und nach 500 m ist er auch schon wieder außer Sichtweite. 

Dafür treffen wir einen Reiseradler - vollgepackt - schon auf der Ebene in Schlangenlinien fahrend. Der Radweg zweigt scharf nach rechts ab, steil nach oben aus dem Moldautal. Der Reiseradler hält sich erst geradeaus, bemerkt dann jedoch, dass wir abzweigen. Er ruft uns etwas Unverständliches hinterher... kann ich tschechisch? Ich bleibe stehen, dann schreit er "seven" und versieht es mit einem Fragezeichen. Ich brülle "yes, here, it goes uphill". Zum besseren Verstädnis: Der Moldauradweg trägt die Nummer 7 - und er ist auch (so wie ich das bisher beurteilen kann) sehr gut ausgeschildert.

 

Er versteht sogar mein schlechtes Englisch, wendet sein Pferdchen und folgt mir. Dummerweise habe ich auf dem stark ansteigenden Weg angehalten, als mein Ohr die Stimme des falsch abbiegenden Typen vernahm. Beim erneuten Anfahren will ich mir ja keine Blöße geben. Ich schaffe es gerade noch das Rad ins Rollen zu bringen und sehe rückblickend den Reiseradler, wie er in die Rad-Schiebeposition übergeht.

Eine tschechische Oma beim Frühstücks-Kaffee...
Eine tschechische Oma beim Frühstücks-Kaffee...

Budweis oder Budejovice wie der Tscheche sagt, ist ja zumindest den Biertrinkern bekannt. Und was soll ich sagen - mein Test hat ergeben, dass ein tschechisches kühles Bier den Durst eines Radlers durchaus zu löschen vermag.  

Hmm, tschechisches Bier...
Hmm, tschechisches Bier...
Rathaus in Budejovice...
Rathaus in Budejovice...

Etwas verwundert bin ich schon... warum muss ein schwäbischer Gastronom zwischen 4,50 und 5,00 Euro für ein Bier verlangen, während ein tschechischer mit 2,00 bis 3,00 Euro Einkommen sein Auskommen bestreiten kann. Auch haben wir für 8 Euro hervorragend gegenüber dem Rathaus in Budejovice gegessen. Und nicht nur das, wir hatten auch einen Ober, der wußte, was Service bedeutet. 

Samson-Brunnen
Samson-Brunnen
Beachte die Muschel...
Beachte die Muschel...

Die Samsonstaue: 4 Athelten tragen eine kreisförmige Muschel, auf der Samson steht. Um diese Muschel nach Budweis zu tranportieren, waren nicht weniger als 62 Pferde notwendig. 

 

Erst dachte ich, Samson wäscht dem Löwen, den er zwischen seine Beine geklemmt hat, die Haare. Nein, das stimmt natürlich nicht. Vielmehr ringt er ihn nieder und bezwingt ihn schlußendlich.

 

Und was soll ich sagen, Samson selbst wurde durch seine Gattin verraten...

Bergwerkseinfahrt...
Bergwerkseinfahrt...

Keine Ahnung, wie der Künstler dieses Werk betitelte - für mich ist es die Landung des Menschen auf der Erde..
Keine Ahnung, wie der Künstler dieses Werk betitelte - für mich ist es die Landung des Menschen auf der Erde..

Von Cesky Krumlov nach Rozmital na Sumave

Ist es nicht schön, wenn jeden Tag die Sonne bereits zum Frühstück lacht? Nachdem wir de Lipno Stausee nun ergiebig erkundet haben, setzen wir erst mal unser Wohnmobil etwas weiter gen Norden, um in den nächsten Tagen an der Moldau entlang zu radeln. 

Die Mantelbrücke in Cesky Krumlov...
Die Mantelbrücke in Cesky Krumlov...

Camping Fuchs liegt rechts der Straße und schon bin ich abgebogen. Ein relativ großer freier Platz, der sich später als Sportplatz für Kinder entpuppt, umgeben von schnuckeligen Mini-Ferienhäuschen mit einer Wiese für Camper. Einchecken, Markiese ausfahren und Rädchen vom Träger nehmen...

Ca 3 km sind es bis nach Cesky Krumlov, das gleich am Stadteingang mit einem großen Parkplatz punktet. Der ist auch, wie sich gleich herausstellt, bitter nötig. Die Stadt strotzt nur so von engen Gassen, alten Häusern und Kopfsteinpflaster.

Die Moldau in voller Breite...
Die Moldau in voller Breite...

Auf der Moldau, die durch die Stadt fließt, sind schon unzählige Kanus, Schlaufboote und sonstige Wasserfahrzeuge unterwegs. 


Ich stufe die Tschechen mal als potentielle Wasserratten ein. Noch nie habe ich so viele Boote einen Fluß hinunter schippern sehen wie hier.

Bootsrutsche...
Bootsrutsche...
Moldau...
Moldau...

Ich glaube, dass den - meist doch jungen Kanuten -der Ar... ganz schön auf Grundeis geht, wenn sie zum ersten Mal so eine Bootsrutsche hinunter sausen.

Einstieg...
Einstieg...
St. Veit, Cesky Krumlov
St. Veit, Cesky Krumlov

Bei der gestrigen Radtour spendeten fast durchgängig die hohen Bäume der Wälder ihren erfrischenden Schatten. Heute radle ich meist über Felder. Schatten ist aus... Der Moldauradweg ist in diesem Abschnitt wieder vom Feinsten, Asphalt - ohne dass irgendwo gemeckert werden kann. 

Auf den Weg passt ein Auto in eine Richtung fahrend. Verkehr ist so gut wie keiner. Allerdings kommt es doch mal vor, dass sich 2 Fahrzeuge begegnen. Und wie ich mal feststellen durfte, klappt das nicht immer ohne dass Reibungswärme entsteht. Plötzlich sehe ich, dass - für die Gegend vollkommen ungewöhnlich - einige Personen links und rechts des Weges am Handy kleben. Erst dann erblicke ich ein wohl entgegen kommendes Fahrzeug links im Gestrüpp und eins rechts - in meine Fahrtrichtung zeigend. Beide hatten im vorderen Bereich wohl unangenehmen Körperkontakt, was ich den Beulen und den herumliegenden Fahrzeugteilen entnehmen konnte.

Reiter in der Fußgängerzone...
Reiter in der Fußgängerzone...
Niedrigwasser...
Niedrigwasser...
Bei 31 Grad nur wenige Besucher um 15 Uhr...
Bei 31 Grad nur wenige Besucher um 15 Uhr...

Die Tour war knackig und heiß. In einem Anstieg höre ich lautes Klappern eines Fahrzeugs. Da der kurvige Weg nun nicht besonders übersichtlich ist, fahre ich rechts auf den schmalen Streifen vor dem Abgrund, halte an und steige ab. Nicht zu spät - denn schon fuhren vier Holztransporter hintereinander mit großen Anhängern donnernd an mir vorbei - nicht ohne sich mit entsprechendem Handzeichen bei mir für meinen Ausfallschritt zu bedanken...


Lipno, Nova Pec und zurück

Der heutige Plan zeigt erst eine Radtour von ca. 7 km Länge, dann eine 10-minütige Fährfahrt ans andere Ufer des Lipno Stausees und weiter - meist durch Waldgebiete nach Nova Pec. Die Sonne lacht noch mehr als gestern und auf dem Radweg zur Fähre ist schon allerhand unterwegs. 

 

Radler, Fußgänger und Inline Skater geben sich die Klinke in die Hand. Nicht zu vergessen die vielen Kinder, die von ihren hinter ihnen fahrenden Eltern zu Höchstleistungen angestachelt werden.

Großer Andrang auf der Fähre...
Großer Andrang auf der Fähre...

Als die Fähre, vom gegenüber liegenden Ufer kommend, anlegt, ist sie viel zu schnell. Selbst ich vernehme das knorrige Kratzen des Bootes auf dem harten Untergrund. Erkennbar ist das auch am Geschrei des Fährkapitäns, der vorne wild mit beiden Händen fuchtelnd auf der Fähre steht und den (wohl auszubildenden) Schiffsführer auf der Brücke zusammenstaucht.

 

Nachdem die Fähre entladen ist, gibt es erst mal eine Nachhilfestunde für den rund-gemachten Schiffsführer. Also wird die leere Fähre im Rückwärtsgang wieder in tiefere Regionen gefahren und im Anschluß wieder - allerdings in gemächlichem Tempo - an die Anliegestelle herangefahren. Nun können wir einsteigen.

 

Auf der anderen Seite angekommen biegen alle anderen Radler nach links ab, wir nach rechts - und das ist gut so. Das Sträßchen ist neu geteert und es rollt prächtig.

Blick nach Österreich...
Blick nach Österreich...

Hier stehe ich auf einer kleinen Brücke und blicke nach rechts (rechtes Bild): Tschechien.

 

Drehe ich mich um 180 Grad (linkes Bild): Noch vor dem Wald verläuft die österreichische Grenze.

Blick nach Tschechien...
Blick nach Tschechien...

Irgendwann später wird aus dem neu geteerten Sträßchen ein alt geteertes Sträßchen... und nach einigen Kilometern wechselt das Sträßchen zu einem steinigen Karrenweg. Bei den Abfahrten ist nun doch etwas Vorsicht geboten. 

Manchmal ist der Stausee gar nicht zu sehen...
Manchmal ist der Stausee gar nicht zu sehen...
Und manchmal ist nur der Stausee zu sehen..
Und manchmal ist nur der Stausee zu sehen..
Natürlich gibt es in Lipno auch einen Hafen...
Natürlich gibt es in Lipno auch einen Hafen...

Kein Ende in Sicht...
Kein Ende in Sicht...
Vesperpause...
Vesperpause...
Hochinteressant: Der Schwemmkanal...
Hochinteressant: Der Schwemmkanal...
Garderobe für Rucksäcke...
Garderobe für Rucksäcke...
Beschilderung 1A...
Beschilderung 1A...


An der Moldau angekommen

Der Sommer ist nun auch auf der Schwäbischen Alb angekommen. Nach einem 10-tägigen Herbst-Einbruch Ende Juli / Anfang August hofft man doch auf einen angenehmen Sommerausklang. Nachdem die Tiefdruckgebiete, die sich hartnäckig über Deutschland gehalten haben, einem sehnsuchtsvoll herbeigesehnten Hoch Platz gemacht haben, ist auch Zeit mal wieder eine kleine Radtour in Angriff zu nehmen. 

Im Bild links betrachtet ein Schwan sein Spiegelbild im ruhigen Wasser des Naturbadesees in Bad Füssing und ist sichtlich sehr zufrieden mit dem, was ihm das ruhige Wasser bietet.

 

Rechts ist eine Frau zu erkennen, von der die schwere Last des Alltags gerade abfällt. Was gibt es Schöneres als in einem bequemen Liegestuhl die Welt um sich herum zu vergessen.

Die kleine Radtour - zumindest ist so der Plan - soll am Lipno-

Stausee gestartet werden. Der Stausee enthält das Wasser der Moldau, die unweit von Bayerisch Eisenstein entspringt und sich nach ca. 450 km mit der Elbe vereinigt. Somit ist die Moldau der längste Fluß Tschechiens.


Nach einer Übernachtung in Bad Füssing geht es weiter nach Passau. Irgendwann später - mir sitzt sein geraumer Zeit ein Reisebus im Nacken, der Geschwindigkeitsbegrenzungen in Ermangelung diverser Gehirnzellen nicht zu erkennen vermag, meldet sich mein Navi mit einer Anweisung "Nächste bitte links abbiegen". Ich folge meinem Navi - mein Reisebus hinter mir folgt mir...

Stetig geht es bergauf und die Landschaft möchte ich mal vergleichen mit dem Bregenzer Wald - nur nicht so viele Dörfer - eben mehr Landschaft - bergauf, bergab.

Ein kleiner Grenzübergang und ich bin in Österreich. Ich beschließe den Tank nochmal aufzufüllen. Der Preis an meiner Tanke ist ok - jedoch werde ich später feststellen, dass es noch wesentlich billiger geht - aber der Tank ist bereits voll.

Endlich ist die Grenze zu Tschechien überschritten, noch ein paar Kilometer und der Campingplatz ist erreicht.

Lipno Stausee
Lipno Stausee

Campingplatz am Lipno Stausee...
Campingplatz am Lipno Stausee...

Schnell einen Happen eingeworfen und schon geht es auf Erkundungstour mit dem E-Bike. Nach Vyšší Brod, ein Dorf in Südböhmen mit ca. 2.500 Einwohnern,  müßte die Zeit noch reichen.

 

Das Dörfchen liegt auf einer Höhe von 568 m, das sind rund 150 Höhenmeter weniger als mein Startpunkt, der Lipno Stausee. Dieser liegt auf 725 m.

 

 


Lipno-Staumauer
Lipno-Staumauer

So eine Staumauer muss ja einem gewaltigen  Druck standhalten - ein 

starkes Bollwerk gegen Naturgewalt.

 

Immerhin drücken knapp 310 Mio m³ gegen die Mauer. Die Wassertiefe beträge lediglich ca. 6 Meter.

Ultraromantischer Radweg...
Ultraromantischer Radweg...

Einer der schönsten Radwege... Nur auf den Gegenverkehr mußte man schon aufpassen. Es kamen nicht viele Radler - aber wenn einer kam, dann immer unerwartet hinter einer Kurve. Wanderer waren keine zu sehen. 

Moldaufelsen...
Moldaufelsen...

Schon aus einiger Entfernung beeindruckt die Kirche in Vyssi Brod und deren Gebäude in unmittelbarer Umgebung. Also nichts wie hin. Überall waren Gerüste an Gebäuden und es wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt.

 

Der Schilderbaum links fand dann doch meine Beachtung. Denn einerseits zog es mich nach links - ich war ja in jungen Jahren gelehriger Internatsschüler - zwar nicht bei den Zisterziensern - andererseits lockte das Cafe auf der rechten Seite. 

 

Was soll ich sagen: Rechts hat gewonnen. Der Rückweg verlief weitgehend identisch mit dem Hinweg und war somit problemlos.


Eine Erkenntnis brachten dann einige Bankautomaten, die ich noch besuchte. Verlangen doch nicht diese Abzockerautomaten zwischen 20 und 40 Euro für das Abheben von 7.000 CZK (Tschechische Kronen). Das sind laut offiziellem Umrechnungskurs 286 Euro. Der teuerste Automat wollte jedoch 328 Euro (inkl. Umrechnungsgebühren) haben.


Fleimstalradweg

Vor gefühlt 10 Jahren war ich zum letzten Mal hier in der Villa Groff. Ein kleines Hotel - bezahlbar - was ja auch immer schwieriger wird in Südtirol. 

Genau das Richtige für mich...
Genau das Richtige für mich...

Gestern am Anreisetag war erst mal "Relaxen" angesagt. Die Fahrt von der Schwäbische Alb nach Auer - das liegt auf der Höhe von Tramin, das ist den Weintrinkern unter euch bestimmt bekannt.

 

In Tramin ist zwar mehr los, aber da ich abends ja gerne früher als früher (das ist jetzt schwierig zu verstehen) zur Ruhe kommen will, ist ein ruhigeres Dorf genau die

richtige Wahl. Darüber hinaus wird Auer abends  wesentlich länger von der Sonne verwöhnt. In Tramin - bedingt durch die hohen Berge - verwindet sie schon früh hinter selbigen.

 

Neu in der Villa Groff sind die lebenden Plüschtiere, eine Mischung zwischen Henne und Vogel mit dichtem Federkleid. Es sind wohl sehr gelehrige Tiere, denn ihr kleiner 

 

Watschelnde Kuschelknödel...
Watschelnde Kuschelknödel...

Futtertrog, der mit einem Deckel verschlossen ist, öffnet sich nur dann, wenn so ein watschlender Wollknödel auf die schmale Trittstufe vor  dem Futtertrog tritt. Verläßt er die Trittstufe wieder, so schließt sich der Deckel des Futtertrogs automatisch. 

 

Eine geniale Erfindung, so etwas in der Art müßte es auch für Menschen geben.

Im Garten wird man natürlich bedient...
Im Garten wird man natürlich bedient...
Mein Sitzplatz in der Laube (bin gerade bei der Bedienung)...
Mein Sitzplatz in der Laube (bin gerade bei der Bedienung)...
Bahnhof Auer...
Bahnhof Auer...

Wie erwartet - das Frühstück läßt keine Wünsche offen - ich kann meinen leeren Magen nach Herzenslust wieder auffüllen. Nur an der Kaffeemaschine habe ich doch so meine Schwierigkeiten. Die erste Taste füllt meine große Tasse nur viertels - Milchschaum. Dann drücke ich "Espresso" - der Pegel ändert sich kaum sichtbar. Dann drücke ich noch "Tee"... Allerdings stelle ich mit Entsetzen fest, dass meine Tasse unter der Kafffeedüse steht und nicht unter der Heißwasserdüse... schnell die Tasse nach links unter das heiße Wasser geschoben - bei fast voll noch "Abbrechen" gedrückt und schon hatt ich meine Traummischung.

Bergziegen in steilem Gelände...
Bergziegen in steilem Gelände...
Fleimstalradweg...
Fleimstalradweg...
Blick auf Schloß Enn...
Blick auf Schloß Enn...

Nach dem Frühstück schnell das Bike aus dem Fahrradkeller geholt, die gefüllte Radflasche (heute mal zur Abwechsung Wasser pur) in den Flaschenhalter geschoben und schon geht's ab auf den Fleimstalradweg.

 

Ich bin ihn zwar bestimmt schon fünfmal gefahren - aber es ist sicherlich einer der schönsten Radtouren in Südtirol.


Die Steigung ist schön gleichmäßig - eine alte Bahntrasse eben - und wenn man einmal sein ganz persönliches Wohlfühltempo gefunden hat, dann radelt es sich(fast) stressfrei nach oben.

Hier gibt es APE-ritivo...
Hier gibt es APE-ritivo...

Den Motor meines Bikes lass ich heute vorerst mal aus. Später, wenn ich von dem ewigen bergauf-treten die Schnauze voll habe, kann ich immer noch den Hebel umlegen, um meinen Vortrieb zu gewährleisten.

 

Und in der Tat - beim letzten Anstieg von Kaltenbronn nach Truden - war es dann soweit. Meine Beinchen drohten schlapp zu machen. Mein E-Motor konnte dies jedoch erfolgreich verhindern, so dass sie sich bei den letzten 100 Höhenmetern erholen konnten.


Kurz vor dem  Scheitelpunkt...
Kurz vor dem Scheitelpunkt...
Blick auf Montan...
Blick auf Montan...
Castelfeder...
Castelfeder...
Er trotzt alleine dem Wind...
Er trotzt alleine dem Wind...


Radtour von Eliger Eder nach Traben Trarbach

Wanderbahnhof Eliger Eder
Wanderbahnhof Eliger Eder

Keine einzige Wolke ist am Himmel zu sehen. Ich liebe diese Tage. Heute geht es per Rad erst mal zum Bahnhof in Treis-Karden. Von dort - so ist der Plan - geht es per Zug nach Eliger Eder. 

Der Zug ist pünktlich, die Fahrkartenkontrolle entfällt heute mal wieder (wenn ich das gewußt hätte). Die Fahrt dauert dirka 15 Minuten und schon erblicke ich verwundert meinen Zielbahnhof. Er ist schön bemalt und betittelt mit "Wanderbahnhof Eliger Eder". Und in der Tat, einige Wanderer sind ebenfalls ausgestiegen.


Eliger Eder, Mariengrotte
Eliger Eder, Mariengrotte
Manche Gassen sind eng...
Manche Gassen sind eng...
St. Aldegund, St. Bartholomäus
St. Aldegund, St. Bartholomäus
Mosel und blauer Himmel...
Mosel und blauer Himmel...

Die Anzahl der Radler hält sich heute (Montag) im Gegensatz zu gestern sehr in Grenzen. Sonntags sind natürlich auch viele Möchtegern-Tour-de-France Rennradler unterwegs, die - in meinen Augen - mehr oder weniger rücksichtslos und mit beängstigender Geschwindigkeit, sich ihren Weg durch die Sonntagsspaziergänger, Kinderwagenschieberinnen und auf diversen rollenden Untersätzen unsicher fahrenden Kindern bahnen.


Radtour von Treis-Karden nach Koblenz und zurück

Ich liebe es aufzustehen und von der Sonne angestrahlt zu werden. Raus aus dem Wohnmobil, das Frühstück unter blauem Himmel genießen - was kann da noch passieren. Ok, erst jetzt werfe ich mal zufällig einen Blick auf die Kühlerhaube und mir bleibt echt mein Marmeladebrot im Halse stecken. Da muss mir doch in Köln ein Elefant auf die Kühlerhaube gekackt haben. Ich überlege kurz... nee, Elefanten habe ich eigentlich nicht gesehen, jedoch Gänse und Enten, die vom Rheinufer schon mal auf den Wohnmobil-Stellplatz marschiert sind - vermutlich vom Hunger getrieben.

Also nehme ich einen meiner Lappen, die eigentlich nur Kontakt mit meinem Bike aufnehmen dürfen, reichlich Wasser und schrubbe die kuhfladengroßen, im Fahrtwind gut an- und eingetrockneten Fladen von der Kühlerhaube. Da denke ich mit Wehmut an die Windelzeit meiner Kinder zurück, da war das Popoputzen nicht so zeitaufwendig...

Es ist Sonntag und der Plan ist, mit dem Rad nach Koblenz zu fahren, dort ein paar Kolorien einzuwerfen, um auf dem Rückweg die Muskulatur auch weiterhin mit Energie versorgen zu können. 

 

Auf beiden Seiten der Mosel gibt es laut Internet einen Radweg. Eine sogenannte Hauptroute und eine Nebenroute. Da ich auf der Karte sehe, dass auf der linken Seite mehr Dörfer angesiedelt sind, entscheide ich mich auf der rechten Seite der Mosel nach Koblenz zu fahren. 


Manch ein Leser wird sich nun sicherlich fragen, warum fährt der Kerl jetzt nicht durch die schönen Moseldörfer? Das ist ja relativ einfach zu erklären: Von der gegenüberliegenden Seite ist der Blick auf die an der Mosel stehende Häuserfront einfach besser zu erkennen. Dieser Blick bleibt einem Radler, der durch selbiges Dorf pedalliert, verborgen. 


Da ich ja auch wieder von Koblenz zurück nach Treis-Karden fahren muss, nehme ich dann natürlich den Radweg durch die Dörfer. Wobei ich hier schon bemerken möchte, dass der Radweg auf beiden Seiten häufig auch entlang der Straße führt. Und das dann auch auf der linken Seite. Das bedeutet, dass ich mit dem Rad auf der linken Straßenseite fahre und mir laufend die Autos an meiner rechten Seite entgegen kommen und zwischen Radweg und Straße keine Mauer und auch keine Büsche stehen. Das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig.


Wenn man die Weinberge hinaufblickt, dann kann man unschwer erkennen, dass die Weinlese eine harte Angelegenheit ist. Die Eisenrohre, die nach oben führen sind auf der Unterseite gezackt, damit eine kleine Motor-angetriebene Lore sich bergauf krallen kann.

Unterwegs kam dann doch von meinen Synapsen die Meldung, dass ich mich mal um die dringend benötigte Flüssigkeitszufuhr kümmern sollte. Nichts leichter als das - war da nicht ein Ausschank? Bremse rein - Stop, hinsetzen auf Bedienung warten - aber die ist wie heute so üblich - nicht verfügbar. Also selbst an die Theke und die Bestellung aufgegeben.

Zurück auf dem Campingplatz werfe ich noch einen letzten Blick auf die Boote, die da auf ihren Einsatz auf dem Wasser warteten.



Einrollen an der Mosel

Heute ging es von Köln an die Mosel. Treis-Karden lockte mit einem schönen Campingplatz auf einer Insel inmitten der Mosel. Da im Moment nur Rentner und Ehepaare ohne Kinder unterwegs sind, hatten wir noch eine relativ große Auswahl an Plätzen zur Verfügung. Die Landschaft mit den Hügeln, die links und rechts der Mosel zu sehen sind, bilden eine herrliche Kulisse. Ok, der Wind spielt sich mal wieder mächtig auf und bläst aus vollen Backen. Beim Radeln kann das ja manchmal ganz vorteilhaft sein...


Zwar scheint die Sonne, jedoch der Wind ist noch kühl, so schlüpfe ich in meine Beinlinge und streife mir meine Windjacke über, bevor es aufs Rad geht. Ich habe vorsichtshalber mal mein E-Bike mitgenommen, aber den Motor lasse ich noch schlafen, ich möchte heute mal wieder ohne Unterstützung treten.

 

In Cochem wird es auf dem Rad- und Fußweg eng... einige Busse stehen auf einem Parkplatz, der direkt am Radweg liegt. In den Wiesen an der Mosel sitzen jede Menge essende und/oder trinkende Menschen, die wohl auf die Weiterfahrt ihres Busses warten. Und schon bin ich mitten im Festgetümmel. Ein gemischter Chor gibt - und ich liebe diesen Song - Halleluja (Leonard Cohen) - zum Besten. Das lasse ich natürlich noch komplett auf meine Ohren wirken, bevor es auf den Campingplatz zurück geht (mit Gegenwind).


Ab ins Kölner Umland

Nachdem ich gestern die Menschenmassen in der Nähe des Rheins genossen habe, beweg ich heute mein Bike in Richtung Hinterland. Erst geht es über die Mühlheimer Brücke, die momentan allerdings eine große Baustelle ist. Von der dem Dom gegenüberliegenden Seite ist der Blick auf die Kölner Altstadt echt sehenswert.



Radrunde in Köln ohne Kölsch

Kölner Dom
Kölner Dom
Messeturm
Messeturm

Auf dem Stellplatz in Köln sind noch einige Plätze frei - zum Glück - es ist ja auch noch nicht Wochenende. Da der Dom meist erspäht werden kann, mache ich mich gleich auf den Weg. Jede Menge Touristen hatten wohl die gleiche Idee. 

Nach 632-jähriger Bauzeit - und wenn man die ganzen Details mal so betrachtet, dann ist es schon verständlich, dass so ein Bauwerk eben gut Weile braucht - wurde er im Jahre 1880 (1248 - 1880) fertiggestellt. Seine 157,22 m Höhe reichen jedoch nicht ganz an das Ulmer Münster, das mir bei meinen Radtouren in der Heimst ab und an als Orientierungspunkt dient. 

 

Der Messeturm auf der gegenüberliegenden Rheinseite wäre - stünde er neben dem Dom - nur die Hälfte...


Ein ebenso bekanntes Bauwerk ist die Hohenzollernbrücke, über die sich Züge, Fußgänger und Radler bewegen. Zweifelsohne kann ich sagen, dass der Platz für die Züge recht großzügig bemessen ist - im Gegensatz zu den Radlern und Fußgängern. Fährt ein Zug von links nach rechts, dann kann er wenigstens darauf vertrauen, dass kein anderer entgegen kommt. Bei den Radlern und Spaziergängers sieht das ganz anders aus...

 

Das Brückengeländer selbst ist - von an selbiges gekettete "Liebesschlösser" - als solches nicht mehr erkennbar. Es reiht sich Schloß an Schloß, oben, unten, links, rechts und natürlich überall dazwischen. Nach Schätzungen sollen es mehrere 100.000 sein. Täglich rollen 1.220 Züge über die Brücke. Sie ist damit die meistbefahrene Brücke Deutschlands. 

 

Hohenzollernbrücke Köln
Hohenzollernbrücke Köln
Die Kölner ernähren sich gesund...
Die Kölner ernähren sich gesund...
Hier gibt es 4711...
Hier gibt es 4711...

Neunerköpfle

Auf dem Weg in die  Campingdusche sehe ich, dass sich die Wolkendecke 1.000 Meter weiter nach oben verzogen hat. Der Blick aufs Neunerköpfle ist damit wieder freigelegt. Es ist zwar noch kein blauer Fleck in der grauen Decke zu sehen... aber ich bin zufrieden. In diesem Modus genieße ich den angenehmen Wasserstrahl, der sich über meinen Körper ergießt. Auf dem Weg zurück zum Wohnwagen richtet sich wieder mein Blick in Richtung Berge - und meine Enttäuschung steht mir im Gesicht: Die Wolken haben sich wieder im Tal zu einem gemütlichen sit-in verammelt.

Links s'Neunerköpfle...
Links s'Neunerköpfle...
Das letzte Wollhaarmammut des Tannheimer Tals...
Das letzte Wollhaarmammut des Tannheimer Tals...

Also erst mal meine Besorgungen erledigen: Obi und Apotheke, dann noch in den Feneberg in Bad Hindelang. Mein Müsli ist alle, weder Milch noch Bier im Wohnwagen und seit Tagen habe ich keine Wurst mehr gesehen.

Talstation Neunerköpfle
Talstation Neunerköpfle...

Als ich vom Einkaufen wieder zurück komme, lacht mein Herz. Die Wolken haben sich verzogen und der Himmel strahlt in herrlichem Blau über den weiss verschneiten Bergen. Noch nie war ich im Winter auf dem Neunerköpfle - heute werde ich das ändern.

Die Spuren führen zur Hubertushütte...
Die Spuren führen zur Hubertushütte...
Blick auf Tannheim...
Blick auf Tannheim...

Blick ins Tannheimer Tal...
Blick ins Tannheimer Tal...
Blick in Richtung Vilsalpsee...
Blick in Richtung Vilsalpsee...

Für meine Berechtigungskarte erhalte ich an der Talstation einen kostenlosen Skipass. Schon sitze ich in der Gondel und lasse mich zur Bergstation schaukeln. Ich blicke zurück und sehe die Tannheimer St. Nikolaus Kirche. Vor einigen Jahren kurz vor Silvester gab hier der weltberühmte Don Kosaken Chor ein Konzert. Die Einheimischen kamen damals mit einer dicken Decke in die Kirche, um dem Chor zu lauschen. Ich dachte noch: Warum bringen die alle ne Decke mit? Es dauerte nicht lange - und schon dämmerte es mir: In der Kirche war es saukalt - die Einheimischen wußten das...

Blick in Richtung Grän und Aggenstein...
Blick in Richtung Grän und Aggenstein...
Auf der Skipiste tummeln sich auch manch ver(w)irrte Fussgänger...
Auf der Skipiste tummeln sich auch manch ver(w)irrte Fussgänger...

Blick ins Tannheimer Tal...
Blick ins Tannheimer Tal...
Die Sonne blendet...
Die Sonne blendet...
Sonnenterrasse der Gundhütte...
Sonnenterrasse der Gundhütte...

Auf der Sonnenterrasse der Gundhütte finde ich keine Sitzgelegenheit. Alle Bänke ware von den nach Sonne gierenden Wintersportlern belegt. Naja, Sportler streiche ich mal wieder. Die meisten Gesichter waren bereits krebsrot angelaufen, was nur bedeuten konnte, dann die zugehörigen Körper nicht erst seit einer halben Stunde die wärmende Sonne auf der Terrasse genossen. 


Heute läufts

Ich fühle mich saustark - kein Wunder - nach diesem sauleckeren Frühstück, tiroler Bröseleskaffee, Müsli mit Walnüssen, Marmeladensemmel (selbstgemacht - nicht die Semmel... ich meine die Erdbeermarmelade) und Joghurt. Satt wie nach einer Weihnachtvöllerei verwöhne ich meine Skatinglatten mit 3 Schichten Wax. 

 

Es ist relativ warm - ich liebe ja da Warme - aber der Schnee wird von den Föhnwinden, die aus Italien über die Alpen gedrückt werden, arg in Mitleidenschaft gezogen. 

 

Weißt du eigentlich, dass die Luft der warmen Föhnwinde bei ihrem Weg über die Alpen auf der Südseite - also wenn sie wegen der Alpen nach oben gedrückt werden - sich erst mal heftig abkühlen und dabei ihre Feuchtigkeit verlieren? Auf 

Die Sonne zeigt sich...
Die Sonne zeigt sich...
Gimpel und Rote Flüh sind wolkenfrei...
Gimpel und Rote Flüh sind wolkenfrei...

ihrem Abstieg auf der Alpennordseite erwärmen sich die abgekühlten Luftmassen dann wieder, und zwar doppelt so schnell wie bei hrem Aufstieg...

Manch einer läßt seine Skier liegen und hatscht zu Fuß weiter...
Manch einer läßt seine Skier liegen und hatscht zu Fuß weiter...
Hätte ich unterwegs eine warme Hütte mit einer Duftwolke nach Würstchen und Senf erschnuppert, dann hätte ich auf manche Schleife verzichtet...
Hätte ich unterwegs eine warme Hütte mit einer Duftwolke nach Würstchen und Senf erschnuppert, dann hätte ich auf manche Schleife verzichtet...
Die Dame in rot flog gerade aus der Kurve...
Die Dame in rot flog gerade aus der Kurve...


Das liebe Wetter

Viel ist nicht zu sehen...
Viel ist nicht zu sehen...

Nicht alle Tage scheint die Sonne vom Himmel. Heute ist der Tag sehr nebulös. Trotzdem fahre ich mal mit der Seilbahn aufs Füssener Jöchle - vielleicht schimmert ja einen Stock höher das Blau durch die Wolken. 

 

Oben angekommen werde ich bitter enttäuscht. Die Nebelsuppe ist heftig, der sonst herrliche Ausblick in Richtung Forggensee ist schlichtweg nicht vorhanden. Die heute aktiven Skifahrerinnen und Skifahrer kann ich - nach einigem Suchen - an einer Hand abzählen. Also nix wie rein in die Sonnenalm - Schock - alle Tische bis auf einen - leer. Nur eine Ballonfahrerfamilie labt sich an Apfelstrudel mit Vanillesauce. 

Langsam kommt wieder die Sonne durch...
Langsam kommt wieder die Sonne durch...


Füssener Jöchle


Es könnten sich durchaus mal wieder einige Schneeflocken auf der Erde niederlassen, noch sind die Pistenverhältnisse ja recht gut. Bleibt nur die Frage, wie lange der Schnee den Sonnenstrahlen noch was entgegen setzen kann. 

 

Den Spruch auf der Tafel links musste ich einige Male lesen, bevor ich ihn so richtig verstand. Die Sonnenterasse auf der Sonnenalm ist zur Zeit leider geschlossen, was daran liegt, dass von den 13 Vollzeitstellen, die der Betreiber zur Verfügung stellen kann, nur 6 besetzt sind. Da habe ich mir schon überlegt, ob ich mich als Tellerwäscher oder Geschirr-von-den-Tischen-Räumer bewerben soll. Aber dann würde ich keine Zeit zum Skifahren mehr haben, also habe ich diesen Gesanken wieder verworfen.



Skatingrunde

Meine Skatingskier warten schon geraume Zeit auf ihren Einsatz. Um ihnen den Kontakt mit dem Schnee zu erleichtern, erhalten die Laufflächen von mir noch 2 Schichten von dem teuren Skatingwachs. Sinnvoller wäre wohl, wenn ich einige Kraft- und Ausdauerpillen schlucken würde...

So könnte es diesen Winter mal bleiben, Sonne und blauer Himmel, dazu verschneite Berge. 



Ballonglühen Nesselwängle

Füssener Jöchle
Blick aufs Füssener Jöchle

Heute geht es erst mal aufs Füssener Jöchle. Im Tannheimer Tal kann man im Januar für 3 Wochen - immer von Montag bis Donnerstag - kostenlos alle Seilbahnen, Sessel- und auch Schlepplifte benutzen.

Voraussetzung ist allerdings, dass man für diesen Zeitraum auch eine gültige Gästekarte besitzt. 


Wenn dann natürlich noch die Sonne lacht, dann ist die Freude doppelt so groß. Eine Tageskarte würde immerhin das Urlaubsbudget mit 52 Euro belasten. Da also das Skifahren nichts kostet, scheue ich mich nicht, mittags in der Sonnenalm meinen Bauch mit Spaghetti zu füllen...

In Nesselwängle ist heute abend grosses Ballonglühen. Der kostenlose Shuttlebus bringt uns sitzend - Gott sei Dank sind wir auf einer der ersten Haltestellen eingestiegen - ab Tannheim gibt es nur noch Stehplätze - nach Nesselwängle. Ich bin überrascht, wie viele - meist ja Touristen - hierher zum Ballonglühen gekommen sind.


Bei Glühwein und Hot Dog vergeht die Zeit wie im Flug. Ab 21 Uhr fahren die Busse wieder in alle Richtungen, um die Zuschauer wieder nach Hause zu bringen. Nach ca. 20 Minuten standen wir in der Warteschlange ca. auf Position 40. Das sicherte uns den ersehnten Stehplatz für den Rückweg.



Schnee satt auf dem Campingplatz

Im Tannheimer Tal ist der erste Schnee gefallen, also nix wie hin. Ich wollte ja eigentlich auf die Loipe. Aber erst musste ja der Parkplatz vom Schnee befreit werden, dann das Zeltdach, dann der Wohnwagen... Das hört sich nach gar nicht so viel an. Wenn man jedoch bedenkt, dass der Schnee vom Vorzelt und vom Wohnwagen ja zunächst nur neben den Wohnwagen fällt, wo er da natürlich nicht bleiben kann und von dort wieder weggeschaufelt werden muss, dann hört sich das schon nach etwas mehr an.

Im Wohnwagen gab es dann lecker Kuchen und Kaffee zur Aufmunterung. Das weckte wieder meine Lebensgeister so halbwegs wieder auf. Allerdings verschob ich die erste Langlaufsession auf den nächsten Tag. Fast 3 Stunden Schnee schaufeln, bringt mich doch an meine Grenzen.



Wanderung Neujahrstag 2025

Die Nacht war feucht fröhlich, ok - es war ja Silvester. Am nächsten Tag - es war der 1. Tag im noch frischen Jahr 2025 -  unternahmen wir mit unseren Freunden aus Vogt eine Wanderung durch die Nellinger Gefilde.

 

Leider fanden wir im Wald nur noch die abgenagten Knochen von irgendwelchen hungrigen Leutchen. Selbst die Lagerfeuer waren nicht mehr auszumachen.